Google - Glotzen, staunen, starren, stieren

Sollte man dies wieder als einen Aufhänger für die aufstrebende Diskussion um die Vertrauenswürdigkeit von Google nehmen?

Man beachte den ökonomisch/werbewirtschaftlichen Hintergrund von google-earth. Wenn ich meine alte Heimat von damals in Afrika, betrachte, gibt es nur eine lausige Auflösung - keine Möglichkeit zu prüfen, wie groß mein Mangobaum geworden ist. KurtMelniks Kommentar

“Don’t be evil” hatten sich die Erfinder der inzwischen Marktbeherrschenden Suchmaschine auf die Fahnen geschrieben als sie noch l33t waren und here Ziele verfolgten. Zumindest eines steht wohl fest, dem Kapitalismus ist der Google Konzern schon seit langem nicht mehr abgeneigt, und aus dem Geheimtipp unter den Suchmaschinen ist ein Konzern geworden der wohl auch Basis des derzeit härtesten und kältesten Krieges der westlichen Welt ist.

Google dürfte wohl inzwischen Dreh- und Angelpunkt der Suchmaschinen Optimierer sein und damit auch der Anlaufpunkt aller E-Shops und Onlinevermarkter. Linkfarmen, Crosslinks, optimierung der Suchergebnisse mit einem Ziel - Geld. Eine der größten Schwächen des Menschen ist die Macht und das Internet bedeutet mehr und mehr macht und marktführer bei der Suche zu sein bedeutet im Zentrum dieser Macht zu sitzen. Und um jetzt platt den Hollywood Streifen Spiderman zu zitieren: “Große Macht bedeutet auch große Verantwortung.”

Vielleicht sollte es jedem zu denken geben wie sich Google entwickelt und nicht nur Schwarzseher und Zwangsneuroten mit Verfolgungswahn sollten sich des Gewichtes bewußtsein das Google mit alle seinen Tools und Spielereien auf den Markt wirft. Man denke nur an Google-Mail, den Google Kalender, Google Desktopsuche usw. Näheres dazu und Links zum Thema finden sich in Stefans Blog.

Auch interessant ist die das Ergebnis einer Acronymsuche zu Google, faszinierend das hier die ursprüngliche sprachliche Bedeutung von google kaum eine Relevanz hat. Auch die Suche bei dict.leo.org bringt beim Stichwort google zuerst den Eintrag “to google” mit der deutschen Übersetzung “googeln”. Erst nach einem weiterführenden Link landet man auf der Seite von google und seiner Bedeutung von “glotzen”, “staunen”, “starren”, “stieren”…

(Lustiges) Flugblatt

Es ist schön wenn man nach der Arbeit geschwitzt mit dem Fahrrad nach Hause kommt, die Zeitung mit den Badessen aus dem Zeitungskasten holt und erstmal überlegt ob das saugfähige Papier zum beseitigen des Stirnschweisses geeignet seie. Leider gänzlich ungeeigneter ist jedoch das auf Glanzkarton gedruckte Wurfblatt der NPD-Sachsen (‘Klartext Nr. 8’), welches auf vier Seiten zuerst die Schmunzelmuskulatur strapaziert und dann mit dem Gedanken an manchen weniger informierten Nachbarn der schonmal, aus dem Fenster, über Kommunistenschweine wettert doch wieder Nachdenklich macht.

In jedem Falle interessant ist die Darstellung, der Schreiberlinge aus dem Sächsischen Landtag, über die Aufmärsche zum 1. Mai in Leipzig und Rostock. Nicht das von gewaltbereiten Linken die Rede ist (die Sprüche kennt man ja und leider sind auch immer solche Spacken mit dabei auf die Gewaltbereitschaft passt wie die Faust aufs Auge) regt hier zum Denken an, sondern vielmehr lässt einen die Aussage das der Staat die ‘bösen’ Gegendemonstranten schickt fast schon weinen:

Nachdem rechte Demonstrationen über Jahre willkürlich verboten wurden und die Verwaltungsgerichte diese Verbote immer wieder wegen eklatanter Rechtsbrüche aufhoben, haben die Verantwortlichen die Strategie geändert. Nationale Dissidenten dürfen eine Demo anmelden […] Dafür wird nun aber immer öfter eine Situation konstruiert, in der die Fortbewegung der Demonstration eingeschränkt oder unterbunden wird.

Ja so ist er unser neo-liberaler Rechtsstaat, behindert die armen Patrioten beim Schnauze voll haben!

Vom Mond und anderen Späßen - Das Stadtfest in Dresden

Nun geht es vorbei das Gerangel und Gedrängel in der Innenstadt. Zwei Wochenenden lang gab es in diesem Jahr das Stadtfest mit viel Musik und Schauspiel. Auf dem Schloßplatz tummelte sich einmal mehr der Mittelaltermarkt von Heureka aus Leipzig, wobei die immer schlechter werdende Soundanlage der Bühne inzwischen wirklich keinen Spass beim Konzert mehr aufkommen lässt wenn alles nur noch übersteuert und plärrend klingt :( Mal abgesehen davon das ich der Meinung bin das ein Dudelsack schon ohne Verstärker ein großartiges Instrument ist.

