reapers blog
reaper, 22.09.2009
Nach einer Verschiebung zu Beginn diesen Jahres findet nun in zwei Wochen zum sechsten Mal das Dresdner Symposium Datenspuren statt. Das Symposium Datenspuren wird vom Chaostreff Dresden (C3D2) organisiert und richtet sich an Datenschützer und interessierte Bürger. Stattfinden wird das Symposium traditionell im Kulturzentrum Scheune.
Das Programm des Symposiums ist jetzt auch vollständig und online verfügbar.
tags: chaos dresden events privacyreaper, 02.06.2009
Der Chaos Computer Club lädt auch in diesem Jahr wieder zu Chaos Communications Congress. Gerade wurde der Call-for-Papers gestartet für den 26C3 gestartet. Der Kongress findet wie immer vom 27.-30. Dezember statt und steht in diesem Jahr unter dem Motto: Here be dragons. Deadline des CfP ist der 9. Oktober.
tags: chaos berlin events nerdstuffreaper, 08.05.2009
Nachdem die Datenspuren dieses Jahr nicht wie gewohnt im Frühjahr stattfinden konnten ist nun unter dem Motto Hands off - Privacy on! im Herbst eine Fortsetzung des jährlichen Dresdner Datenschutz Symposiums in Sicht.
Die Zielgruppe der Datenspuren setzt sich zusammen aus interessierten Bürgern und Datenaktivisten. Es soll der Grundstein gelegt werden für einen aktiven Selbstschutz in Zeiten wegerodierender Grundrechte. Neben den technischen Hintergründen und Abwehrmaßnahmen ist es das Ziel, die Risiken und Nebenwirkungen von Überwachung für die Gesellschaft und das Leben eines einzelnen aufzuzeigen. Zudem dienen die Datenspuren als Plattform zum Gedankenaustausch und Diskurs.
Wir wünschen uns Vorträge unter anderen zu den unten aufgeführten Themenschwerpunkten. Desweiteren suchen wir Referenten für Workshops zur praktischen Wissensvermittlung. Neben der Vermittlung von Grundlagen freuen wir uns besonders über diskursfördernde Community-Events. Wenn Ihr ein Projekt plant oder durchgeführt habt, bieten wir euch die Möglichkeit dieses auf den Datenspuren zu präsentieren.
Themenschwerpunkte und Vorschläge:
- Datenspuren im täglichen Leben- Missbrauch von Daten
- Rechtslage
- Sicherheit und Prävention
- Digital Resistance
- Hacking
- Technikfolgenabschätzung
- Informationsfreiheit
- Aufklärung und Diskurs
Wann?
3./4. OktoberWo?
Kulturzentrum Scheune, Dresden-NeustadtHomepage
http://www.datenspuren.deEinreichungen bitte ab sofort unter
https://cccv.pentabarf.org/submission/DS2009reaper, 20.04.2009
Nun ist sie ja da die Zensur, oder besser nein es ist ja keine Zensur denn es wird ja keine Meinung unterdrückt oder beschnitten sondern es sollen ja nur Kinderpornos gesperrt werden. Das dabei sowohl technische, rechtliche und philosophische Argumente dagegen sprechen war wie so oft egal. Der 11. September hat ja offensichtlich ausgedient und jetzt wo der Durschschnittsbürger keine Angst mehr vor bärtigen Turbanträgern hat brauchen wir neue Feindbilder, am besten welche ohne Lobby. Killerspiele haben eine solche sonst würde wohl bald unrealtounament.com auf dem Index stehen. Rollenspiele haben keine solche und bekommen der Bürokratie volle Dummheit voll zu spüren, sind aber zum Glück zu wenig medientauglich.
Also kramte man die Kinderschänder aus der Schublade (eben die für welche die Nazi-Partei-Deutschlands die Todesstrafe fordert) und regt eine bundesweite Manipulation der DNS Server an. Ganz ehrlich wer sich an Kindern vergreift gehört geprügelt, gefoltert und dann lebenslang weg gesperrt aber das ist ja auch nicht das Problem. Ethisch moralisch ist das Problem das man hier zum einen in Scheuklappenmanier versucht etwas auszublenden und zu behaupten das wäre ein Teil der Lösung und zum anderen das der Staat mit der Sperrliste ein weiteres Mittel zur Repression schafft. Natürlich ist das BKA haftbar für Vermögensschäden die durch die Sperrliste entstehen aber glaubt ehrlich einer das auf dieser Liste Firmen landen die relevante Schadensersatzklagen anstreben könnten? Vielmehr wird es Alternative Seiten, Nachrichtenportale und kritische Blogs betreffen die vor Urzeiten mal auf Google verlinkt haben.
