Brücke fordert Opfer, Metropolis Kino vorläufig geschlossen

Ob es nun wirklich nur an der Waldschlößchenbrücke liegt oder ob noch andere Faktoren mitspielen sei mal dahingestellt. Offiziell schließt aber das größte Programmkino in Dresden wegen der durch die Waldschlößchenbrücke zurückgegangenen Besucherzahlen.

Aufgrund meiner abgelegenen Lage war ich eher selten im Metropolis zu Gast aber dennoch ist es Schade, war es doch ein schönes modern eingerichtetes Kino in dem Mainstream und Alternatives Kino friedlich koexistierten. Wie lange das Kino geschlossen bleibt ist offen, klar ist aber das ein wenig benutztes Kino schneller verschleißt als ein regelmäßig gereinigtes.

Review: 1. Dresdner Spielemesse

Am Samstag gab es unter dem Titel Spielraum Dresden fand am Samstag die erste Dresdner Spielemesse statt und ich war im Rahmen des Gugelgilde Standes mit dabei. Die Messe öffnete erst am Nachmittag um 14 Uhr ihre Pforten, ich war etwas zeitiger da und wurde erst einmal von einem Messemitarbeiter beim Flohmarkt zum Tor 1 geschickt, wo man mit sagte das es bei Tor 4 reingehe. Gottlob hatte der Mann aber ein Erbarmen und schleuste mich durch die große Halle zur Spielemesse.

Hier war denn alles ziemlich geräumig und wirke recht leer. Eine Reihe von Brettspielständen, so ein Riesentrampolin, eine Spielwiese und eine große Fläche mit Tischen für die Brettspieler waren zu entdecken.

Ach ja und natürlich der Stand der Gugelgilde mit einem zünftigen Tavernenzelt das vom Traumtänzer betreut wurde. Daneben gab es noch eine Photoecke, eine Kinderarena und Tische fürs Pen & Paper. Ab 14 Uhr trabten dann die Besucher in der Halle ein, viele Familien mit überwiegend kleinen Kindern. Die hatten ihren Spaß beim LARP-Pfeile schießen und in der Arena der Waldritter, aber keine Zeit fürs P&P.

Es fanden sich zwar einige interessierte aber läppische zwei Stunden waren den meisten schon zu viel um ein neues Spiel aus zu probieren. Eigentlich komisch denn manches Brettspiel fesselt inklusive Regeln lesen auch so lange, nur steht da auf der Verpackung nicht die wirkliche Spielzeit drauf. In Zukunft sollte man gleich Runden mit nur einen Stunde einplanen und nur ausdehnen wenn die Leute es wollen.

Kurz nachdem wir dann einen ersten Tisch abgegeben hatten begann dann die erste DSA Runde mit Spielern vom Stand und ich fand auch drei Mitspieler für eine Runde Kader 13, keine Neulinge und eigentlich sogar bekannte Gesichter, aber immerhin, sie kannten das System noch nicht. Etwa nach der Hälfte der Zeit gesellte sich noch ein weiterer Spieler dazu, der noch neu in der Branche des P&P war. Also kein Totalverlust. Auch am StarWars Tisch fanden sich später Spieler und gegen Abend wurde noch eine Runde Ratten voll.

Nach einen lauen Anfang also doch noch ein kleiner Erfolg fürs P&P Rollenspiel. Am Stand der Gugelgilde kann man sicher noch etwas optimieren, so fühlte ich mich bei der Standbetreuung immer etwas von den Besuchern abgetrennt, denn die große Ecke sorgte für unangenehme Distanz die sich nur durch davor stehen beheben ließ.

Spiegel Bashing

Die Linkspartei bestätigt eine lange gehegte Vermutung:

Das ehemalige Nachrichtenmagazin ist zum Boulevard-Blatt verkommen. Quelle: Die Linke

Unglaubliche Rollenspielsituationen: Das verminte Grab

Eine Gruppe von FBI-Agenten untersuchte den Todesfall eines Policeofficers irgendwo in der Pampa von Illinois und stieß dabei auf eine seltsame Gewebeveränderung bei den Toten und fand weitere Tote mit diesen Symptomen. Soweit so gut, die anderen Toten waren aber bereits unter der Erde, also begannen die Agenten mit einer systematischen Exhumierung, zuerst ein besonders auffälliges Opfer und der Schreck war groß, der Sarg war leer. Also gräbt man den zeitlich nächsten Toten aus und findet diesen im Zustand der beginnenden Verwesung wieder.

