Witzige Aktion aber System verpeilt
Die Stoppseite ist in aller Munde. Alle schimpfen auf die Zensur. Politiker kommen allesamt morgens ins Büro und lassen sich von ihrer Sekretärin das Internet ausdrucken. Auf Politiker-Stopp findet sich nun ein Ansatz der Gegenwehr. Per CSS Skriptchen soll das ausdrucken der Seite verhindert werden. Statt des Seiteninhaltes wird eine Stoppseite mit mehr oder weniger tiefgründigem Inhalt ausgedruckt.
Spart auf jeden Fall Papier, ist recht witzig gedacht geht aber irgendwie in eine falsche Richtung. Die Aktion schießt damit nicht auf die Verantwortlichen sondern auf die Breite Masse. Ich kenne genug Anwendungsfälle in denen man eine Internetseite ausdrucken will (Bestellbestätigung, Rezepte, Bastelanleitungen, etc.) und genau die werden bei der Aktion ignoriert.
Eine in meinen Augen sinnvolle Aktion wäre es die eigene Seite mit Hilfe der UEBERWACH! Blackliste zu filtern und den dort gelisteten Institutionen eine Sperrseite zu präsentieren. Wobei auch dabei die Frage bleibt ob man auch den Abgeordneten des Vertrauens aussperren will. Schließlich gibt es in unseren Parlamenten nicht nur Internetausdrucker und Datenkraken, auch wenn man die teils lange suchen muss.
Aber wie gesagt, ich finde die Aktion witzig, leider aber total am Ziel vorbei und irgendwie ein Paradebeispiel von blindem Aktionismus in der Art der Aktion Wir speichern nicht.
Petition gegen Indizierung und Sperrung von Internetseiten
Im Online-Petitionssystem des Bundestages läuft im übrigen derzeit eine Petition gegen die geplante Sperrliste des BKA. Begründet wird die Forderung mit dem fehlenden Nachweis der nachhaltigen Wirksamkeit der Maßnahmen.
Ubuntu 9.04 auf dem Thinkpad T61p
Unter Intrepid Ibex (Ubuntu 8.10) gab es ein paar kleine Haken was mein Thinkpad betraf. Nichts womit man nicht leben konnte aber dennoch schön das sie mit Jaunty Jackalope (Ubuntu 9.04) nun behoben sind. So funktioniert zum Beispiel der Hardware Kill-Switch fürs WLAN jetzt problemlos, abschalten, anschalten, wieder online sein. Ebenso sind die Problemen mit dem proprietären Grafiktreiber und X.Org nun behoben und das ein und ausloggen geht so flüssig wie man es sich wünscht. Ebenso funktioniert Suspend-To-Ram so wie man es will, inklusive dem WLAN das nach dem Aufwachen wieder ohne zu murren läuft.
Die Probleme waren vorher nicht fatal und mit ein paar kleinen Hacks auch zu beseitigen, aber schön das sie jetzt gleich ohne Bastelarbeit funktionieren. Sonst halten sich die Änderungen in Grenzen, OpenOffice ist jetzt nativ in Version 3.0 vorhanden was einem die Installation aus externen Quellen erspart. Sonst läuft nach meinem Erachten alles stabil und flüssig, eben so wie man es gern von einer Desktop-Distribution erwartet. Fast eben wie ein Mac nur eben frei.
Krone der Pornographie: Die Strumpfhose
Da schimpft man über Zensursula, das BKA und die Kinderpornosperrliste und am Ende sind die Suchmaschinen schneller. Dabei kann man inzwischen bei Microsofts Live Suche nicht mehr nach Porno oder Kinderporno suchen. Aber Microsoft geht da noch weiter und sperrt auch diese Perversen aus die nach einer Strumpfhose suchen.

1984 unter der Videokamera
Den Roman 1984 kennt man eigentlich aus der Schule oder hat zumindest davon gehört. Gleiches gilt für die Überwachungskameras in der Dresdner Neustadt, die dort nun seit längerem hängen und das Verbrechen bekämpfen. Beides zusammen kann man in den logischen Zusammenhang Überwachungsstaat einordnen und am 13. Mai um 17:30 auch live zusammen erleben wenn Annamateur unter der Überwachungskamera auf der Alaunstraße aus George Orwells Roman 1984 liest.
