Normalerweise brauche ich zur Arbeit mit Subversion (SVN) keine fette GUI. Das Kommandozeilentool ist leicht zu bedienen und wenn man die grundlegende Arbeitsweise verinnerlicht hat erledigt die automatische Vervollständigung der Zsh den Rest. Bei der Arbeit mit Eclipse habe ich normalerweise noch Subclipse installiert was ein paar nette Features (Vergleich von Revisionen, Annotations, usw.) in die Entwicklungsumgebung integriert.

Die Kollegen mit Windows haben es da teilweise in ihrem Explorer mit TortoiseSVN noch ein Stück komfortabler, denn durch Tortoise sieht man dort auf den ersten Blick ob ein Verzeichnis oder eine Datei bereits versioniert ist, ob sie lokal verändert wurde und was svn status sonst noch so über sie aussagen kann. Unter Linux fehlt mir so ein Tool ehrlich gesagt, es ist schon echt komfortabel auch über den Dateibrowser Zugriff auf die SVN Metadaten zu haben.

Seitens des mit Gnome verknüpften Nautilus Dateibrowsers gibt es neben einer Reihe einfacher Skripte für commit und update auch NautilusSVN welches sich nahtlos in den Dateibrowser integriert. Über das Kontextmenu bietet NautilusSVN alle denkbaren und sinnvollen SVN Funktionen an und zeigt über kleine Symbole auch auf Datei und Verzeichnisebene den Zustand der Dateien an. Sehr praktisch und aufgeräumt wie ich finde. Also eine prima Adaption von TortoiseSVN aus der Windowswelt, nur besser weil Open-Source.

Neben einem fertigen Paket für Ubuntu steht selbstverständlich auch ein Pakete zur manuellen Installation unter anderen Distributionen zur Verfügung.


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