reapers blog
reaper, 24.08.2010
Das Los des Klugscheißers ist schon kein einfaches, allgemein ist er verrufen, keiner mag ihn hören oder seine geistigen Ergüsse lesen. Dabei hat er doch so viel zu sagen und muss hilflos mit ansehen wie alle anderen in ihr Verderben rennen. Dabei verschließt er vor Schreck so fest die Augen das er gar nicht mehr sieht das die anderen auch überleben, das sie gar nicht alles falsch machen und das seine Sorge völlig überflüssig gewesen ist.
Doch in unserer modernen Gesellschaft hat er seine Waffen gefunden, einen Grund sich Gehör zu verschaffen, ein Argument das keiner verneinen kann. Und das allerbeste es ist sogar in unserer Verfassung verankert: Die Meinungsfreiheit. Ja ein jeder darf seine Meinung sagen, vielerorts wird sogar geklagt das zu wenige ihre Meinung sagen. Eine fatale Waffe in den falschen Händen, ist doch die Meinung eines jeden gleich viel wert, gilt es doch als unschicklich sie nicht zu achten.
Doch liebe Klugscheißer da draußen, seine Meinung sagen zu dürfen, bedeutet nicht sie sagen zu müssen. Seine Meinung nicht zu sagen bedeutet nicht das sie falsch ist, oder das man sie geheim halten muss, aber es gibt Situationen da ist sie einfach fehl am Platze. Manchmal da ist es ratsam zu überlegen ob die eigene Meinung den anderen interessiert und ob die eigene Meinung dem anderen weiterhilft. Ob die eigene Meinung eine Situation verkompliziert, das Gegenüber in innere Konflikte bringt, oder gar verletzt.
Jede Meinung sollte respektiert werden, aber zu diesem Respekt gehört es auch zu entscheiden ob die eigene Meinung wirklich etwas zur Verbesserung der Situation beitragen kann. So als Beispiel: Wenn jemand gerade einen Kuchen bäckt von dem man nie essen wird, dann interessiert es einfach nicht ob man die Sorte Kuchen mag oder nicht.
tags: cynics society reallifereaper, 15.05.2010
Wirklich witziges Video das ich da am Dresdner Rand gefunden habe. Da kommen so Gedanken an Nazis und Gegendemonstranten und die Diskussion über Versammlungsrecht und Meinungsfreiheit hoch. Vom widersinnigen Versuch einen Fluss ein zu mauern mal ganz zu schweigen demonstriert das Video mal wieder schön wie unsere Stadtmutter es so mit Demonstranten und Anders-denkenden hält.
tags: dresden society politicsreaper, 30.04.2010
Ab morgen finden in Dresden die ersten Mal die libertären Tage statt. Das Programm wird vom Libertären Netzwerk Dresden in Zusammenarbeit mit zahlreichen Vereinen und Projekten wie dem Casablanca, dem AZ Conni, dem studentischen KOK 16, coloRadio und anderen organisiert. Geplant sind unter anderem Workshops, Vorträge, Straßenfeste, Konzerte und vieles mehr.
tags: event dresden societyreaper, 25.10.2009
Am Freitag habe ich mir im Elbepark neue Schuhe gekauft und diese nach Hause getragen. Dort dann der Ärger, die Diebstahl-Sicherung klemmt noch im Leder. Am Tag darauf gehe ich also wieder in den Laden, zeige das Dilemma vor, die Antwort: "Kann ich mal den Kassenzettel haben...". Warum ist klar, ich könnte die Schuhe ja geklaut haben. "... gleich mal schauen wer das war.", lustig nur das die Verkäuferin selbst mir die Schuhe am Freitag eingepackt hatte. Entsprechen kleinlaut dann irgendwie die Entschuldigung.
tags: society reallife deutschland dresden via: elbnymphe.wordpress.com...reaper, 22.10.2009
Ein Flamewar ist in den meisten Fällen eine eher unsachliche Diskussion zu stark polarisierenden Themen, wie zum Beispiel Betriebssystemen. Aber es gibt auch Flamewars die wirklich spannend sind. So beispielsweise die Löschung des Mogis (Missbrauchsopfern gegen Internetsperren) Artikels in der Deutschen Wikipedia.
