Wer weiß schon was sich hinter einem neuen Kollegen verbirgt? Wer weiß ob die Einführung einer neuen Methode oder Technologie den erhofften Erfolg bringen wird? Die Frage steht oft im Raum, vom Management bekommt man dann gern einen Vertrauensvorschuss.

Aber was ist eigentlich ein Vertrauensvorschuss? Kann man Vertrauen eigentlich vorschießen? Ist Vertrauen so etwas wie eine Währung? Ist es ein Topf der man voller oder mal weniger voll sein kann? Oder ist Vertrauen doch eine binäre Sache?

Meine ganz persönliche Meinung: Entweder man hat Vertrauen, oder eben nicht. Vertrauen bedeutet für mich, dass ich daran glaube das Jeder sein Bestes gibt und an einem Erfolg interessiert ist. Dabei akzeptiere ich aber auf der anderen Seite, dass ein Scheitern möglich ist oder auf dem Weg zum Ziel Fehler passieren.

Ein Vertrauensvorschuss bedeutet in meinen Augen, dass ich eben nicht daran glaube das jemand ein gesetztes Ziel erreichen wird. Oder zumindest nicht den vorgeschriebenen Weg einhalten wird. Es bedeutet, dass ich eigentlich nicht vertraue und im Falle eines Scheiterns mit negativen Konsequenzen agieren werde. Ein ausgesprochener Vorschuss von Vertrauen ist für mich also in aller Regel die Ankündigung von Erfolgsdruck und Kontrolle.


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