Gestern nun machte der erste Link-Verkürzungsdienst (tr.im) die Pforten dicht. Nur noch bis Ende des Jahres werden die verkürzten Links verfügbar sein, dann ist Ende, Schluss, Sackgasse eben. Seit es diese Dienste gibt frage ich mich zum einen was die Motivation der Betreiber ist.

So ein Dienst muss um nicht verlacht zu werden gut verfügbar sein, wird im Zweifel stark frequentiert und kostet also Geld in Form von Bandbreite und Serverkapazität. Die Einnahmen dürften sich auf Werbung und Verkauf von Nutzerprofilen und Nutzungsdaten beschränken. Gerade letzteres schon an sich ein Grund gegen Link-Verkürzungsdienste. Tatsächlich aber ist die Nutzung von Abkürzungen grundsätzlich eine Sackgasse im Falle das der Anbieter die Pforten schließt, anfängt Inhalte zu zensieren oder durch technisches Versagen Links auf Viagra Verkaufsplattformen umgebogen werden.

Unterstützenswert würde ich es dagegen finden wenn Content-Management Systeme einfach mal kurze Permanent-Links anbieten und verwenden würden, denn was /politik/deutschland/0,1518,641644,00.html noch mit Suchmaschinenoptimierung zu tun hat erschließt sich mir nicht mehr in Gänze.


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