Gelesen: Manifest für menschliche Führung

Wie ich so durch das Netzt stolperte und über das Wesen des täglichen Schaffens nachdachte stieß ich vor einigen Tagen auf das “Manifest für menschliche Führung”. In Sechs Kernthesen ist dort sehr schön beschrieben wie Arbeiten auch in unserer heutigen, schnellen und stressigen Zeit wieder Spaß machen und Sinn stiften kann.

  • Entfaltung menschlichen Potentials mehr als Einsatz menschlicher Ressourcen
  • Diversität und Dissens mehr als Konformität und Konsens
  • Sinn und Vertrauen mehr als Anweisung und Kontrolle
  • Beiträge zu Netzwerken mehr als Positionen in Hierarchien
  • Anführer hervorbringen mehr als Anhänger anführen
  • Mutig das Neue erkunden mehr als effizient das Bekannte ausschöpfen

Ich persönlich glaube das die wirklich kreativen und guten Arbeitskräfte schon in wenigen Jahren aus Konzernen und klassischen Unternehmen abwandern werden und dort die Senioren und Heads allein zurück lassen werden. Sie werden ihren vermeintlich sicheren Arbeitsplatz eintauschen gegen etwas das sich wieder nach Leben anfühlt und nicht mehr nach dem Bad Monday der jede Woche wieder kommt.

Manifes für menschliche Führung

Quelle: Manifest für menschliche Führung

Was fressen eigentlich Katzen?

Ganz klar eine neue Erkenntnis aus dem Sachunterricht: “Was fressen eigentlich untere Katzen?”

Sie ahnen es bestimmt, Katzen sind Fleischfresser, sie zerkauen gerne tote Tiere, bevorzugt sollten sie Nagetiere fressen oder auch mal Fisch und dazu ein bisschen Gras damit sie den Magen reverse reinigen können. Einfach oder? Nee! Falsch! Katzen fressen nämlich Katzenfutter!

Wie ist das mit Hunden? Logisch, Hundefutter und Knochen! Was denn drin ist im Katzenfutter war erstmal nicht so ganz klar, der Wahrheitsgehalt des Sachunterrichts wird aber inzwischen von den Kindern soweit hinterfragt das sie schon gar nicht mehr nachfragen, nicht das dann der Hersteller von Katzenfutter noch arbeitslos wird.

Da das ganze mit einer Hausaufgabe verbunden war die eine Freitextspalte für ein Tier der Wahl enthielt, lernte ich noch etwas über Hamster: Die Biester fressen nicht nur Körner und Heu sondern brauchen für die Gesundheit tierisches Eiweis aus Fleisch, Fisch oder Insekten! Wusste ich auch mal nicht. Irgendwie aber auch wieder ein Zeichen das man sich informieren sollte bevor man sich ein Tier anschafft!

Bildquelle: Der Postillon

Gelesen: Rettet das Spiel

Die Autoren des Buches “Rettet das Spiel”, Gerald Hüther und Christoph Quarch kommen zum Schluss: Der Mensch lernt nur wenn er spielt. Wenn er verschiedene Wege ausprobieren kann, Fehler machen und daraus Schlüsse ziehen kann. Er geht noch weiter, diese Art zu lernen ist dem Menschen eigentlich angeboren und wird im Laufe des Lebens abtrainiert. Beginnend mit der Kita Frühförderung und weiter in Schule, Studium, Arbeitsleben.

Das Buch ist eine Reise durch die Geschichte der kulturschaffenden Menscheit, durch Literatur und Philosophie bis hin zu praktischen Analysen der Bedeutung des Spiels in der modernen Gesellschaft.

Für mich persönlich war der Inhalt teilweise etwas zu redundant und zu bekehrend formuliert, vielleicht liegt das aber auch daran das ich der Meinung des Autors zu stark zustimme und eigentlich keine Überzeugung vom Thema brauche. Inspirierend und zugleich zum Nachdenken anregend ist es allemal.

Als Gedanke aus dem Buch bleibt mir darüber zu grübeln, wieviel Potential unserer Gesellschaft verloren geht weil wir uns das Spielen aberziehen.

Cover: Rettet das Spiel

Quelle: Hanser Literaturverlage

Offenheit und Konsequenzen

Ich versuche im Allgemeinen eine Kultur der Offenheit zu leben. Fehler müssen angesprochen werden und Lösungen gefunden werden. Oft genug hat es mich geärgert wenn mir jemand ein Problem nicht oder zu spät kommuniziert hat.

Was ist aber wenn die andere Seite gar nicht offen ist für Veränderung und Dialog? Was wenn die andere Seite Kritik generell abschmettert und in eine Abwehrhaltung übergeht. Was wenn die andere Seite sich in einer Machtposition wähnt oder gar ist?

Vermutlich wird es dann anstrengend, fruchtlos und frustrierend. Für mich persönlich tritt letzteres auch ein wenn ich passiv bleibe, ist also eigentlich keine Option. Was aber wenn die Konsequenz von Offenheit sich nicht an mir sondern an Dritten entlädt?

Wenn ich für einen Kollegen spreche und diesen dann disziplinarische Maßnahmen erwarten? Wenn ich den Nazi-Nachbarn meine Meinung sage und die es dann an meiner Familie auslassen? Ein Lehrer Kritik nicht annimmt und dann seinen Frust besonders an meinen Kindern in Form von schlechten Noten entlädt?

Es frustriert mich, aber in solchen Situationen ertappe ich mich immer wieder dabei mit Risiken und Wahrscheinlichkeiten zu jonglieren. Denn eine Musterlösung habe ich noch nicht gefunden.

Gerade wenn es die Kinder betrifft, denn die können noch nicht einschätzen ob sie bereit sind für mit den Konsequenzen einer gescheiterten Offenheit umzugehen.

Papierwüsten in der Grundschule

Ein Buch in jedem Fach, dazu ein passendes Arbeitsheft warum braucht man denn mehr?

Der Grund warum Kinder im Lauf der ersten zwei Schuljahre einen dicken Aktenordner zum bersten bringen ist mir nicht ganz klar. Hochgerechnet auf die Schultage bekommen meine Kinder jeden Tag zwei bis drei Kopien mit nach Hause. Zu Beginn hatte ich mich schon gewundert das die Kids Schnellhefter brauchen, jetzt ist mir klar wozu.

Kopien in Bunt und Schwarz / Weiß, jeden Tag neu und grundsätzlich nur von einer Seite. Von den Aufgaben wird oft nur ein Teil erledigt, bevor das nächste Arbeitsblatt kommt. Das der Kopierer ganz neue Möglichkeiten schafft und eine große Arbeitserleichterung sein kann ist mir klar, aber nachhaltig ist das auch wieder nicht. Wie der Bauer der die Schweine quälen muss um seine Arbeit nicht zu verlieren.