reapers blog
reaper, 12.08.2008
reaper, 06.06.2008
Durch das Openstreetmap (OSM) Projekt bin ich mal wieder auf die fixe Idee gekommen mir einen GPS Tracker zu kaufen. Nicht das ich jetzt unbedingt Städte damit Kartografieren will aber vor allem in weniger bevölkerten und ausgeschilderten Wandergebieten ist es manchmal hilfreich zu wissen wo man sich befindet. Eine Karte hilft zwar meist weiter aber auch nur wenn man genug Anhaltspunkte hat um die eigene Position zu bestimmen. Recht praktisch und dabei auch noch mit anderen netten Effekten behaftet ist da eben so ein kleiner GPS Tracker.
GPS Geräte gibt es inzwischen einige Jahre, die bekanntesten Vertreter sind sicher die inzwischen allgegenwärtigen Autonavigationssysteme. Zum Wandern sind diese allerdings nur bedingt geeignet, sie brauchen viel Strom, sind zu groß und nicht gerade robust gebaut. Meine Suche durch den Jungel von Geräten brachte mich Schlussendlich zum Gramin eTrex. Garmin hat eine ganze Reihe von GPS Produkten im Angebot, wobei man Grundsätzlich zwischen Modellen mit und ohne Kartenansicht und mit externer Speicherkarte wählen kann. Auf letztere kann man komplexe topografische Karten laden die es bei Garmin für teuer Geld zu kaufen gibt. Ich für meinen Teil hab mir für den Einstieg ein eTrex Venture HC zugelegt.
Das Gerät hat ein Farbdisplay mit Kartenansicht und 24 MB Platz für Kartendaten. Standartmäßig ist eine Weltkarte installiert die in Deutschlad etwa bundesstraßengenau ist (was natürlich rein gar nix nutzt). Die Karte habe ich inzwischen durch OSM Karten überschrieben (der Raum zwischen Berlin im Norden und Prag im Süden braucht dabei etwa 9 MB an Platz). Von der Qualität der Ortung bin ich angenehm überrascht, nach ca 2 Minuten hatte das eTrex seine Sateliten gefunden und zeigte eine Genauigkeit von 5 Metern an, was durchaus passt. Je nach Umgebung sinkt die Genauigkeit zwar aber für Orientierung und Routenprotokoll reicht es auf jeden Fall.
Die mitgelieferte Software ist wie so oft nur für Windowskisten gedacht, für Mac kann man inzwischen auch eine Betaversion runterladen die aber noch viele Funktionen vermissen lässt und nicht mit OSM Karten umgehen kann. Zum Glück gibt es aber noch QLandkarte als Opensource für Linux, Mac und Windows womit sich dann Karten hoch und Daten runterladen lassen.
tags: gps wanderung travelreaper, 27.08.2007
Seit Mai bin ich nun stolzer Besitzer eines Pretty Boy XL von Crumpler. Und der Rucksack hat gehalten was der erste Eindruck versprochen hat. Das Volumen reicht für Tagestouren locker aus. Im Zweifelsfall passt auch eine 1,5 Liter Flasche rein, auf jeden Fall aber Proviant, Kamera + zweites Objektiv und ein Pullover oder Regenjacke.
Beim Thema der Rucksack ist tatsächlich Regendicht. Das Material ist so fest gewebt das keine Feuchtigkeit ins innere kommt. Ich bin zweimal in kräftigen Regen gekommen ohne das auch nur ein Hauch von Feuchtigkeit eingedrungen wäre. Einen Regenüberzug kann man sich also sparen.
Auch der allgemeine Tragekomfort ist sehr gut. Selbst auf Reisen wenn der Rucksack knallig voll gepackt ist merkt man kaum etwas von dem Gewicht. Die Last verteilt sich sehr gut und gleichmäßig auf beide Schultern und auch nach nem Tagesmarsch schmerzen die Schultern kaum (zumindest weniger als bei meinem alten, normalen Rucksack). Einziges Manko ist hier aber das Rückenpolster, Luft kommt hier leider wenig durch so das sich schnell eine feuchtes Klima auf dem Rücken einstellt was beim Auf- und Absetzen etwas unangenehm ist.
Das ist aber auch die einzige Schwäche die ich gefunden habe sonst passt alles was ich brauche locker rein und man ist immer bequem unterwegs, egal ob zu Fuß oder auf dem Rad.
tags: photography reallife travel via: www.bunix.de...reaper, 23.08.2007
Richtiger Urlaub war dieses Jahr leider wieder nicht drin, aber ein langes Wochenende haben wir uns zumindest gegönnt. Ziel unseres kurzen Urlaubs war die Uckermark. Die Uckermark liegt im Norden Brandenburgs an der Grenze zu Mecklenburg etwa eine Stunde weit von Berlin. Die Gegend ist Industrielles Brachland, weite Felder, Seen, Wälder und vereinzelte Windkraftanlagen. Eben ein ruhiger aber dennoch interessanter Flecken wenn man nicht am Strand vergammeln will.
