Auch wenn ich noch bis Ende Januar Zeit habe mich um ein Abschlußprojekt meiner Ausbildung zum Fachinformatiker zu kümmern hatte ich heute ein sehr erfreuliches Gespräch mit meinem Betreuer.

Bisher habe ich mich ja immer um das Webfrontend von BenchIT gekümmert, also der Standardschnittstelle für den Benutzer wenn es darum geht seine Ergebnisse zu visualisieren. Dort sind zwar noch einige Baustellen offen und eine ganze Reihe von Features in der Queue, aber so richtig glücklich war ich immer nicht mit dem Gedanken als Abschlussprojekt ein Stück Webseite zu realisieren. Im Sinne und am niveauvollen IHK Horizont wäre das sicherlich, aber für mich selbst eben gar nicht.

Die eigentliche Idee zu meinem jetzt erstmal festgezurrten Abschlussprojekt hatte ich eigentlich schon vor einer ganzen Weile und kam eigentlich heute nur im Gespräch mit Robert über mögliche Projektthemen wieder darauf zurück. BenchIT ansich bietet ja eine recht homogene Plattform verschiedene Unixsysteme zu vermessen. Von der Funktion her besteht BenchIT im eigentlichen aus einem zentralen Interface und einer Reihe von Messkernen die verschiedene Routinen mit verschiedenen Bibliotheken und Sprachen implementieren. Diese Kerne verrichten dann ihre Arbeit und die Ergebnisse werden in einem File abgelegt welches neben den Meßergebnissen auch noch informationen über den Meßkern, die Meßumgebung und die Hardware des vermessenen Systems enthält.

Dieses File kann man dann mittels Gnuplot direkt, oder über die Webseite, oder über eine JAVA-GUI visualisieren und auswerten. Allerdings ist dies auf in C, Fortran und in JAVA geschriebene Kerne beschränkt. Kerne in Skriptsprachen die also einen Interpreter benötigen werden davon noch nicht erfasst und können somit nicht untersucht werden.

Sicherlich wird niemand versuchen Perl, PHP, Ruby und Co. im Hochleistungsbereich zu vermessen, aber um auf verschiedenen Systemen die Leistungsfähigkeit von verschiedenen Skriptsprachen unter verschiedenen Bedingungen zu testen, ist BenchIT von seinem Ansatz her prädestiniert. Lange Rede kurzer Sinn also meine Aufgabe für das nächste Jahr besteht also darin eine Schnittstelle zu entwickeln mit der es möglich ist Meßkerne in beliebigen Skriptsprachen zu schreiben, und dann mittels BenchIT zu auszuführen.

Für mich ist das zwar nach Jahren des fast nur Web-Hackens fast wie Neuland aber ich freue mich schon auf die Arbeit und vor allem die Ergebnisse und werde sicher weiter darüber berichten!

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