reapers blog

Dateisyncronisation jenseits von Rsync und Dropbox
geschrieben von: reaper, 04.08.2011

Um Dateien auch verschiedenen Rechnern syncron zu halten braucht man in der Regel nicht viel. In Softwareprojekten wird eh eine Versionsverwaltung eingesetzt und für den Hausgebrauch tut es im Zweifel auch mal Rsync. So richtig komfortabel ist das aber auch nicht, das haben Dienste wie Dropbox oder Wuala schon vor geraumer Zeit erkannt.

So komfortabel sie auch sein mögen, so zwiespältig sind die Systeme. Alle werben damit das die Daten verschlüsselt in der Cloud liegen. Aber gerade das ist ja der Haken, die Cloud das sind am Ende Server irgendwo auf der Welt, weit weg von jeder persönlichen Kontrolle. Dazu kommt das keines der Systeme, die ich kenne, quelloffen sind.

Was mir also fehlt ist ein Dienst, ein Tool, idealerweise quelloffen das es mir ermöglicht meine Daten zwischen meinen Rechnern zu syncronisieren und für Projekte mit nicht computerafinen Leuten freizugeben. Wichtig dabei ist mir vor allem das ich selbst entscheiden können will wo ich meine Daten hoste.

Nach eingänglicher Recherche blieben 3 Tools übrig: Syncany, Sparkleshare und TeamDrive. Syncany und Sparkleshare klingen verlockend von ihren Konzepten sind quelloffen aber leider noch in recht früher Entwicklung begriffen. Syncany hat für August September ein Preview Release angekündigt und Sparkleshare tauscht Statusinformationen über einen ominösen IRC Server aus. Team Drive ist leider Closed Source erlaubt es aber auch Nutzern des kostenlosen Clients Daten auf einem eigenen Server zu hosten. Aber im Detail:

Sparkleshare nutzt derzeit Git als Backend. Alternative Backends sind aber vorgesehen. Per default ist es möglich die eigenen Daten bei Github, Gitorious, dem Gnome Projekt oder auf einem eigenen Git Server abzulegen. Clients gibt es bisher nur für Linux und Mac. Über die Qualität des letzteren kann ich wenig sagen, der Linux Client zumindes funktionierte und integriert sich nahtlos in Gnomes Dateibrowser Nautilus. Haken an der Sache ist wie bereits erwähnt das Statusinformationen per IRC ausgetauscht werden was ich persönlich für ein No-Go halte. In Zukunft will man aber hier auf XMPP setzen und ich werde das Tool mit Sicherheit im Auge behalten. Auch um Verschlüsselung muss sich der Nutzer selbst kümmern.

Syncany ist noch einen Schritt vor Sparkleshare, Die Entwickler haben für August ein Preview Release angekündigt. Von den Features klingt es vielversprechend allerdings wird es zuerst nur einen Linux Client geben was den Datenaustausch erschwert. Als Backend sind verschiedene Systeme vorgesehen, darunter SFTP, Webdav oder Cloud Dienste wie Amazon S3. Um die Verschlüsselung kümmert sich Syncany bereits Clientseitig. Alles in allem sehr vielversprechend nur leider noch nicht fertig.

TeamDrive syncronisiert seine Daten per Webdav. Per default mit einem Server von Teamdrive, optional und mit kleinen Einschränkungen aber auch mit einem normalen Webdav Apachen. Teamdrive ist ein kommerzielles Produkt, in der freien Version sind sowohl der angebotene Serverspeicher als auch die Datenmenge die der Client verwalten kann auf 2 GB beschränkt. Diese Menge lässt sich durch Aquise von Nutzern oder eine jährliche Gebühr erhöhen. Wie alle anderen Tools syncronisiert Teamdrive auf Wunsch beliebige Ordner mit dem Server und anderen Rechnern. Weitere Nutzer können eingeladen werden um auf die Daten zuzugreifen. Im Gegensatz zu Dropbox werden die Daten bereits auf Clientseite verschlüßelt. Teamdrive kommt also nicht an die Daten heran, schon gar nicht wenn sie auf dem eigenen Server liegen.

Bis Sparkleshare oder Syncany reif geworden sind werde ich mich wohl mit Teamdrive begnügen. Es tut seinen Dienst bis jetzt klaglos und für die wenigen Daten die ich zwischen Notebook und Arbeitsrechner syncron halten will sind die 2 GB ausreichend. Das wichtigste Kriterium ist erfüllt, meine Daten liegen auf meinem Server und nicht irgendwo auf ominösen Storage Kisten in den Staaten.

tags: tools web foss

Syncronisation Total - Zarafa + Z-Push + Z-Sync
geschrieben von: reaper, 12.09.2010

Nach einigem hin und her und dem nicht so ganz überzeugenden Auftritt von eGroupware mit SyncML habe ich mich nach Anraten verschiedener Dritter mal mit Zarafa beschäftigt. Zarafa selbst ist eine komplette Groupware mit Kalender, Kontakten und E-Mail an Bord. Auch dabei ist ein IMAP Gateway was allerdings noch einige Macken hat. Ohne große Umstände lässt sich der E-Mail Teil von Zarafa aber ignorieren und nur Kalender und Kontakte verwenden.