Losgetreten wurde die Diskussion von fefe, der die Sinnhaftigkeit der Relevanzkriterien innerhalb der Deutschen Wikipedia in Frage stellt. Inzwischen schafft es die Wikipedia damit sogar in aus der begrenzten Blogosphäre hinaus.
Man darf also gespannt sein wie sich die Wikipedianer aus der Situation heraus winden. Vielleicht also doch lieber zu Weihnachten den Brockhaus in 32 Bänden kaufen ;)
tags: web society censorshipreaper, 04.06.2009
Ja der Obama kommt, die Staatsmacht steht sogar an der Autobahnabfahrt Altstadt, Innenstadtbewohner dürfen nicht auf die Balkons und Buchenwald ist jetzt in Dresden. Und das vom vermutlich neben Aljazeera wohl bekanntesten Nachrichtensender CNN.
Quelle: CNN
Nun gut, am Samstag ist der Spuk hoffentlich vorbei. Ich hab ja nix gegen Herrn Obama persönlich, außer vielleicht seine selbst gewählte Machtposition, aber dieser Affenzirkus den Dresden veranstaltet ist einfach nicht mehr feierlich.
tags: society dresden politicsreaper, 03.06.2009
Offensichtlich, oder besser nicht offensichtlich gibt es keine blinden Katholiken. Zumindest dürfte es ihnen ziemlich schwer fallen den Heiligen Stuhl im Internet zu besuchen. Leider besteht die Seite nämlich aus Bildern und Imagemaps.

reaper, 19.05.2009
reaper, 13.10.2008
Marcel Reich Ranicki lehnt doch tatsächlich rotz frech den Deutschen Fernsehpreis ab (Ausschnitt bei Youtube). Das Publikum zuerst noch stehend ovatierend glotzt erst blöd, lächelt dann über den senilen alten und applaudiert dann frenetisch als ein noch peinlicher als sonst quatschender Gottschalk vorschlägt eine öffentliche Debatte mit den Intendanten von ARD, ZDF und RTL am Sonntag Abend zu senden.
Was soll der arme Wicht da auch andres tun in der Not seines Hustenanfalls als zustimmen. Ich bin ja mal gespannt obs vor oder nach den Tagesthemen am Sonntag Abend eine Zusammenschaltung von öffentlich rechtlichem und privatem Fernsehen kommt. Vielleicht bleibt und ja dann Anne Will erspart.
Ansonsten einfach göttlich: "... der Blödsinn den wir hier zu sehen bekommen haben ...".
tags: societyreaper, 14.09.2008
In Deutschland gibts im Vergleich zum Europäischen Durchschnitt weniger WLAN Hotspots und weniger WLAN Nutzung Allgemein. Internet im öffentlichen Raum wird eben scheinbar bei uns immer noch als Wirtschaftsgut betrachtet und muss etwas kosten. Ob es nun negativ zu bewerten ist das auch Otto Heimsurfer seltener WLAN nutzt und daheim lieber drahtgebunden surft sei mal dahingestellt. Schließlich ist drahtgebundenes Netz immer noch sicherer und fehlerresistenter als WLAN aber das es keine Hotspots gibt kann ich nur bestätigen.
Ich vermisse sie zwar nicht wirklich aber im Urlaub hab ich fast schon ein WLAN fähiges Entgerät vermisst wo es doch in Restaurants, beim Burgerverkäufer oder in der Jugendherrberge ziemlich oft freies WLAN gab. SSID und evtl. Zugangsdaten standen dann meist schon an der Tür und drinnen konnte man surfen wenn man wollte. Hier in Deutschland erinnere ich mich eigentlich nur an die Aha Erlebnisse auf der rosaroten Telekomseite nach dem verbinden zu einem Hotspot und Preis um die 10 Euro pro Stunde ;)
In dem Sinne für mehr freie Hotspots!
tags: web society via: www.heise.de...




