Objektivität ist etwas feines, nur leider absolut unmenschliches. Wenn man heute über die DDR spricht, dann entweder abwertend über die marode Welt oder verklärt über die Heile Welt in der jeder Arbeit hatte. Die Wahrheit liegt wohl wie so oft dazwischen und hat ihre Wurzeln in Großmächten die meinten einen Staat aufteilen und zusammenfügen zu können wie ein Legohaus. Das dabei Menschen zu Schaden kommen könnten, das war und ist Nebensache an denen diese Menschen am Ende selbst Schuld sind.

Was mich beunruhigt, ist die Entwertung von DDR-Geschichte, weil damit auch die Lebensläufe von DDR-Bürgern entwertet werden. _Quelle: [Sächsiche Zeitung](http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2062472)_

Die DDR und vor allem die sogenannte Wende werden nur noch vom entfernten heutigen Standpunkt betrachtet und dabei wird zu gern vergessen was die Ursachen waren und gewesen sein könnten. Für den Augenblick ist es immer leicht sich zu drehen, das scheinbar bessere zu adaptieren und alles was war zu verteufeln. Reformen, das heißt für mich eigentlich etwas bestehendes zu überdenken und zu verbessern, aber in wirklichkeit beuteten sie entweder Stillstand durch Aufblähung oder Zerstörung die Unkenntlichmachung des alten.

Ohne den 30. Januar 1933 kein Zweiter Weltkrieg, ohne Krieg keine Spaltung, ohne Gründung der Bundesrepublik keine DDR, ohne Beitritt zur Nato kein Warschauer Vertrag, ohne Militärbündnisse keine Mauer zwischen ihnen - das ist die geschichtliche Logik, die verdrängt werden soll. Ich wollte 1989 einen erneuerten Sozialismus. _Quelle: [Sächsiche Zeitung](http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2062472)_

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