Doch all das wurde bereits an vielen Orten ausgiebig erörtert, was jedoch kann man nun gegen all die Schmach tun? Jupp vom Nerdyroom beispielsweise schlägt einen Providerwechsel mit gepfefferter Kündigung vor. Faktisch wird das am wirksamsten sein wenn die Provider ihre AGB-Änderung publik machen und man sein Sonderkündigungsrecht nutzen kann. Ob es allerdings eine massentaugliche Lösung ist waage ich zu bezweifeln. So wie ich die Telekom kenne kommt die Änderung als Halbsatz auf der Rückseite der Rechnung auf den man dann binnen 14 Tagen reagieren muss. Dazu kommen die Mobilfunk- und UMTS-Provider wo man laut zensurprovider.de derzeit nur bei E-Plus halbwegs sicher ist. Will man überall online sein, hat man keine Wahl zu wechseln. Ebenso betroffen sind Teilnehmer aus DSL-armen Regionen in denen nur UMTS oder Wimaxx verfügbar sind. All die Provider fallen nicht unter die 10.000 Teilnehmer Klausel die das Gesetz, wenn es dann kommt, aussparen will. Einem bleibt also nur die Wahl zu bleiben oder offline zu sein. Ein Boykott wird also spätestens mit der flächendeckenden Regelung nicht durch mangelnde Alternativen auf dem Markt durch Monopole sondern durch staatliche Reglementierung verhindert.
Bleibt einem als Alternative nur der zivile Ungehorsam und die Nutzung von alternativen DNS Servern. Eine Möglichkeit ist da der kommerzielle Anbieter OpenDNS der allerdings durch Werbeeinblendungen im Falle von 404 Seiten auffällig wird oder ein Rechner aus der Liste vom Chaos Computer Club:
- 204.152.184.76
- 194.150.168.168
- 213.73.91.35
- 80.237.196.2
- 194.95.202.198
oder der German Privacy Foundation:
- 87.118.100.175
- 62.141.58.13
- 87.118.104.203
- 85.25.251.254
- 94.75.228.29
oder dem Foebud.
- 85.214.73.63
Anleitungen zum einrichten der alternativen DNS Server bietet der CCC für alle gängigen Systeme:
Haken an dieser Sache dürfte jedoch sein das die Verwendung von alternativen DNS schnell rechtlich verboten wird. Also in Art des Hackerparagraphen reglementiert und in AGB der Provider gegossen wird. Und DNS Anfragen automatisch umzuleiten ist technisch ebensowenig ein Problem wie alternative DNS Server einzurichten.
Schließlich und endlich ist die einzige Hoffnung das es genügend Pannen bei der Umsetzung gibt das die Bevölkerung allgemein aufmerksam und missmutig wird. Man kann nur hoffen das schnell falsche Seiten auf dem Index landen und zu großem Geschrei führen, will man die Zensur stoppen. Öffentlichmachung von Lücken, Angriffspunkten und Berichte über illegale Sperrungen und Zensur sind in dieser Situation das was wir brauchen um die Öffentlichkeit ins Boot zu holen.
tags: privacy politics chaos cynics reallifereaper, 16.04.2009
Passend zum letzten Aufruf zum Besuch bei Zensursula sei hier noch kurz auf die Seite zensurprovider.de verwiesen wo man eine stetig wachsende Liste von Providern und deren Stellungnahmen zum Thema Internetsperren findet. Grün sind dabei die Provider die keinen Bock auf Zensur haben, hellgrün die Anbieter die sich durch gesetzliche Regelungen zwingen lassen werden, orange die welche einer gesetzlichen Regelung schnellstens nachkommen werden und rot sind die Anbieter welche bereits morgen eine freiwillige Selbstverpflichtung unterzeichnen werden.
Aktuell sind es gerade mal zwei Anbieter die schlichtweg sagen das sie nicht zensieren, zwei die dies nur unter gesetzlichem Zwang tun wollen. Dem gegenüber stehen allerdings schon sechs Provider die sich morgen selbst verpflichten werden und weiter fünf die der Zensur nicht abgeneigt sind. Dabei liegt doch auf der Hand das diese Provider hier ein ultimatives Machtwerkzeug besitzen. Zum einen liegt es in ihrer Hand die Benutzer über die Nutzlosigkeit der geplanten Sperren zu informieren (schließlich sollten sie das technische Know-How haben) und zum zweiten wie will denn der Staat einen Internetprovider in die Knie zwingen. Die Wirtschaft würde es sicher danken wenn die GSG9 die Backbone-Verbindungen der Telekom kappt ;)
tags: privacy politics chaos nerdstuff cynicsreaper, 16.04.2009
Der Chaos Computer Club lädt zur spontanten Demo gegen die geplante Unterzeichnung von Zensurrichtlinien des Bundesinnen und -familienministeriums ein. Grund für die Zensurbestrebungen ist der lobenswerte Kampf gegen Kinderpornographie.
