reapers blog
reaper, 26.01.2010
Klingt wie ein schlechtes Märchen, aber Sourceforge, das wohl bekannteste Portal für freie Softwareprojekte sperrt seine Seiten seit heute für Nutzer aus sogenannten Schurkenstaaten. Damit beugt sich der Betreiber Forderungen des US-Außenministeriums.
Angesichts der Vielzahl von GPL Projekten und der tiefen Verwurzelung der Open-Source-Philosophie ist dies wie ein Faustschlag ins Gesicht der freien Softwarebewegung und ein krasses Beispiel für Zensur und Ausgrenzung.
tags: foss via: www.golem.de...reaper, 14.01.2010
So alternative Softwarequellen über Launchpad sind eine echt feine Sache, die Repositorys sind alle ordentlich GPG signiert und so. Dumm nur wenn der default Keyserver von Ubuntu keyserver.ubuntu.com immer wieder mal down oder überlastet ist. Gestern hatte ich wieder das Problem und habe schließlich auf pgp.mit.edu zurück gegiffen.
tags: ubuntu security fossreaper, 06.01.2010
Na wenn das nicht mal ne gute Nachricht ist. Der RAW-Konverter meiner Wahl, Rawtherapee, wird endlich unter GPL gestellt. Bisher gab es diesen nur als kostenloses Binary zum Download, ein schon lange überfälliger Schritt.
Damit sollte sich hoffentlich bald der Weg in die Repositories von Ubuntu öffnen. Irgendwie finde ich es eben doch immer schön wenn die Software mit Updates versehen einfach so auf den Rechner purzelt, ohne das man ständig hinterher laufen muss.
Neben der Lizenzänderung stehen GUI Verbesserungen auf dem Programm, sowie Verbesserungen bei der Rauschunterdrückung und Bildverbesserung. Bisher wurde erst eine erste Alpha veröffentlicht, die durchaus auch beim ersten Umherklicken mal abschmiert, aber soweit ich sehen kann ist es ein Schritt nach vorn. Wobei ich mir nicht sicher bin ob ich die Trennung von Dateibrowser und Detailansicht so toll finde.
tags: foss photography toolsreaper, 04.11.2009
Im NerdyRoom findet man neue Argumente für die Verwendung von Linux. Auch wenn ich zugegebener Maßen in den letzten Jahren auch zu Linux migriert bin spricht immernoch so einiges für FreeBSD. Auf jeden Fall aber gegen Windows:
reaper, 04.11.2009
Manchmal da muss man PDFs zusammenstückeln, Seiten einfügen oder entfernen, drehen oder anders anordnen. Unter Windows gibt es da unendlich viele Tools, unter Linux primär das Kommandozeilentool pdftk. Das kann quasi alles, zwar recht intuitiv aber leider geht beim arbeiten mit visuellen Daten schnell die Übersicht flöten.
PDFSam bietet eine einfache GUI, ist in Java geschrieben und stellt über eine Reihe von Plugins verschiedenste PDF Manipulatoren zur Verfgung. Mit dazu gehört unter anderem ein grafischer Editor in dem man Seiten aus mehreren PDFs mixen und sortieren kann.
tags: tools linux fossreaper, 31.10.2009
Mit nur einem Tag Verspätung wurde das neue Ubuntu 9.10 freigegeben. Geändert hat sich unter der Haube eine ganze Menge, so wurde weiter am Bootprozess gefeilt, so ersetzt man das alte Usplash durch das modernere Xsplash und der alte HAL Deamon wird auf die Abschußliste gesetzt.
Softwaretechnisch gibt es jetzt ebenfalls einige Erneuerungen, so ist unter anderem Firefox in Version 3.5 dabei und was mich besonders freut auf Eclipse kann man endlich in einer aktuellen Version begrüßen. Bisher musste man, wollte man die mitgelieferten Pakete verwenden mit einer wirklich steinalten Version klarkommen.
Allgemein ist die Liste meiner externen Repositories ziemlich geschrumpft. So finden sich Gnome-Do, Back-In-Time und Tomboy in lauffähigen und aktuellen Versionen. So bleiben am Ende nur die Repositories für den Entwickler Zweig des Gimps und Virtualbox übrig. Sehr angenehm wie ich finde.
Von Grund auf scheint alles prima zu laufen, ich habe im Zuge des Updates auch auf die 64-Bit Version umgestellt und konnte bis jetzt keine Probleme aufspüren. Natürlich mit Ausnahme des Flash Plugins, welches man von Hand installieren muss will man nicht eine halbe Tonne 32-Bit Bibliotheken installieren.
tags: ubuntu linux fossreaper, 15.10.2009
Mediathek, das ist so ein Buzzword aus der Fernsehbranche. Vor allem die öffentlich rechtlichen Sender stellen seit einiger Zeit einen guten Teil ihrer Sendungen für eine gewisse Zeit auch im Internet über diese Mediatheken bereit. Das ist vor allem sinnvoll da die wenigen guten Sendungen meist zu Zeiten kommen wo der arbeitstätige Mensch schon im Bett liegt. Mal ganz abgesehen davon das man ja auch für den PC Rundfunkgebühren zahlt selbst wenn man kein Radio hört oder Fernsehen konsumiert.
Was mich persönlich an den Mediatheken noch stört ist ein einheitliches Interface, so funktionieren die Dinger durch die Bank weg nicht ohne Javascript und Flash. Einige zumindest bieten die Videos auch als Stream an den man dann ja wiederum einfach speichern und später gucken kann. Sehr sinnvoll für Menschen mit instabiler der langsamer Breitbandleitung. Genau vor dem Problem stand ich gestern, eine Sendung ruckelte in der ZDF Mediathek vor sich hin und ein Downloadlink fehlte.