Zarafa selbst gibt es in einer nahezu uneingeschränkten Community Version zum Download. Ich verwende bei mir die aktuelle Version 6.40 die es als fertiges Debian Paket zum Download gibt. Die Installation geht auch entsprechend einfach von der Hand. Nach der Installation finden sich in unter /etc/init.d/ mehrere Server Dienste von denen man für meine Konfiguration nur /etc/init.d/zarafa-server und /etc/init.d/zarafa-ical benötigt.

Zarafa bietet verschiedene Möglichkeiten sich zu Authentifizieren, so können die Daten von einem LDAP Server, den lokalen Benutzern oder aus einer Datenbank kommen. Für meine Zwecke verwende ich derzeit letztere Variante. Die Verwaltung der Benutzer läuft lediglich über das Kommandozeilentool zarafa-admin, welches eine ausführliche Manpage mit verschiedenen Beispielen mitbringt.

Zarafa legt bei der Installation automatisch eine Konfigurationsdatei für den Apachen an so das man auch das Webfrontend ohne Umstände direkt benutzen kann, wer noch SSL konfigurieren will oder sonstige Einstellungen anpassen möchte findet alle Einstellungen unter /etc/apache2/sites-available/zarafa-webaccess.

Der von Zarafa mitgelieferte CalDAV Server läuft per default ohne SSL auf Port 8080. Um SSL zu nutzen setzt man in der Datei /etc/zarafa/ical.cfg den Parameter icals_enable auf yes und setzt dabei am besten ical_enable auf false um unverschlüßelte Verbindungen zu vermeiden. Im unteren Bereich der Datei muss man schließlich noch die Pfade zu seinen SSL Zertifikaten in den Parametern ssl_private_key_file und ssl_certificate_file hinterlegen. Dazu kann man getrost die gleichen wie vom Apachen verwenden. Um den Kalender schließlich zu abonnieren gibt man als CalDAV Pfad https://server:8443/caldav an und authentifiziert sich mit dem Passwort des Zarafa Accounts.

Um beispielsweise Mobiltelefon oder PDAs mit Zarafa zu syncronisieren gibt es das kostenlose Opensource Tool Z-Push. Dabei handelt es sich um einen Exchange Server Nachbau der quasi alle Features des Originals reimplementiert und dabei mit Zarafa zusammenarbeitet. So ist es möglich Kalender, Kontakte und wenn man Zarafa auch als Mailserver verwendet auch Mails per Push auf mobile Endgeräte zu transportieren.

Die Installation von Z-Push ist ebenfalls nicht weiter schwierig. Das Archiv entpackt man am besten in nach /var/www/z-push. In der Apache Konfiguration setzt man nun noch ein Alias

Alias /Microsoft-Server-ActiveSync /var/www/z-push/index.php

und startet den Apachen kurz durch. Danach sollt man sein Handy mittels ActiveSync oder ExchangeSync oder wie auch immer es sich nennt abgleichen können. Getestet habe ich das bisher mit meinem Nokia N97 und dem HTC Legend, beides funktioniert bisher ohne zu murren.

Am Ende bleibt noch ein Kandidat in meinem Setup übrig, der Mailclient Thunderbird hat ein eigenes Adressbuch und eigentlich möchte ich auch dieses mit meinem Telefon abgleichen um am Ende nur noch einen Satz von Daten zu haben, mal ganz abgesehen davon das der Thunderbird auch ein Prima Frontend zur Datenpflege abgibt. Für den Kalender hilft das oben beschriebene CalDAV Modul von Zarafa das natürlich auch mit Lightning funktioniert. Für das Adressbuch gibt es das Plugin Z-Sync welches eine, leider kostenpflichtige, Serverkomponente mitbringt die eine Syncronisation mit Zarafa ermöglicht.

Für Z-Sync entpackt man das Archiv mit den PHP Skripten am besten nach /var/www/z-sync und setzt sich ggf. noch ein Alias in der Apache Konfiguration. Wichtig dabei ist das der Pfad auf z-sync endet, sonst klappts nicht mit dem Clienten.

