Die alte Diskussion um Killerspiele kennt man ja nun inzwischen. Das jetzt aber auch Rollenspiel, genauer Live Action Rollenspiel (LARP) dazu gehört ist neu. Spüren musste das die Orga des Dortmunder Cons “Tremonias Erben III”. Das dortige Jugendamt untersagte dort kurzerhand die Con in einem Jugendzentrum. Begründet wurde dies mit dem Amoklauf des pubertären Vollspacken in Winnenden.

Offizielle macht man sich angesichts der täglichen Amokläufe Gedanken um das Konzept in Bezug auf Gewaltprävention. Tatsächlich bin ich ja auch kein Fan von Latexschwertgefechten. Doch ist dies wiedermal ein klassisches Beispiel von mangelnder Kompetenz und Toleranz. Am Ende so scheint es das dem Jugendamt jemand ein Youtube Video zugespielt hat bei dem sich Leute in Mittelaltergewand in einer Kneipe prügeln. Womit ich dann wieder bei meinem Lieblingskind der Medienkompetenz angekommen bin.

Warum bitte sind die Verantwortlichen nicht in der Lage sich zu informieren, mal zu schauen ok, hier gibt es ein Video das ein Extrem zeigt, ist das denn allgemein so? Warum spricht man nicht mit den Organisatoren, mit engagierten Vereinen und den Teilnehmern. Verteufeln ist eben doch zu einfach und dagegen hilft nur eins, es ihnen so schwer wie möglich zu machen. Weder Computerspiele, noch Liverollenspiele, geschweige denn Tischrollenspiele sind gefährlich. Gefährlich ist allein der ungefilterte Konsum.


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