Es ist schön wenn man nach der Arbeit geschwitzt mit dem Fahrrad nach Hause kommt, die Zeitung mit den Badessen aus dem Zeitungskasten holt und erstmal überlegt ob das saugfähige Papier zum beseitigen des Stirnschweisses geeignet seie. Leider gänzlich ungeeigneter ist jedoch das auf Glanzkarton gedruckte Wurfblatt der NPD-Sachsen (‘Klartext Nr. 8’), welches auf vier Seiten zuerst die Schmunzelmuskulatur strapaziert und dann mit dem Gedanken an manchen weniger informierten Nachbarn der schonmal, aus dem Fenster, über Kommunistenschweine wettert doch wieder Nachdenklich macht.

In jedem Falle interessant ist die Darstellung, der Schreiberlinge aus dem Sächsischen Landtag, über die Aufmärsche zum 1. Mai in Leipzig und Rostock. Nicht das von gewaltbereiten Linken die Rede ist (die Sprüche kennt man ja und leider sind auch immer solche Spacken mit dabei auf die Gewaltbereitschaft passt wie die Faust aufs Auge) regt hier zum Denken an, sondern vielmehr lässt einen die Aussage das der Staat die ‘bösen’ Gegendemonstranten schickt fast schon weinen:

Nachdem rechte Demonstrationen über Jahre willkürlich verboten wurden und die Verwaltungsgerichte diese Verbote immer wieder wegen eklatanter Rechtsbrüche aufhoben, haben die Verantwortlichen die Strategie geändert. Nationale Dissidenten dürfen eine Demo anmelden [...] Dafür wird nun aber immer öfter eine Situation konstruiert, in der die Fortbewegung der Demonstration eingeschränkt oder unterbunden wird.

Ja so ist er unser neo-liberaler Rechtsstaat, behindert die armen Patrioten beim Schnauze voll haben!


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