Dresden wird Weltkonsumerbe

Dresden - Kulturerbe ist egal Hauptsache unsere Brücken verbingen die Konsumtempel für möglichst rasante Schnäppchenjagden im abwrackprämienfinanzierten Kleinwaagen.

Nein im Ernst, brauch Dresden eigentlich noch mehr Konsum? Der Elbepark zum Beispiel war für mich das Beispiel eines kleinen gemütlichen Einkaufszentrums, jetzt ist es ein gigantischer Konsumtempel zum Selbstzweck, ja von was eigentlich. Immer die gleichen Läden mit den gleichen Sachen zu den gleichen Preisen.

Vor einiger Zeit, als ich nach Dresden kam da reichte ein Karstadt und ein Zentrum Warenhaus, dann kam die Altmarktgalerie dazu, soweit so gut. Heute ist die Prager Straße maximal konsumorientiert, der Elbepark massentauglich und jetzt eröffnete noch eine zweite Galerie in Form der Centrum-Galerie gleich neben der Altmarktgalerie und der Prager Straße? Und das ist ja noch nicht das Ende, die Altmarktgalerie wächst ja auch noch weiter und was danach kommt möchte ich mir lieber nicht mehr Vorstellen.

Genausowenig kann ich mir erklären wer die ganzen Läden braucht? Reicht nicht ein Elektronikmarkt im Zentrum und ein paar in der Peripherie? Brauche ich ein Dutzend Filialen von H&M in Laufentfernung von denen jede einen Teil des Sortiments hat statt einer großen wo es alles gibt.

Nachdem sich Dresden nun fast alle öffentlichen Plätze mit Beton versiegelt hat (ja auf dem Postplatz stehen die Blumen jetzt obendrauf auf dem Siegel), das Kulturerbe zum Zwecke der Elbquerung verworfen hat (und jetzt die Brücke auch wieder breiter wird) wachsen überall Konsumtempel wie Geschwüre aus der verbauten Kulisse. Naja immerhin sind wir bekannt für die Barocke Altstadt…

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Professionelle Piraten?!

Bei fukami kann man gerade einen schönen Artikel der bei all meiner Abneigung den Piraten gegenüber ziemlich genau meine Meinung trifft. Die Piraten sind nicht per-se eine schlechte Partei. Und eine Partei mit einem engen Themenspektrum ist auch nicht von Grund auf böse, was den Piraten fehlt ist die Erfahrung im politischen Millieu, eine Erfahrung die sich aber Zwangsläufig einstellt und die man auf verschiedenen Wegen erhalten kann.

Man kann sich langsam hoch arbeiten, von der Kommunalen Ebene über das Land in den Bund. Eben der klassische Karriereweg auf dem man Erfahrungen sammelt sich weiterbildet und ein Profil erschafft und nebenbei bekannt wird. Was man im übrigen sehr schön in Power of Politics nachspielen kann.

Die Alternative ist es das Projekt Piraten: mit einer heterogenen Menge von Mitgliedern schnell ein Maximum erreichen. Früher nannte man das mit der Tür ins Haus fallen und wenn die Tür nun mal zu ist weil die Wähler vernagelt denken, keine Piraten kennen und sich die Medien auf jeden kleinen Fehler stürzen dann tut dieser Versuch eben weh und hinterlässt blaue Flecken bis hin zu Knochenbrüchen oder führt im schlimmsten Fall zum Tod des Patienten.

Der Ausgang ist in meinen Augen ungewiss, vielleicht schaffen es die Piraten in den Bundestag, dann bin ich sehr gespannt wie sie wirklich handeln wenn es um Themen geht von denen ihre Abgeordneten keine Ahnung haben. Ich befürchte ja das die Piraten dann neben dem netten Datenschutz- / Urheberrechtsgesicht ihr neoliberales Gesicht zeigen aber das gilt es abzuwarten. Wahrscheinlicher und vemutlich auch besser für die Piraten wäre es aber wohl wenn sie nicht in den Bundestag kommen und auf kleiner Ebene, wie fukami schreibt, anfangen in die Politik hinein zu wachsen.

Solange sich die Piratenpartei aber als Horde von Protestlern und unerfahrenen Politikern mit stark heterogenem Meinungsbild geben die kein Fettnäpfchen auslassen und gierig nach der Macht geifern bleiben sie für mich bei aller inhaltlichen Nähe im digitalen und freiheitlichen Bereich unwählbar.

Reguläre Ausdrücke online testen

Reguläre Ausdrücke (RegEx) sind ein wahrhaft mächtiges Werkzeug wenn sie funktionieren. Einfache Ausdrücke gehen meist schnell von der Hand aber bei komplexen Ausdrücken kann das Testen ziemlich ausarten. Einen schnellen Test findet man unter auf der Seite Regexplanet.

Tools zu dem Thema gibt es natürlich auch, beispielsweise den RegExCoach. Dieser allerdings ist in neuen Versionen nur noch für Windows verfügbar. Für unterwegs ist aber die Online-Lösung durchaus tragbar.

Sinnvolle Technik - Trackback Daten per RDF

So beim Bloggen verlinkt man ja gern man die eine oder andere Seite. Und nicht selten handelt es sich dabei um ein Blog auf welches man dann eigentlich sinnvollerweise auch ein Trackback setzen sollte. Leider heißt das dann aber nicht selten auf den hübsch gestylten Seiten nach der Trackback URL zu suchen und dann diese per Copy & Paste zu kopieren. Dabei könnte die Lösung so einfach sein, wenn einfach alle Blogs, Foren und Seiten die gern Trackbacks empfangen wollen entsprechende RDF (Resource Description Framework) Informationen anbieten würden.

Darüber können dann Blogs und Tools automatisch nach der Trackback URL suchen und auch automatisch die Trackbacks setzen. Funktioniert im übrigen Prima und ist auch gar nicht schwer zu implementieren. Nachteil der Geschichte ist das man so natürlich noch schneller zur Zielscheibe von Trackback Spam wird, aber da man den i.d.R. auch hat wenn man nur die URL irgendwohin schreibt ist das dann auch egal.

Nur eine Frage der Zeit?

Jetzt hat sich Google die Firma ReCaptcha einverleibt. Der Molloch bekommt damit direkt wieder zugang zu weiteren gut frequentierten Webseiten. Darunter fallen viele Foren und Blogs die sich mit ReCaptcha gegen Kommentarspam schützen. Das hinter dem ReCaptcha sowieso eine kaum bekannte perfide Erschleichung von Diensleistungen durch den Nutzer steckt ist dabei dann quasi schon egal.

Ich frage mich nun wirklich wann trotz langem Dementi Twitter oder Wordpress in den Leib von Google wandern. Und vor allem was dann die ganze Blogosphäre die ja inzwischen ziemlich homogen von Wordpress abhängig ist dann macht.