Übernachtet haben wir in der Ferienwohnung vom Café Eigenart in Wichmannsdorf bei Boitzenburg. Die Wohnung ist sehr Ikeaesk und geschmackvoll eingerichtet (mal kein Blümchensofa) und recht zentral gelegen. Im Ort gibt es eigentlich nichts außer der Kirche, der Bushaltestelle und dem Haussee (kalt, sauber und keine 5 Minuten weg). Die nächsten großen Städte mit Tankstelle und Einkaufsmöglichkeit sind Templin, Prenzlau und Angermünde. Wie bereits erwähnt haben wir ein langes Wochende (Freitag bis Montag) verbracht.
Am Donnerstag Abend kamen wir an und machten uns am Freitag auf den Weg nach Templin. In der Stadt gibt es einen Rundweg entlang der alten gut erhaltenen Stadtmauer und ein reges Treiben um den Marktplatz herum. Nach der Begutachtung der Innenstadt machten wir uns auf den Weg zum Templiner Stadtsee welchen man auf einem etwa 12 Kilometer langen Rundweg umwandern kann. Was wir dann auch taten und hier unseren einzigen Regenschauer erlebten. Der Weg unter den Buchen und Eichen entlang lohnt sich wirklich, denn auf der von der Stadt abgewandten Seite hat man einen herrlichen Blick über den See mit Wiesen im Rücken. Am Ende des Rundweges gibt es dann eine lustige Garteneisenbahn mit Knopf zum losfahren lassen *g*
Am zweiten Tag machten wir uns dann mit geliehenen Rädern auf den Weg über Boitzenburg um den Schumellensee und durch die Felder zurück nach Wichmannsdorf. Der Weg führte zuerst durch eine herrliche Sumpf-Seen-Wald Landschaft bis nach Boitzenburg wo man eine alte, meterdicke Eiche bestaunen kann die ihre verbliebenen Äste in den Himmel reckt. Fast genauso alt scheinen die roten Backsteinmauern der Boitzenburger Klosterruine zwischen den Eichen hindurch. Im Sommer gibt es hier eine kleine Freilichbühne auf der jährlich wechselnde Stücke gespielt werden. Dieses Jahr war Robin Hood dran im letzten Jahr waren es die drei Musketiere und nächstes Jahr steht wohl die Arthus Sage auf dem Plan. Das Schloß nebst Schokoladenmanufaktur und Park sind auf jeden Fall auch einen Besuch wert. Hinter Boitzenburg liegt der Schumellensee mit dem Ungleichen Paar aus zwei verwachsenen Eichen und Buchen und einer idyllischen Badestelle. Überhaupt gibt es an fast jedem See Badestellen mit Steg und Sprungturm *g* Der darauf folgende Weg ist etwas problematisch, zumindest wenn man dem Wegweiser folgt, denn er führt über reichlich umgestürzte Bäume und scheint nicht mehr gepflegt zu werden, man sollte also lieber dem ausgetretenen Pfad folgen.
Der Abend führte uns nochmal nach Templin wo zwischen 21 und 0 Uhr die Wasserspiele stattfanden. Zu unserer Enttäuschung waren es eher Lichtspiele die den Part um das MKC in Templin in eine mystische Welt verwandelten. Dazu gab es Schattenspiele und verschiedene andere Theater Darbietungen der Theatergruppe Anu. Neben langsamen Lichtertanz zwischen drehenden Kerzenmobiles gab es Mond klauende Stelzenläufer und Schattenhafte Königsmärchen. Sehr schön aber leider viel zu teuer.
Tag Nummer drei führte uns nach Thomsdorf. Hier beginnt auf das Touristisch besser erschloßene Gebiet und man trifft öfter auf andere Menschen als im Boitzenburger Land. Wir machten uns hier auf den Weg zur Krüseliner Mühle und umrundeten dann den Krüseliner See auf der gut ausgeschilderten Route. Im Gegensatz zum Menschenleeren Boitzenburger Land fand man hier jedoch wenig Rastmöglichkeiten und die Wege waren zugleich Forstwege und es ist somit insgesamt weniger idyllisch aber dennoch ruhig. Am Abend besuchten wir dann noch das oben erwähnte Freiluft Theater in Boitzenburg. Mit Einbruch der Dämmerung und der untergehenden Sonne verwandelte sich die Bühne in einen zauberhaften Spielort für das Stück im Sherwood Forest. Die Karten sind mit 18 Euro recht teuer aber auf jeden Fall sind sie es wert.
Damit war der Urlaub auch fast schon wieder vorüber, auf dem Rückweg machten wir noch im Naturpark Blumberger Mühle bei Angermünde halt. Hier hat der NABU eine umfangreiche Ausstellung über natürliche Lebensräume im Allgemeinen und über die Seenlandschaft Norddeutschlands im speziellen eingerichtet die (oh Wunder) mal nichts kostet. Um das Ausstellungsgebäuder herum findet sich eine begehbare Landschaft mit Lehrpfad und Spielmöglichkeiten für Kinder die allerdings am Ende doch etwas öde und fast lieblos wirkte, hier hätte ich noch mehr erwartet.
Vier Tage sind auf jeden Fall zu wenig um alles zu sehen und alle Seen zu umrunden, aber die Gegend ist auch sehr für einen Ausflug wie den unseren geeignet. Neben Ferienwohnungen die leider schlecht im Internet zu finden sind gibt es Zeltplätze (der bei Thomsdorf sah im übrigen ganz annehmbar aus) und in den Städten auch Hotels.
tags: reallife wanderung travel fun theater