Dieser ist ein kostenloses Add-On für Thunderbird und ermöglicht die Synchronisation des Persönlichen Adressbuches mit Zarafa. Das Add-On macht noch einen etwas unreifen Eindruck. Ich würde mir ein wenig mehr Flexibilität bei der Konfiguration wünschen. Schließlich kann Thunderbird mehrere Adressbücher verwalten und auch das Synchronisieren selbst ist mir zu schweigsam, nicht mal eine Statusanzeige konnte ich bisher entdecken. Aber immerhin es scheint zu funktionieren.

Als Fazit, ich bin bisher mit dem Gespann Zarafa / Z-Push / Z-Sync recht zufrieden, vor allem die beiden ersten Komponenten spielen prima zusammen und so schwer es mit fällt das zu sagen: Es gibt mehr Handys die eine Exchange Synchronisation bieten als Handys die sich per SyncML abgleichen lassen.

Lightning für Thunderbird unter 64-Bit Linux
geschrieben von: reaper, 03.09.2010

Über die Add-On Seite von Thunderbird bekommt man leider immer nur die 32-Bit Version der Kalender Erweiterung Lightning ausgeliefert. Auf den Servern der Mozilla Foundation versteckt sich aber auch eine für 64-Bit kompilierte Version. Man muss sie nur finden ;)

Review: Online Feed Aggregatoren
geschrieben von: reaper, 23.07.2010

Vor ein paar Tagen hat es mich mal wieder gerappelt und ich habe mich auf die Suche nach einem Web-Basierten News Aggregator gemacht. Meine Kriterien sind dabei eigentlich recht einfach, ich möchte meine RSS-Feeds online verwalten und unterwegs abrufen können.

Der Feedreader auf dem heimischen Rechner ist zwar schön aber leider geht bei einer größeren Zahl (derzeit 97 Feeds) die Übersicht verloren welche man schon gelesen hat und welche nicht. Also habe ich mich auf die Suche gemacht und am Ende drei Kandidaten gefunden: Gregarius, RSS-Lounge und Tiny Tiny RSS.

Gregarius

Der erste Eindruck war schon sehr gut, das Nutzerinterface ist klar strukturiert und übersichtlich. Im Hintergrund gibt es eine Plugin- und eine Style-Schnittstelle über die man das Programm erweitern kann.

Zur Verwaltung von Feeds und um diese als gelesen zu markieren kann muss man sich einloggen. Die Feeds werden aber per default auch direkt dargestellt so das man auch dritten Zugriff auf die eigene Sammlung geben kann. Auf den ersten Blick habe ich jedoch keine Möglichkeit gefunden dies zu deaktivieren.

Bei der Verwaltung gibt es alles für mich wichtige. Feeds lassen sich gruppieren, Postings mit Tags versehen, in Kategorien einorden und als wichtig markieren. Alte Feeds werden nach einer einstellbaren Zeit automatisch aus der Datenbank geworfen um Platz zu sparen. Über eine praktische Suche lässt sich auch der gesamte Datenbestand durchsuchen.

Das ganze setzt dabei auf PHP und MySQL auf, wobei die Installation recht einfach über eine Installationsseite gelöst ist. Im Hintergrund werkelt die MagPie Bibliothek.

Größer Nachteil: Gregarius wird nicht mehr aktiv weiterentwickelt. Der Entwickler verspricht zwar Sicherheitslücken zu schließen so diese bekannt werden. Verbesserungen oder Bugfixes sind jedoch nicht in Sicht.

an image

RSS-Lounge

Optisch spielt RSS-Lounge in einer ganz anderen Liga und gefällt auf den ersten Blick. Feeds werden optisch ansprechend sortiert. Dabei ist das Interface flott und wirkt nicht überladen.

Zur Verwaltung muss man sich auch hier einloggen. Die Verwaltungsmöglichkeiten und Einstelloptionen sind jedoch spartanischer als bei den beiden Konkurrenten. Ebenfalls gibt es einen Public-Mode in dem man der Öffentlichkeit seine Feedsammlung präsentieren kann. Warum auch immer wird dabei auch der gelesen / ungelesen Status angezeigt was das ganze etwas seltsam anmuten lässt.

Auch RSS-Lounge setzte auf PHP und MySQL, bringt aber unter anderem die ziemlich umfangreiche ZEND-Engine mit und belegt damit satte 26 MB auf der Platte allein nur durch die Skriptdaten. Als Bibliothek kommt soweit ich es gesehen habe auch hier MagPie zum Einsatz.

Optisch ist RSS-Lounge mit Sicherheit das schönste Tool, leider ist es defakto nicht möglich die Seite auf einem Handy zu betrachten da das HTML inklusive dem vielen JavaScript viel zu groß gerät. Mein N97 Browser zumindest hat nach 3 MB Download aufgegeben und ist abgeschmiert.

