Nachdem Kader 13 jetzt einige Monate auf der Festplatte gelegen hatte ich gestern dann doch mal die Möglichkeit ein kleines Abenteuer zu meistern und die Regeln im groben zu testen. Hier nun die gesammelten Erfahrungen.

Zunächst die Charaktererschaffung, wir brauchten inklusive von Erklärungen, Setting und Gruppenprofil etwa eine Stunde dann waren wir soweit uns vom Tresen an den Spieltisch zu verkrümeln. Deutlich wurde beim generieren das es gar nicht so einfach ist sich auf Stereotypen, Lifestyle und Spezialisierungen fest zu legen wenn man vorgegebene Charaktermuster gewohnt ist. Ganz klar gibt dies dem System aber auch eine unendliche Freiheit und konzentriert die Charaktererschaffung stark aufs Wesentliche und dürfte mit festen Vorgaben auch in ein paar Minuten zu machen sein.

Das Setting ist von Kader 13 nicht fest vorgegeben und lässt sich grundsätzlich überall hin verlegen. Als Ideen standen bei uns Settings in Richtung Van Helsing, Kalter Krieg, Akte X, Buffy und Co. zur Diskussion. Am Ende verlegten wir uns in eine Version der USA, genauer nach Dallas, kurz nach der Inthronisation von Präsident Bush Junior.

Die Gruppe selbst definierte sich als freischaffende Monsterjäger und bestand aus einem Öko-Hippie-Hexer, der sich auf okkulten Kram, Rauschkräuter und Hexerei spezialisiert hatte und mit einem 60er Jahre VW Bus durch die Gegend fuhr. Nummer zwei im Bunde war ein ehemaliger Spezial Forces Offizier mit wissenschaftlicher Ausbildung und Anleihen bei Mc Guyver und Mr. Spock, der ein ganzes Arsenal an Waffen und Messgeräten mit sich herumschleppte. Abgerundet wurde das Konzept von einem Dealer der als Kontakt- und Sozial-Charakter agierte und auch die Aufträge für die Gruppe beschaffte.

Das Würfelkonzept von Kader 13 ist bei mit seiner Grundschwierigkeit von 13 und 1W10 + X (wobei X bei frischen Charakteren ein Wert zwischen 4 und 8 ist) ziemlich tricky. So das eine Erschwernis der Proben den Schwierigkeit ziemlich steil nach oben ziehen. Um nicht jede Probe für die Spieler zu erleichtern könnte man vielleicht einen W12 statt des W10 ausprobieren.

Die Rundenorientierung beim Kampf haben wir einfach noch weg rationalisiert und den Kampf dafür eher fließend ablaufen lassen. Allgemein eignet sich das System, schon durch seine Anleihen im TV-Serien Genre recht gut zum cineastischen Spielaufbau. Das vorhandene System könnte man auch einfach mit einem Counter versehen und je Aktion runter zählen um eine realistische Reihenfolge zu bestimmen.

Mal sehen ob sich morgen beim Rollenspielbrunch im Traumtänzer wieder ein paar Spieler finden die sich mit dem mysteriösen Kader 13 anlegen.

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