So gestern war nun die Oberbürgermeisterwahl in Dresden und gerade mal 42,2% der Dresdner haben es bei strahlendem Sonnenschein in die kühlen Wahllokale geschafft. Das Ergebnis kann man nun deuten wie man will, die CDU liegt bedauerlicherweise mit ihrem Ergebnis da wo die Nazis ihre Wahlplakate hinhängen und die anderen Kandidaten dümpeln auf etwa gleichem Niveau zwischen 10 und 15 Prozent.

  • Helma Orosz (CDU) 47,61 %
  • Klaus Sühl (DIE LINKE.) 14,47 %
  • Peter Lames (SPD) 12,45 %
  • Dirk Hilbert (FDP) 12,13 %
  • Eva Jähnigen (Bündnis 90 /Die Grünen) 9,88 %
  • Friedrich Boltz (Bürger Liste Dresden) 2,49 %

Positiv ist auf jeden Fall das die Nazis (vertreten durch die SVP (die mit den REP Wahlplakaten)) und die Büsos nur ein halbes Prozent abstauben konnten. Beachtlich ist dagegen durchaus das Ergebnis des freien Kandidaten Friedrich Boltz (dessen Wahlprogramm dem von Klaus Sühl durchaus sehr nahe kommt). Welche der Kandidaten zur Stichwahl antreten ist noch unklar, Hilbert berät dies noch in internen Gremien, Frau Jähnigen verspricht schonmal im Stadtrat weiter zu arbeiten und Peter Lames schweigt sich auf seiner Homepage aus, während Klaus Sühl bereits ankündigte sich der Stichwahl zu stellen.

Indes mag eben diese dennoch eine Farce sein, denn selbst wenn nur noch Sühl und Orosz antreten würden müssten bei gleicher Stimmzahl alle Wähler die das letzte Mal andere Kandidaten gewählt haben diesmal den Kandidaten der Linken wählen. Und das FDPler eher die CDU wählen denn die Linken versteht sich von selbst und die SPD hat ja wie so oft bewiesen auch eine tiefe Phobie vor dem linkeren Spektrum. Interessant könnte es dennoch werden, wenn siegessichere Wähler doch daheim bleiben, neu motivierte Nichtwähler zur Wahl gehen oder Sturköppe nicht zur Wahl gehen weil die Lieblingspartei nicht mehr dabei ist.


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