Review: Freiheit statt Angst Demo gegen Vorratsdatenspeicherung am 6. November
Es war saukalt gestern Abend in Dresden, aber gegenüber anderen Städten in denen es noch regnete war es bei uns richtig angenehm. Gegen halb fünf trudelten die ersten Teilnehmer zur Demo Freiheit statt Angst in Dresden ein und wurden sogleich mit Arbeiten wie Kerzen anzünden und Flyerverteilen beglückt ;) Recht pünktlich kurz nach fünf eröffnete ich dann offiziell die Kundgebung und das Vortragsprogramm. Neben eigenen Beiträgen (u.a. auch von mir *g*) aus den Reihen des AK gab es auch einen spontanen Beitrag aus den Reihen der Zuschauer, sowie eine heitere Rede der Dresdner Chaoten. Trotz der Kälte und dem eisigen Wind harrten bis zum Schluß etwa 400 Menschen auf dem Dr. Külz-Ring in Dresden aus. Aus meiner Sicht waren es zeitweise sogar noch mehr, bevor sich die Dresdner Antifa nach Pieschen verdrückte (nicht böse gemeint). Insgesamt nahmen bundesweit weit mehr als 10.000 Menschen in mehr als 40 Städten an der Demo teil (die genaue Zahl ist noch nicht bekannt).
Und ich war ehrlich erstaunt wie viele Menschen es in Dresden auf die Straße geschafft hatten, zumal Dresden (O-Ton einer Teilnehmerin): “…Sonst eigentlich immer Schlusslicht ist…” Auch sonst war das Feedback durch die Bank weg positiv, eine ganze Reihe von Verfassungsklagen wurde gleich vor Ort ausgefüllt. Einziger Wehrmutstropfen in meinen Augen ist das abrupte Ende der Veranstaltung. Die Mahnwache wurde vom Rest der Dresdner AKler leider nicht mehr begrüßt und durch das Löschen der Kerzen quasi noch vor Ihrem Beginn beendet, obwohl noch Leute wachen wollten. Nunja, dennoch sehe ich in der Aktion einen Erfolg und ich bin begeistert wieviele Menschen man schon mit wenigen Flyern in der Mensa und Neustadt auf die Straße holen kann.
Beim nächsten Mal mus auch jeden Fall bei den Flyer mehr geklotzt werden. Die Flyer müssen mehr in Kinos, Kneipen und außerhalb der Mensen und der Informatik Fakultät gestreut werden. Es geht um die Sache und selbst wenn es jeden angeht und die 400 bis 600 Leute gestern Abend ein Erfolg, waren wäre mit besserer Öffentlichkeitsarbeit mehr zu erreichen (O-Ton einer Teilnehmerin): “Ihr habt eine bescheidene PR, die einzigen Flyer die ich gesehen hab sind die die du mir gegeben hast”. Die Leute sind zwar inzwischen schnell und leichter für das Thema zu sensibilisieren aber von allein geht kaum einer auf die Straße :(
In dem Sinne auf zur nächsten Schlacht gegen die Vorratsdatenkrake!
Verbreitung von PGP / GnuPG
Unter dem Einfluss von CACert wurde mir mal wieder bewusst, das viel zu wenig Leute PGP / GnuPG einsetzen. Ich finde private Mails dürfen ruhig immer verschlüsselt werden. Schließlich macht ja eine einzelne, wichtige Mail aufmerksamer als ständig verschlüsselter Datenverkehr. Da gestern der CACert Stand gleich neben an stand habe ich einige Gespräche mit aufgefangen die zeigten wie wenig sich selbst technisch interessierte mit dem Thema beschäftigen.
Mir selbst viel auf das ich einige Leute kenne die einen PGP / GnuPG Schlüssel haben, diesen aber nicht verwenden. Was spricht denn dagegen jede Mail zu signieren die man verschickt. Ich muss ehrlich gestehen, Leuten von denen ich nicht weiß das sie einen Key haben schicke ich auch nur Klartextmails, denn ich habe keine Lust immer nach Keys auf den Servern oder Webseiten zu suchen. Wenn ich aber von meinen Kontakten signierte Klartextmails bekomme, importiere ich automatisch den Key und verschicke in Zukunft verschlüsselte Mails.
In dem Sinne: Signiert eure E-Mail und veröffentlicht eure Public-Keys, Briefe unterschreibt ihr doch schließlich auch ;)
Review: 5. Linux Info Tag
Gestern fand in Dresden der 5. Linux Info Tag, erstmals im neuen Fakultätsgebäude der Informatik, statt. In zwei Tracks mit insgesamt 14 Vorträgen wurde viel geboten, sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene. Im Foyer der Fakultät tummelten sich Stände von der Dresdner Linux Usergroup, Openoffice, Kubuntu, der Dresdner TeX Usergroup uvm. Neben diesen aber auch unser Stand vom AK-Vorrat. Ich hatte kurzfristig den Stand angemeldet um hier noch einmal auf die Demo am 6. November hinweisen zu können und die Leute über die Vorratsdatenspeicherung zu informieren. Zwar bekam ich so von den Vorträgen und Workshops nichts mit, was sich aber mehr als gelohnt hat.
Etwas mehr als 50 Verfassungsklage Vollmachten konnten wir an den Mann / Frau bringen. Das Feedback auf die Demo war sehr gut. Viele wussten bereits Bescheid, während wir auch hier auf Leute trafen die von dem Thema noch nichts wussten oder meinten das es noch in weiter Ferne liege. Resistente Personen die sich dem Thema verschlossen haben wir jedoch nicht getroffen. Das alles bestärkt mich wieder einmal in der Hoffnung das nicht alles verloren ist.