Nach kurzer Suche stieß ich dann auf das Sourceforge Projekt Mediathek, eine kleine Java Applikation die sich die via Stream verfügbaren Sendungen als Liste von den Servern sammelt und diese übersichtlich nach Sendern und Sendung sortiert. Mit wenigen Klicks löst man dann einen Download via VLC oder mplayer aus.
Funktioniert nach einem ersten Test prima, allerdings ist die GUI mit Ausnahme der übersichtlichen Senderliste ziemlich grottig und startet man unter Linux den Download via mplayer bekommt man nichtmal einen Status angezeit. Da ist auf jeden Fall noch viel Raum für Verbesserungen. Unterstützt werden derzeit die Sender ARD, ZDF, 3sat, Arte, MDR und Sf.
tags: web foss media tvreaper, 06.07.2009
Das aktuelle Release von Ubuntu (Jaunty Jackalope) enthält den Firefox in der noch aktuellen Version 3.0. Wer nun gern die gerade veröffentlichte Version 3.5 des Browsers verwenden will kann dazu von der Seite der Mozialla Foundation das generische Binary herunterladen, oder das Apt-Repository ubuntu-mozilla-security installieren.
Dazu einfach die beiden Sourcen auf der Launchpadseite des Teams angegebenen URLs in die Datei /etc/apt/sources.list aufnehmen, den GnuPG-Schlüssel installieren und die Paketdatenbank aktualisieren. Danach sollte man problemlos den aktuellen Firefox mittels apt-get install firefox-3.5 installieren können.
Natürlich sind das keine offiziellen Ubuntu Repositories, immerhin werden sie aber aktualisiert und mit Sicherheitspatches versorgt. Und spätestens in Karmic Koala sollte der 3.5er Firefox dann auch Teil der Distribution sein.
tags: ubuntu unix foss firefox linux via: blog.tigion.de...reaper, 21.05.2009
So seit ich meinen Rootserver wieder auf den neuesten Stand gebracht hab läuft dort auch ein Jabber Server, ich hab das ganze erstmal als Experiment gestartet um mich mit der Materie zu beschäftigen und bin bis jetzt sehr zufrieden. Einen Jabberaccount hatte ich schon eine kleine Ewigkeit nur hab ich den kaum genutzt. Warum? Weil sich in meinem Umfeld einfach zu wenige Jabber Nutzer finden und ich ganz ehrlich keinen Sinn sehe den Kontakt zu Leuten abzubrechen die eben nur ICQ nutzen.
Damit wären wir auch schon beim ersten tollen Feature von Jabber, den sogenannten Transports, das sind serverseitige Brücken zu anderen Instant Messaging Diensten wie ICQ, MSN oder Yahoo. Zwar verstoßen die meisten Transports eigentlich gegen die Lizenzbedingungen dieser Anbieter aber das tun ja Clients wie Pidgin oder Adium auch. Auf jeden Fall ist es durch die Transports möglich über den Jabberaccount auch mit den proprietären Diensten Kontakt zu halten. Der Haken dabei ist eigentlich nur das öffentliche Server wie der vom CCC keine Transports anbieten und ich meine Kommunikation noch weniger irgendwem anvertrauen will als einer Firma wie Yahoo oder Google.
Ein weiteres wirklich nettes Feature sind die sogenannten Resources, ein Account kann von verschiedenen Standorten aus zum Server verbinden. Man kann also quasi mehrfach online sein. Der Server verteilt dann Nachrichten auf Wunsch immer an die Resource mit der höchsten Priorität. Auch kann man andere Resourcen von der Ferne abmelden oder dort eingegangene Nachrichten abholen. Sehr nett also wenn man wie ich regelmäßig seinen Client auf Arbeit laufen lässt. Daheim kann man sich dann einfach die dort eingegangenen Nachrichten abholen.
Jabber bietet natürlich auch Features wie Gruppenchats oder Videotelefonie, das Protokoll und die verfügbaren Server sind eben offen und dadurch einfach erweiterbar. Bei den Servern hat man im übrigen die Qual der Wahl, sehr verbreitet sind dabei der in erlang geschriebene ejabberd und der Javaserver openfire. Ich für meinen Teil habe mich wegen des kleineren Footprints für ejabberd und den dazugehörigen ICQ Transport pyICQt entschieden und bin bisher sehr zufrieden auch wenn die meiste Kommunikation immernoch über den ICQ Transport läuft.
Mehr Informationen warum man Jabber bevorzugen sollte und über die großartigen Möglichkeiten gibt es unter anderem beim CCC-Ulm oder im Wiki von deshalbfrei.org.
tags: foss privacy security webreaper, 24.04.2009
Irgendwann letzten Jahres entschied das Gajim Entwickler Team keine Off the Record Messaging (OTR) Verschlüsselung mehr zu unterstützen und entfernten die entsprechenden Funktionen aus dem Client. Auch wenn OTR nicht der Weisheit letzer Schluss in Punkto Verschlüsselung von Instant Messaging Diensten ist so wird er doch von verschiedenen Clients, unter anderem auch dem Verbreiteten Pidgin, unterstützt. Das macht natürlich den Verlust in Gajim etwas schmerzlich.
Als Folge der Entfernung von OTR aus Gajim entstand inzwischen ein Fork (Gajim-OTR) der die Funktionalität wieder hinzufügt. Vor einiger Zeit quälte sich Willi vom Nerdyroom noch damit herum eigene Pakete zu bauen, aber wie der Zufall es so will gibt es auch ein Launchpad Projekt das die entsprechenden Pakete für Ubuntu automatisch aktualisiert zur Verfügung stellt. Funktioniert bei mir zumindest prima.
tags: ubuntu foss linux security via: www.nrtm.de...



