OTR

OTR - Steht in diesem Falle für Online TV Recorder und ist ein Dienst für digitale Videoaufzeichnungen im Internet. Das ganze funktioniert bequem über ein Webfrontend und kostet nix.

Lediglich eine neutrale Anmeldung mit Mail und Passwort ist nötig und schon kann man bequem aus einer Liste mit Programmen, Sendungen aus dem Fernsehen aufnehmen. Die Aufnahme wird automatisch gestartet und durchgeführt. Die Videos werden schon auf dem Server als WMV9 kodiert und zum Download bereitgestellt. Der Download selbst ist noch verschlüsselt und muss mit einem kleinen Tool entschlüsselt werden. Dieses gibt es für derzeit für Windows, Linux und Mac. Unter FreeBSD läuft es ohne Probleme im Linux-Emulation-Layer.

Die Qualität ist nicht gerade überragend und der Download geht zu Stoßzeiten erst nach langem Warten in der Schlange, dann aber mit ordentlicher Geschwindigkeit (fürs Bürgernetz sind 200kB/Sekunde ok). Alternativ kann man die Files auch per Torrent oder eMule laden, was ich aber hier im Bürgernetz nicht testen kann und will. Insgesamt stehen jedem Benutzer 120 GB an Plattenplatz und pro Tag 2 GB Datentransfer zur Verfügung, wer mehr will muss zahlen, was aber bei der Qualität wohl rausgeworfenes Geld wäre.

Wichtig ist das ein Film, hat man in einmal runtergeladen und decodiert nicht mehr zum Download zur Verfügung steht und nur noch per P2P geshared werden kann. Diesen Teil habe ich, zwecks Zeitmangels, noch nicht getestet. Ich werde das ganze auf jeden Fall mal intensiver antesten!

OS ala EBay

Und wieder eine Episode aus der Serie Lustiges bei EBay

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Dokumentationen ala IHK

Mein Abschlussprojekt kommt jetzt langsam aber sicher in die Endphase. Der Quellcode steht bis auf ein paar Messkerne und die ersten Seiten der Dokumentation sind bereits geschrieben und damit kommt dann auch schon das Dilemma. Laut den Vorschriften der IHK darf die Dokumentation (Projektbericht) selbst maximal 10 Seiten umfassen, dazu kommen dann noch maximal 7 Seiten Benutzerdokumentation (Handbuch) und maximal 30 Seiten Anhang. Von diesen 30 gehen natürlich schonmal die 7 für die Benutzerdokumentation ab ;)

Mein persönliches Problem dabei ist nun das mir 10 Seiten vorn und hinten nicht reichen. Ich hab noch keine Zeile zur Realisierung geschrieben, hab aber schon mehr als die Hälfte der Seiten verbraucht. Nun dachte ich ich könnte vielleicht von der Benutzerdokumentation ein paar Seiten übertragen um wenigstens die Messergebnisse diskutieren zu können. Aber die IHK hat da einen besseren Vorschlag:

f: Die Frage ist nun einfach inwiefern ich hier Seiten zwischen den beiden Dokumenten ‘tauschen’ darf.
ihk: Ein tauschen der Seitenanzahl ist nicht möglich, aber Sie können ja auch noch andere Anlagen (z. B. Messergebnisse) bringen.

Na da frag ich mich was das soll, ob es nun in der Dokumentation steht wie es sich gehört oder dann nochmal 5 Seiten im Anhang ausformulierter Text sind ist doch wohl egal. Nunja ich werde mal keinen Punktabzug riskieren und meine Dokumentation IHK-Wunschgemäß flach schreiben und den sinnvollen Inhalt in Anhänge verpacken. Dann ist da zwar 1/4 Doku und 3/4 Inhalt aber wenn es nicht anders gewünscht ist :P

Altersdepression

Langsam schieben sich die auf ihre Einkaufswagen gestützten Leiber durch die engen Gassen des Supermarktes und bleiben kopfschüttelnd, fast hilflos vor den Regalen stehen. Aus der Reihe neben an eine laute Unterhaltung über den Hubert der letzte Woche verstorben ist, nur 4 Wochen vor seinem 80ten und wieder stockt der Marsch zwischen den Regalen.

