Nein für paranoide Zeitgenossen mit einer Neigung für globale Verschwörungen ist Ingress wahrlich nichts. Googles Softwareschmiede Niantic Labs hat mit Ingress ein ziemlich suchtiges Alternate Reality Spiel in die Welt gesetzt.

Der Hintergrund ist schnell erzählt: Überall auf der Welt manifestieren sich Portale aus denen Exotische Materie (XM) strömt, welche den sogenannten Shapern dazu dient Einfluss auf die menschliche Entwicklung zu nehmen. Der Spieler schlüpft in die “Rolle” eines Agenten des “Widerstandes” oder der “Erleuchteten” welche jeweils versuchen diese Portale zu manipulieren um entweder die Menschen vor dem Einfluss der Shaper zu schützen oder andererseits diese zu unterstützen.

Spieltechnisch heißt es erstmal leveln um die bestmögliche Ausrüstung verwenden zu können. Dabei gilt es 8 Stufen zu erklimmen, in eben so vielen Qualitäten gibt es dann auch die Ausrüstung und die Portale. Spielerisch geht es darum die Portale zu übernehmen, auszubauen und zu verknüpfen. Die meisten Punkte gibt es dabei offensichtlich für das sinnvolle verknüpfen dreier Portale so das zwischen diesen ein Feld entsteht, bzw. dem zerstören eben solcher.

Darstellungstechnisch präsentiert sich das Spiel in der Art einer Kartenapp angereichert mit 3D Animationen für die Portale und die umherfliegende Exotische Materie. Der Sichtbereich ist auch ein paar hundert Meter eingeschränkt, so dass man für bei strategische Planungen besser auf die Intel genannte Weltkarte im GoogleMaps Format setzt. Noch besser man installiert sich IITC (Ingress Intel Total Conversion) welches diese offizielle Webkarte mit netten Infos anreichert bwz. auch als App zum Download bietet.

Dem einzelnen Spieler ist es dabei nicht möglich ein Portal maximal auszubauen, dazu bedarf es der Zusammenarbeit mehrerer Spieler. Um beispielsweise ein Portal auf Stufe 8 zu bringen braucht man ohne Tricks auch acht Spieler der Stufe 8. Das Geschehen auf den Spielfeld gestaltet sich dabei relativ dynamisch da die Verteidigung von Portalen aufgrund der realen Komponente wie Zeit und Ort nur bedingt möglich ist.

Die Spieler organisieren sich zumeist in Google+ Communities, treffen sich zum Spielen in der Stadt und auf dem Land oder schwatzen auch mal in der Kneipe beim Stammtisch. Allein macht spielen sicher keinen Spaß, man kann aber auch spielen ohne ständig im Rudel aufs Display zu starren.

Was man wissen sollte, Ingress ist in der Betaphase und insbesondere am Langzeitspaß und dem Balancing wird derzeit noch viel gefeilt. Ebenso sollte man bedenken das es sich um ein Online Spiel mit Echtweltkomponente handelt und jeder eurer Spielzüge natürlich ein perfektes und lückenloses Bewegungsprofil hinterlässt.

Wer aber einen guten Akku und eine Flatrate sein Eigen nennt und mit diesen Einschränkunken leben kann bekommt ein recht spannendes Augmented Reality Spiel.


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