Wer keine Lust mehr hat auf die dreisten Lügen, wer was dagegen hat, dass Zensursula mit dem BKA geheime Sperrlisten ohne jegliche Gesetzesgrundlage vereinbart, wer offenen Verfassungsbruch nicht toleriert, wer ein unzensiertes Internet genauso wichtig findet wie wir, der nimmt seinen Hund, seine Kinder und alle seine Freunde und Kollegen am Freitag, dem 17. April 2009, mit zum Reichstagsufer am S-Bahnhof Friedrichstraße in Berlin-Mitte. Quelle: ccc
Den vollständigen Aufruf gibt es hier:
http://www.ccc.de/updates/2009/besucht-zensursulatags: privacy politics chaos demo
reaper, 01.02.2009
Wie ich gerade auf der C3D2 Mailingliste lese wird es in diesem Frühjahr keine Datenspuren geben. Aufgrund von zu wenig Beteiligung ist die Veranstaltung nicht zu stemmen, was ich persönlich sehr Schade finde. Zwar habe ich es selbst nie zu den Datenspuren geschafft mich aber immer sehr über die Veranstaltung als inzwischen eigentlich feste Institution in Dresden gefreut. Weiter liest man aber auch das die Chaoten einen internen zweiten Anlauf im Herbst planen.
[...] Es formiert sich gerade eine kleine Gruppe im C3D2, die ein Symposium für den Herbst plant. Wir hoffen sehr, dass dieser erneute Anlauf erfolgreich ist und dass Dresden damit auch wieder andere Zeiten hinsichtlich des Engagements für Datenschutz und Bürgerrechte erlebt [...]
reaper, 25.04.2008
Bereits zum 5. Mal lädt der Chaos Computer Club Dresden zum Symposium Datenspuren. Diese Veranstaltung bietet ein Forum für emanzipierte Nutzer kommunizierender datenverarbeitender Maschinen mit dem Fokus auf Datenschutz. Sie dreht gesellschaftliche und technische Aspekte, Hintergründe, Spaß, Entwicklungen und Fehlentwicklungen, Nachdenken, Forderungen, Diskussionen und bewussten Umgang mit Technik vom Kopf auf die Füße und wieder zurück. Anders als die meisten chaosnahen Veranstaltungen richten sich die Datenspuren an ein weites Publikum fern und nah der nerdigen Subkultur.
Termin: Wochenende 7.-8. Juni 2008
Ort: Kulturzentrum Scheune, Dresden
Info: http://www.datenspuren.de/
Erbeten sind Vorträge welche dem Geist des Symposiums entsprechen. Dazu zählen coole Hacks ebenso wie Praxisberichte, Aktivismus, Perspektiven, Technik, Wissenschaft, Politik, Spionage, Fiktion, Realitäten, Soziologie, Recht, Ideen, Diskussionswürdiges und Hacking. Verstärkt wird es dieses Jahr gelegenheitsnutzerkompatible Workshops geben, wofür wir ebenfalls Referenten suchen, die Themen wie Anonymisierung, Kryptografie und P2P anwendungsbereit für den sofortigen Einsatz im täglichen Leben vermitteln. Der verstärkt praxisnahe Teil der Datenspuren 2008 entspringt dem steigenden Sicherheitsbedürfnis der Bürger gegenüber Staat und gierigen Konzernen.
Einreichungen bitte ab sofort unter https://cccv.pentabarf.org/submission/DS2008
tags: events chaos privacyreaper, 30.12.2007
Nachdem ich dieses Jahr dann doch wieder nicht in Berlin bin und es in den letzten Jahren ewig gedauert hat bis das Bildmaterial vom Chaos Kongress verfügbar war scheinen die Videos dieses Jahr quasi on the fly verfügbar zu sein. Ich kann das eigentlich nur begrüßen. Eine liste der Mirrors findet sich unter http://events.ccc.de/congress/2007/Conference_Recordings
tags: chaos coding privacyreaper, 31.01.2007
Es geistert ja nun schon seit geraumer Zeit der Terrorismus durch unsere Flugzeuge, und der Herr Schäuble kämpft mit aller Kraft dafür endlich Passagiermaschinen vom Himmel holen zu dürfen:
Und jetzt kommt der Terrorbekämpfungsstaat Nummer 1 und will Passagiermaschinen gegen gemeinen Raketenbeschuss schützen:
Da fragt sich der gesunde, paranoide Bürger doch wie man eine von Terroristen besetzte Maschine abschießen will wenn diese sich gegen Beschuss wehrt, oder will man da nur verhindern das wertvolle Geheimdienstagenten sterben bevor sie ihr als Suizid-Anschlag getarntes Suizid-Manöver beenden?!
[1] http://www.netzeitung.de/deutschland/432978.html
[2] http://www.heise.de/newsticker/meldung/84539 tags: chaos reallife