Gestern nun haben wir uns den tausenden von Schaulustigen angeschloßen, welche sich das überall angepriesene Moon auf dem Königsufer anzusehen. Und tatsächlich es hat sich gelohnt, lediglich die Handlung erschloß sich im wesentlichen nur wenn man sie schon kannte ;) Ansonsten war es ein großartiges Schauspiel mit Luftballons direkt über dem Publikum, Feuerwerk und stimmiger Musik. Erschreckend war aber die Masse von Menschen die schon mehr als eine Stunde vorher ihre Plätze auf der Wiese / Brücke / Ufer gesichert hatten. Ein klassisches Beispiel was Werbung so bewirken kann ;)

Auch sonst fand sich immer wieder das eine oder andere sehens- / hörenswert in den zwei Wochen des Stadtfestes. Was jedoch eindeutig einer Verbesserung bedarf ist die Organisation. Das Programm konnte man zum einen nur käuflich erwerben oder online als PDF beziehen und zum anderen war es teilweise mehr als ungenau. Von vielen Veranstaltungsorten waren zwar die Auftritte angeführt jedoch nur als Liste ohne Zeiten, bzw. fünf oder sechs Veranstaltungen in einem Zeitabschnitt von mehreren Stunden :( Dadurch hat man sicher so manches verpasst was lohnenswert gewesen wäre.

Also dann bis zur nächsten 2,50 € Bratwurst ;)

Google Earth unter BSD

Google Earth ist ja inzwischen nichts neues mehr und auch das es unter Linux läuft ist inzwischen ein alter Schuh, aber dank des endlich aktualisierten Linux-DRI Ports, ist es auch unter FreeBSD nutzbar geworden. Somit bin ich nicht mehr auf die pixeligen Karten von Google Maps angewiesen ;) Wobei diese wiederum eine schöne Demonstration von AJAX darstellen.

Besonders schick finde ich ja den eingebauten Routenplaner, auf dem man sogar die Baustellen sehen kann. Schade nur das diese in der Regel einige Jahre alt sind und so muss man wohl den schnellen Deutschen Straßenbau loben das die bei Google Earth noch zu sehende Baustelle an der Dresdner Flügelwegbrück inzwischen der Vergangenheit angehört.

Einziger Wermutstropfen ist die schlechte Konfigurierbarkeit der GUI, vor allem die Schrift ist im Normalfall elend klein. Dies lässt sich jedoch wie in steiger’s drafts zu lesen durch das Anlegen einer Datei unter ~/.googleearth/Registry/google/googleearthplus/User/render/guifontsize beseitigen. In die Datei schreibt man einfach die gewünschte Schriftgröße. Lieb von Google wäre es dies über eine angehübschte GUI konfigurierbar zu machen, schließlich ist Google Earth ja auch ein GUI Tool ;)

Tool Driven Developement in PHP

Nun ich habe ausgelernt, mir wurde alles nur mögliche Wissen vermittelt und ich bin nun bereit dieses ohne Rücksicht auf zukünftige Entwicklungen aufzunehmen. Gut ok, nicht wirklich ;) Jedenfalls bin ich bei fairnet (meinem neuen Arbeitgeber) damit beschäftigt ein komplexes Shopsystem in PHP zu konzipieren.

Dabei soll das System möglichst leicht erweiterbar und Objektorientiert konzipiert sein. Ersteres versteht sich von selbst und letzteres sollte ja eigentlich ersteres begünstigen. Nun ist es so das es für JAVA und auch C++ CASE-Tools wie Sand am Meer gibt, PHP aber doch eher die kleine Skriptsprache ist. Ich habe zwar schon einiges von der verbesserten OO-Implementierung der Zend Engine 2 gehört, allerdings noch keine Zeit gehabt mich näher damit zu beschäftigen. Nun, jetzt hatte ich sie und kam zu dem Entschluß der Idee meines Kollegen zu folgen und nach einem CASE-Tool für PHP ausschau zu halten.

Leider erstmal ohne Erfolg, die einzigen Tools die ordentliches Round-Trip-Engeneering bieten sind jedoch teuer und Closed Source. Erfreulicherweise haben sich aber im Team von ArgoUML einige Leute gefunden, welche ein Plugin für PHP, C++ und C# geschrieben haben. Dieses erlaubt einen Export von Klassendiagrammen in die o.g. Sprachen und auch ein nachträgliches bearbeiten in der Entwurfsansicht.

Dabei greift ArgoUML auf einen einfachen Trick zurück, der gesamte Nutzercode wird zwischen Kommentare geschrieben und bei einer Veränderung der Klassenstruktur nicht angetastet. Das ganze funnktioniert dabei so gut, dass ich es wohl nicht nur für das eine Projekt verwenden werde, so habe ich schon angefangen die Template Bibliothek zu redesignen und PHP5 / 4 tauglich zu machen.

Der generierte Code von ArgoUML ist sehr sauber und enthält direkt Kommentare im PHPDoc / JAVADoc Format, welche auch zu Doxygen kompatibel sein sollten. Durch den Export aus ArgoUML kann man auch sehr schön die Unterschiede zwischen den OO-Modellen von PHP 4 & 5 ersehen. Hatte PHP 4 noch nicht einmal Datenkapselung, geschweige denn Vererbungsabstraktion gibt es all das in PHP 5, so dass man beispielsweise seine Objekte auch nach dem Singleton Entwurfsmuster gestalten kann.