Auch sonst scheint mir der LIT ein Erfolg gewesen zu sein. Der benachbarte CACert stand jedenfalls hatte zusammen mit dem Stand der AGDSN (welche ebenfalls fleißig assurten) guten Zulauf. Ganz nebenbei habe ich dabei gleich mal meine 100 Assurer Punkte zusammengetragen und gleich noch ein paar Leute rückassured, damit kann ich nun endlich das volle Spektrum von CACert ausschöpfen.
Bundesweite Demo gegen Vorratsdatenspeicherung
Am 6. November finden sich in nunmehr 28 Deutschen Städten Menschen zusammen um gegen die bevorstehende Gesetzgebung zur Vorratsdatenspeicherung zu demonstrieren. Aufgerufen hat dazu der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und die Zahl der Unterstützenden Städte wächst noch immer.
Auch die Dresdner Ortsgruppe des AK Vorrat hat sich in der letzten Woche entschloßen etwas auf die Beine zu stellen. Wir werden am 6. November von 17 bis 19 Uhr eine Kundgebung mit anschließender Mahnwache auf dem Dr. Külz-Ring vor der Altmarktgalerie veranstalten. Mit der Kundgebung wollen wir die Bürger noch einmal darauf aufmerksam machen das jeder von uns betroffen ist und unsere Regierung wieder einmal mehr dabei ist ein weiteres Puzzleteil zum Überwachungsstaat zurecht zu schnitzen und einzusetzen. Ein Überwachungsstaat der eigentlich durch das Grundgesetz verhindert werden sollte, deshalb werden wir am 6. November diesem einen Grabstein setzen und mit einer Verlesung der ersten Artikel gedenken.
Auch wenn es nur eine kleine Kundgebung sein wird, findet sie in vielen Städten statt und aus vielen Regentropfen wird schnell ein Bach der sich in einen reißenden Strom verwandeln kann. Also kommt am 6. November ab 17 Uhr auf den Dr. Külz-Ring in der Dresdner Innenstadt oder besucht eine der anderen Kundgebungen im Bundesgebiet.
Der Leopard ist los... Zeit für ein Fazit...
Ja, seit vorgestern dürfte das neue MacOS X Codename Leopard nun ausgeliefert werden. Und seit nun etwa einem halben Jahr bin auch ich ein Nutzer des Macs geworden, Zeit also für ein Fazit bevor dann nächste Woche vielleicht die Neue Katze auf die Platte kommt.
Zuerst das positive, das MacBook Pro ist rasant flott, leicht und hat ein Top Display. Auch wenn ich die nicht LED Variante habe bin ich vollaus zufrieden. Das ganze Gerät ist auch nach längerer Benutzung robust gebaut und leicht zu Transportieren, manchmal denke ich zwar, ein wenig kleiner wäre auch ganz nett aber dann wieder bin ich froh über das große, helle und unverspiegelte Display.
Mit dem Betriebssystem bin ich ebenfalls zufrieden. Trotz seiner Propräiterität fühlt es sich echt smooth an. Die Benutzung geht einfach von der Hand und eigentlich sind alle Tools die man erstmal braucht (Web / Mail / Termine / Shell / Text / Multimedia) vorhanden. Wobei ich hier echt sagen ich nutze viele Tools erst gar nicht. Weder ITunes noch Apple Mail oder Safari gehören zu meinen Alltagsbegleitern. Ich möchte einfach nicht auf meine Plugins verzichten und ITunes gefällt mir einfach nicht. In allen drei Fällen greif ich auf Mozilla Produkte (Firefox / Thunderbird / Songird) zurück. Das hat auch den Vorteil das ich auf allen Rechnern wo ich zu tun habe, egal ob FreeBSD, Linux, Windows oder eben Mac das gleiche Tool zu haben ist. Was mir noch fehlt ist ein guter Bildbetrachter, sowas in der Art wie XNView (was unter OSX leider mit GTK1 angezeigt würde). Ebenfalls nicht ganz glücklich bin ich mit dem Finder, ich kann mich noch nicht so recht mit dem Workflow anfreunden, oft nutze ich den muCommander aber derzeit teste ich auch PathFinder auf Praktikabilität.
Zurück zur Hardware und deren Schwächen, das MacBook Pro wird einfach zu heiß. Zum normalen Arbeiten ist alles in Ordnung da kann man es auf dem Schoß haben, aber wenns mal richtig kräftig rechnen muss. Also beim Spielen oder Kompilieren dann dröhnen die Lüfter schnell mit 6000 RPMs was dann durchaus weniger angenehm ist :( Sonst bin ich aber zufrieden selbst an die Tastaturbelegung gewöhnt man sich mit der Zeit. Auch wenn ich mich frage warum diese zum einen anders sein muss als beim PC und zum zweiten Tasten wie die geschweifen und eckigen Klammern nicht beschriftet sind. Und liebes Apple Designteam. PageUp/Down und Home/End Tasten dürfen gern als eigene Tasten ausgeführt werden, bzw. wenigsten immer so funktionieren wie man es erwartet wenn man dazu die fn Taste drückt.
So long und nun warte ich auf den Leoparden und seine 300 Features von denen mich primär Spaces, Timemachine und die Stacks interessieren ;)
