dbAbstraction released

Nach vielen Arbeiten am Kern des Datenbank-Abstraktionssystems habe ich es endlich geschafft eine fertige Version online zu stellen. Die Dokumentation ist zwar noch nicht fertig, aber in Arbeit. Alles in allem liegt ein hartes Stück Arbeit hinter mir, aber ich denke es hat sich gelohnt.

Barrieren finden mit Barrieren

Barrierefreiheit ist eine tolle Sache, eine Seite sollte überall etwa gleich aussehen und gleich funktionieren. Was sich erstmal einfach anhört, ist nicht ganz so trivial wie man denkt, schon allein dank der verschiedenen Browserhersteller die alle mit (X)HTML, CSS und JS ein klein bisschen anders umgehen. Der eine kann transparente Bilder - der andere nicht, der eine kann ein JS Menu anzeigen - der andere nicht, der eine macht Rahmen außen rum - der andere innen und so weiter und so fort.

Aber es gibt ja Tools die Seiten auf Barrierefreiheit überprüfen (also darauf, ob “Behinderte Menschen” alles sehen können. Eine dieser Seiten ist http://www.barrierefinder.de, hier kann man seine URL angeben und einen Test durchführen. Aber nur im Internet Explorer, sonst bekommt man die Meldung:

Sie verwenden zur Zeit einen Browser, mit dem diese Tests nur manuell durchgeführt werden können. Wie die einzelnen Szenarien eingestellt und getestet werden, zeigt unsere Testanleitung.

Ja schön nur wenn man jetzt keinen IE findet kann man sich mehrere Seiten Informativer Texte durchlesen wie man seine Seite auf Barrieren untersucht. Die halb- und automatischen Tests bleiben einem aber vorenthalten. Ja so ist das mit den Barrieren ;)

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Rundum Neubau

Einfach großartig. Eigentlich wollte ich ja nur den neuen Firefox bauen, dieser verabschiedete sich dann aber mit einem Segfault von seinem speicherresidentem Leben. Allein einen Meldung deutete auf eine Inkompatibilität zu den Gnome Paketen hin also hab ich mal eben ein Update angeworfen und das ganze Gerassel neu kompiliert.

Was einfach klingt war in diesem Falle nicht ganz trivial, da die FreeBSD Ports gerade eine tiefgreifende Änderung durchmachten. Die X11R6 Pakete residierten bisher in einem eigenen Verzeichnisbaum unterhalb von /usr/X11R6. Ein Umstand den ich nie ganz verstanden habe, aber mit dem man sich leicht arrangierten konnte. Dieses X11BASE wurde jetzt in Vorbereitung auf die Portierung von Xorg 7.1 mit dem LOCALBASE welches unterhalb von /usr/local residiert verschmolzen. Folglich müssen alle Tools die bisher noch im X11BASE liegen neu compiliert werden :(

Aber es wäre kein FreeBSD wenn das nicht ohne Probleme ginge. Einzig wegen der Download Abbrüche hier im stabilen Dresdner Bürgernetz dauerte der ganze Spaß ein bisschen länger als gedacht aber sonst ging alles ohne Bauchschmerzen von statten und ich kann jetzt hier mit dem Firefox 2.0 bloggen.

Dieses habe ich allerdings nicht zwingend meiner Updateorgie zu verdanken, sondern vielmehr der Aktualisierung eines einzelnen Ports (devel/nspr) der den Segfault verschuldete. Manchmal sind es eben doch die kleinen Dinge die das Leben verschönern.

Ach und wo wir bei verschönern sind… Mein FreeBSD auf dem Schlepp ist jetzt fast 3 Jahre alt und hat jedes Systemkern-Update von 5.1 bis 6.1 überlebt. Tja und jetzt auch den Move von X11BASE nach LOCALBASE ;)

Terrorabwehr schafft Arbeitsplätze

Mit 132 Millionen Euro soll es, laut dem lieben Herrn Schäuble aufwärts gehen [1]. Und dabei will er gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn er wird den Terror in Deutschland zerschlagen indem er Rechner durchsucht ohne das seine Mitarbeiter die Sicherheit Ihrer Büros verlassen müssen:

mit der die Staatsschützer beispielsweise “entfernte PC auf verfahrensrelevante Inhalte hin durchsuchen” können, “ohne tatsächlich am Standort des Gerätes anwesend zu sein” - sogenannte Online-Durchsuchungen. [1]

Nebenbei werden dann laut Schäubles Plan noch Bürger aus ‘Problemstaaten’ auf dem Frankfurter Flughafen “lückenlos” überwacht. Und ach ja die zweite Fliege… Dafür werden gleich wieder neue Mitarbeiter eingestellt. Schade eigentlich das die Überwachung nicht gleich ein Rechner machen kann, dann müsste man nicht später soviel Renten zahlen…

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Datenschatten (late review)

Besser spät als nie ;) Letzte Woche gab es am Mittwoch Abend einen Info Abend zum Thema Datenschutz. Organisiert vom Bürgernetz und dem Exma Amt. Hauptredner waren Prof. Andreas Pfitzmann von der TU-Dresden und Dr. Alexander Dix dem Datenschutzbeauftragten von Berlin. Abgerundet wurde das ganze von einer guten aber dramaturgisch Verbesserungswürdigen Darstellung einen klassischen Neudeutschen Datenschattens von Markus Weiland.

Pfitzmann leitete seinen Vortrag mit einem durchaus treffenden populärwissenschaftlichen Beispiel ein:

Wenn man einen Frosch in einen Topf mit kochendem Wasser wirft springt er herraus und hat nur ein paar Verbrennungen. Setzt man ihn aber in kaltes Wasser und erwärmt dieses wird er jämmerlich verkochen.

Und beobachtet man die Gesellschaft so sind wir die Frösche und das Wasser wird gerade lauwarm. Wenn ich nur an die vielen Menschen aus meiner Umgebung denke die sich keine Gedanken darum machen von wem sie wann, wo und vor allem warum beobachtet, registriert und katalogisiert werden. Womit dann auch schon das Thema von Herrn Dix, die kommenden Gesetze zur Voratsdatenspeicherung, aufgeworfen wird.

In 5 Thesen erläuterte er warum Voratsdatenspeicherung nicht nur unsinnig, sondern auch gefährlich ist. Dabei stellte er klar das Bürgerrechte und Datenschutz nicht das Privileg und somit auch nicht das Problem von einzelnen Personen sind, sondern ein globales, gesellschaftliches Problem darstellen. Ein Problem, das unsere so hoch gelobte demokratische Gesellschaftsstruktur bedroht.

Den Abschluß des eigentlichen Vortragsparts bildete der fiktive Freitag eines fiktiven Studenten der leider gar nicht so fiktive Spuren und Profile hinterließ. Dabei waren die Beispiele und erläuterungen gut, jedoch hätten sie noch knackiger formuliert sein können.

Zum Ende des Abends gab es noch eine Fragerunde mit Andreas Schurig, dem Datenschutzbeauftragten von Sachsen, wobei sich die Fragen hier im üblichen bürgerlichen hielten. Sicher war dies auch nicht der Ort andem man das komplexe Thema erörtern konnte. Alles in allem war es dennoch eine interessante Veranstaltung und ich war geradezu erstaunt, das der Hörsaal im HSZ doch relativ voll war.

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