Hinter ELENA verbirgt sich der neueste Schrei der Datensammlung. Es werden umfangreiche Daten über Beschäftigungsverhältnisse zentral gesammelt. Arbeitgeber sollen verpflichtet werden diese Daten zu übermitteln. Zu diesen Daten gehören auch Kündigungsgründe, Teilnahme an Streiks, Gehälter und Fehlzeiten. Monatlich sollen diese Daten von den Arbeitgebern aktualisiert werden.

Eine Katastrophe für jeden der seinen Job verliert weil ihn sein Chef wegen “Arbeitsverweigerung” rausschmeißt, der eine schwere Krankheit hatte oder in der Gewerkschaft ist. Denn der Eintrag wird frühestens entfernt wenn ein Prozess vor dem Arbeitsgericht Erfolg hatte.

Der FoeBuD organisiert nach der kürzlich erfolgreichen Verfassungsklage gegen die Vorratsdatenspeicherung eine öffentliche Verfassungsbeschwerde nach gleichem Muster. Auf der Webseite des FoeBuD: https://petition.foebud.org/ELENA trägt man alle relevanten Daten ein und bekommt kurz darauf eine E-Mail mit dem Link zu einem PDF Dokument. Dieses muss man lediglich ausdrucken und in einen Fensterumschlag stecken.

Die Teilnahme ist kostenlos und wichtig, denn die Auswirkungen einer derartigen Datensammlung sind nicht nur Datenschutzrechtlich sondern auch moralisch eine Katastrophe.


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