Besser spät als nie ;) Letzte Woche gab es am Mittwoch Abend einen Info Abend zum Thema Datenschutz. Organisiert vom Bürgernetz und dem Exma Amt. Hauptredner waren Prof. Andreas Pfitzmann von der TU-Dresden und Dr. Alexander Dix dem Datenschutzbeauftragten von Berlin. Abgerundet wurde das ganze von einer guten aber dramaturgisch Verbesserungswürdigen Darstellung einen klassischen Neudeutschen Datenschattens von Markus Weiland.

Pfitzmann leitete seinen Vortrag mit einem durchaus treffenden populärwissenschaftlichen Beispiel ein:

Wenn man einen Frosch in einen Topf mit kochendem Wasser wirft springt er herraus und hat nur ein paar Verbrennungen. Setzt man ihn aber in kaltes Wasser und erwärmt dieses wird er jämmerlich verkochen.

Und beobachtet man die Gesellschaft so sind wir die Frösche und das Wasser wird gerade lauwarm. Wenn ich nur an die vielen Menschen aus meiner Umgebung denke die sich keine Gedanken darum machen von wem sie wann, wo und vor allem warum beobachtet, registriert und katalogisiert werden. Womit dann auch schon das Thema von Herrn Dix, die kommenden Gesetze zur Voratsdatenspeicherung, aufgeworfen wird.

In 5 Thesen erläuterte er warum Voratsdatenspeicherung nicht nur unsinnig, sondern auch gefährlich ist. Dabei stellte er klar das Bürgerrechte und Datenschutz nicht das Privileg und somit auch nicht das Problem von einzelnen Personen sind, sondern ein globales, gesellschaftliches Problem darstellen. Ein Problem, das unsere so hoch gelobte demokratische Gesellschaftsstruktur bedroht.

Den Abschluß des eigentlichen Vortragsparts bildete der fiktive Freitag eines fiktiven Studenten der leider gar nicht so fiktive Spuren und Profile hinterließ. Dabei waren die Beispiele und erläuterungen gut, jedoch hätten sie noch knackiger formuliert sein können.

Zum Ende des Abends gab es noch eine Fragerunde mit Andreas Schurig, dem Datenschutzbeauftragten von Sachsen, wobei sich die Fragen hier im üblichen bürgerlichen hielten. Sicher war dies auch nicht der Ort andem man das komplexe Thema erörtern konnte. Alles in allem war es dennoch eine interessante Veranstaltung und ich war geradezu erstaunt, das der Hörsaal im HSZ doch relativ voll war.

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