Schon in der Woche war mir aufgefallen das es in der Finsterwalder Innenstadt fast nur Menschen über 60 gab und ich schob es auf die Tageszeit, Kinder und Jugendliche gehören in die Schule und der Durchschnittserwachsene ins Büro. Aber ein Einkauf am Samstag ernüchtert. Auf der kurzen Fahrt eine Junge Frau im Alter um die 20 und zwei Mitvierziger in weißem Kittel die aus Pflegedienstautos steigen. Wohin man schaut werden die Haare lichter und grauer.

Zurück im Supermarkt, zurück in die Schlange an der Kasse. Da wo in Dresden Studenten und Schülerinnen die Waren über den Barcode Scanner zerren sitzen Frauen zwischen 50 und 60 in deren Gesichtern sich die Arbeit spiegelt. Die Arbeit und die Angst vor dem was nach dem schlecht bezahlten Aushilfsjob kommt.

Aber das ganze lässt sich leicht in Zahlen pressen, denn ein Altersdurchschnitt von 50 in einer 18.000 Seelenmetropole spricht Bände und ich fange an zu verstehen warum sich Ärtzte und Unternehmen sträuben aufs Land zu ziehen. Aber es gibt auch Lichtblicke, zumindest gibt es noch Kinderkleidung in den Läden und Frauen die Kinderwagen über den löchrigen Asphalt schaukeln.

So kommt mir ein Lied von Reinhard Mey, über eine junge Frau vom Lande in den Kopf die ihr Heil in der Stadt sucht:

… ja in der Stadt da ist was los,
hier auf dem Land versumpfst de bloß …

hierarchical notebook (hnb)

Und wieder eine Episode aus der Reihe: “Wie konnte ich ohne leben”. Das Hierarchical Notebook (hnb) ist ein schlichter Kommandozeilen Editor der es ermöglicht Informationen strukturiert, also in Listenform einzugeben. Neben einfachen Notizen lassen sich dank der bereits enthaltenen Extras auch prima Todo-Listen oder Termine verwalten.

Vorletztes nun war das eigentliche Anliegen mit dem ich mich auf die Suche nach einem Tool gemacht hatte. Schon lange waren mir die Schmierzettel und verteilten Dateien mit Todos und Sitzungsnotizen ein Dorn im Auge. Meine Suche in den FreeBSD Ports war aber eher mager. Bis auf gTodo welches ich eine Weile nutzte fand ich dort erstmal nur noch devtodo. Ersteres wurde leider schon nach kurzer Benutzung unübersichtlich und letzteres war mir dann doch zu unhandlich.

Auf meiner Suche stieß ich noch auf QTodo und Task Coach, beide nicht in den Ports und daher mit viel Arbeit verbunden. QTodo ließ sich nach der Installation von QT nebst qmake kompilieren und lief auch, sah grottig (Anmerkung: meinem Empfinden nach) aus so das ich mir den Platz für QT auf der Platter erstmal wieder sparen kann. Task Coach ließ sich nicht zum laufen bewegen da hier etwas mit dem Python Bindings des wxToolkits nicht passte. Also der alte Kampf mit den nicht portierten Tools ;)

Neben diesen beiden erregten noch Slacker (nur MacOS X) und Makiga (Java 1.5) meine Aufmerksamkeit, beide konnte ich nicht testen da ich weder den Apfel noch das neue Java am Start habe. Zum Glück stieß ich noch auf hnb und gab ihm eine Chance die es sogleich voll ausnutzte und sich in meine Liste der “must-have” Tools katapultierte!

Neben der Nutzung als Notizbuch und Todolist lässt sich hnb auch als komfortabler Editor für XML Dateien nutzen, wobei ich hier wohl nicht erst vom VIM abrücken werden ;)

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