Da der zweite Tote noch in seinem Sarg lag lautet die Schlussfolgerung: “Jemand klaut die Leichen”. Die Agenten verscharren den Sarg also wieder und sinnen nach wie man den Verlust einer weiteren Leiche verhindern könne. Zuerst denkt man an eine Kamera, die ist aber nicht vorhanden und zu auffällig. Dann kommt ein Bewegungsmelder ins Gespräch, welcher aber wegen des vielen Getiers auf dem Friedhof als ungeeignet erscheint.

Als Alternative kommt also nur noch eine Farbbombe in Frage und damit man auch mitbekommt wenn sie hochgeht braucht man noch ein bisschen ordentlichen Sprengstoff der ein kleines Loch im Boden machen soll. Nun sind die Agents ja aber von der Spezialabteilung und so ein Kram wie Farbe und Sprengstoff werden nicht gekauft sondern selbst gemischt. Das Herz pocht, die Würfel fallen, bis auf den Sprengstoff alles gut. Vom Sprengstoff wird eine Probe genommen und zur Zufriedenheit ausprobiert. Das Grab wird vermint und die zufriedenen Agents fahren ins Hotel und wachen am nächsten Morgen von Sirenengeheul auf.

Der Sprengstoff war wohl etwas zu hoch dosiert und der Friedhofsgärtner zu arbeitsam, was ihm eine großflächige Verbrennung und einen schlumpf-blauen Tod bescherte.

Review: DreRoCo 4

Am letzten Wochenende war es nun wieder soweit, die DreRoCo ging in die vierte große Runde. Bei der Location blieben wir beim Jugendtreff Checkout im alten Bahnhof Niedersedlitz, was wie auch im letzten Jahr eine gute Wahl war. Mit viel mehr Zeit und Ruhe richteten wir am Freitag die Räume nach unseren Bedürfnissen ein. Einen großen Dank hier an die Betreiber, denn wir ließen quasi kein Möbel an seinem Platz und gestalteten jeden Raum komplett neu.

Gegen 16 Uhr tauchten dann auch schon die ersten Spieler auf und um 17 Uhr zur Eröffnung füllte sich der Saal schon sehr angenehm. Ärgerlich nur das all die Menschen schon gegessen hatten und unsere Grillwurst quasi verschmähten. Um 18 Uhr schließlich ging es los, die ersten Runden wurden ausgehängt, leider viel zu wenig denn zwei angemeldete Runden fanden aufgrund verspäteter Meister nicht statt. Die wenigen rundenlosen Spieler sammelten sich am Ende in der Haupthalle zu einer Runde Risus. Da ich Bardienst hatte fand ich hier Gelegenheit mir das echt witzige System mal aus der Nähe anzusehen.

Es ist einfach funky nur mit was man nur mit ein paar Klischees alles machen kann. Auch in der Nacht liefen dann mehrere Runden und ich selbst kam erst am Samstag Nachmittag wieder zur Con zurück. Auch da waren die Runden gut gefüllt und die Spieler hatten sichtlich Spaß bei der Sache.

In der großen Pause dann wurde die übliche Tombola veranstaltet und die Spieler mit Gaben vom Hole of Fame und dem Mytholon Leipzig glücklich gemacht. Im Abendblock hatte ich selbst eine Kader 13 Runde angemeldet bei der ich die Spieler in der Rolle von FBI Agenten in das abgelegene Huntville schickte wo sie eine Serie von mysteriösen Todesfällen aufklären sollten. Ich glaube ich werde die Runde nie vergessen, zumindest nicht das nach der Exhumierung verminte Grab.

Am Samstag dann war es wieder ruhiger die Zombies der Nachtrunde hatten bis um sechs Uhr in der Frühe am 50. Magischen Gildenturnier teilgenommen entsprechend zeichneten sich beim Frühstück die Augenringe ab. Die letzte Runde am Sonntag verließ dann nach einer anstrengenden aber auch sehr schönen und Abwechslungsreichen Con gegen 17 Uhr den Jugendtreff.

Es war sicher wie immer nicht alles perfekt aber auf jeden Fall haben sich die nimmer leeren DreRoCo Tassen mit eingebauter Flatrate bewährt. Die Besucher konnten ihr Teewasser oder den Kaffee selbst zapfen und auch das Programmheft kam sichtlich gut an. Die Arbeit hat sich also gelohnt. Auch das System bei den Einschreibungen hat sich bewährt. Statt sich an zentraler Stelle einzuschreiben wurden nur noch die Tische ausgehängt und die eigentliche Einschreibung passierte dann beim Spielleiter.

Einziger Wermutstropfen, die Con war viel zu schnell vorüber, aber es gibt eine neue im nächsten Jahr und bis dahin wird der Rollenspielbrunch im Traumtänzer fortgesetzt. Mir bleibt nun nur noch einmal den Spielern, Helfern und der Orga für ein rundes, gelungenes Event zu danken!