Immerhin ist unsere Gesellschaft konsequent wenn es darum geht Leistungen und Dienstleistungen zu fordern. Die staatlichen Schulen sind schlecht, die Lehrer ausgebrannt oder schlecht qualifiziert da muss was neues her. Das Konzept heißt Privatschule und ist nichts weiter als eine Schule die sich vom Schulgeld der Schüler Dinge leisten kann die an einer staatlichen Schule meist undenkbar sind. Und glaubt man neuesten Umfragen wird dieses Konzept immer beliebter.

Schule, das ist lange nicht mehr der Ort an den man geht um zu lernen, Schule das ist der Ort an den man geht um etwas beigebracht zu bekommen, ein Ort von dem man eine Leistung einfordern kann, ein Ort der eine Dienstleistung erbringt. Die Lehrer verkommen dabei zu Dienstleistern die einem Kellner gleich das Wissen schön garniert auf einem Tablett in die Mäuler stopfen soll. Dabei soll der Kellner auch nicht zucken wenn ihm der Gast das Essen vor die Füße kotzt oder ihn dumm anmacht, im Zweifel wird dann mit Anwalt gedroht oder Strafanzeige gestellt.

Und wenn dann die Qualität sinkt weil Klassen immer größer, Leistungsunterschiede immer größer werden dann machen wir ein neues Konzept auf und versuchen uns Qualität zu erkaufen. Denn mit dem Geld das wir für unsere Sprösslinge zahlen haben wir ja auch gleich ein perfektes Druckmittel. Eine Privatschule ist im Gegensatz zur staatlichen Schule darauf angewiesen das Eltern und Kinder glücklich sind.

In meinen Augen ist das einfach nur unsoziales Verhalten. Unsozial seitens des Staates der es zulässt das sich wohlhabende Eltern eine scheinbar bessere Bildung erkaufen und unsozial von den Eltern die ihre Kinder in eine Privatschule schicken statt das Geld in eine staatliche Schule zu investieren.

Möglichkeiten gibt es da viele, oft gibt es Möglichkeiten für Eltern den Alltag der Kinder zu bereichern und die Lehrer zu entlasten. Das fängt bei der Zeit an die man investieren kann um mit dem Kind gemeinsam zu lernen und endet noch lange nicht beim Arbeitseinsatz auf dem Schulhof. Warum das so ist? Zum einen stinkt Geld nun mal nicht und eine staatliche Schule zu unterstützen fordert oft ehrenamtlichen Einsatz und außerdem kauft man ja in der Privatschule ein die Bildung für das eigene Kind und finanziert nicht die Kinder von Alkoholikern mit.


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