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Tiny Tiny RSS

So klein wie es klingt ist TT-RSS gar nicht. In Punkto Funktionsvielfalt hat es sogar die Nase vorn. Die Oberfläche erinnert stark an den Google-Reader und ist übersichtlich aufgebaut. Es herrscht eine klassische Dreiteilung, rechts die Feeds, links oben die Postings und darunter der Text.

Bei Tiny Tiny RSS ist ein Login Pflicht. Bei der Nutzerverwaltung unterscheidet man zwischen Administratoren, Power Usern und Usern. Feeds lassen sich gruppieren, Einträge können getagged und geflagged werden. Dazu kommt noch ein Filtersystem mit dem sich eingehende Nachrichten automatisch verarbeitet werden können. Einzelne Postings lassen sich auch wiederum veröffentlichen und der Welt als Feed zur Verfügung stellen.

Im Hintergrund werkelt auch hier wieder PHP mit einem MySQL oder PostgresSQL Backend. Wahlweise kann man MagPie oder SimplePie verwenden. Auch bei der Kommunikation mit der Außenwelt hat Tiny Tiny RSS einiges zu bieten. Es gibt bereits eine Android App zum Abruf der Feeds und ein Firefox Plugin das über neue Beiträge informiert. Mit nur einem Click lässt sich Tiny Tiny RSS auch als Feed Reader zum Firefox hinzufügen womit das abonnieren von neuen Feeds schnell von der Hand geht. Für den mobilen Betrieb gibt es noch ein extra Frontend das mit weniger Funktionen gespickt ist und nur wenig Daten über die Leitung schickt.

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Fazit

Ganz klar hat Tiny Tiny RSS die Nase vorn, es wird aktiv entwickelt, hat eine übersichtliche, schlichte Oberfläche. Da fällt schon kaum noch ins Gewicht das man das Datenbankschema noch von Hand importieren muss. Optisch und für reine Desktop Nutzer ist RSS-Lounge durchaus sehr schick und ein Tiny Tiny RSS mit dem Interface von RSS-Lounge wäre der Hit, aber Optik ist ja nicht alles. Gregarius wird leider nicht mehr aktiv entwickelt und trudelt damit aus der Reihe der dauerhaft relevanten Tools heraus. Fürs erste werde ich wohl also bei Tiny Tiny RSS bleiben.

tags: web tools

Freie Navigationssoftware für Nokia Handys
geschrieben von: reaper, 11.02.2010

In letzter Zeit kommen immer mehr Smartphones mit integriertem GPS Modul auf den Markt. Das hat eine ganze Menge Vorteile, vor allem wenn man in fremden Landen ist. Leider sind die meisten Lösungen kostenpflichtig.

Quasi überall bekommt man Google Maps installiert und damit sogar ohne GPS erschreckend genaue Positionsangaben allerdings braucht man dazu immer eine Datenverbindung und die wird spätestens im Ausland teuer. Navigation ist ebenfalls erst Beta und soweit ich weiß in Europa noch nicht verfügbar.

Auf Nokia Smartphones gibt es nun schon seit längerem mit Ovi-Maps eine vorinstallierte Lösung die Karten on-the-fly laden kann, oder diese auch großflächig vorladen kann. Die Navigationslizens fürs Auto allerdings kostete bisher noch über 100 Euro. Zwar gab es auch Tagesabos für 3 Euro trotzdem könnte man sich für das Geld auch gleich ein vollwertiges Navi fürs Auto kaufen.

Seit kurzem nun gibt es eine neue Version von Ovi-Maps die eine Navigation im Auto und zu Fuß kostenlos mitbringt. Vor ein paar Tagen konnte auch ich diese für mein N97 herunterladen und ausprobieren. Mein erster Eindruck dazu, die Navigation ist durchaus brauchbar. Die Ansagen hilfreich und nicht zu aufdringlich und mit den richtigen Einstellungen zwingt einen das Navi auch nicht mehr vehement auf Autobahnen zu fahren nur weil es schneller ist.

Nichts desto trotz bleibe ich bei meiner Meinung das eine Fahrt in fremdes Gebiet vor der Fahrt vorbereitet gehört und man zumindest einen groben Überblick über das Zielgebiet und die geplante Route haben sollte.

tags: mobile tools gps

Online Latein Wörterbuch
geschrieben von: reaper, 08.01.2010

Nach langer Suche bekam ich gestern endlich einen Link zu einem vernünftigen Latein Wörterbuch im Netz zugespielt. Bei den üblichen Verdächtigen wie Leo, Dict.cc und Google wird man ja in der Richtung leider nicht fündig.

tags: web tools

Rawtherapee goes GPL
geschrieben von: reaper, 06.01.2010

Na wenn das nicht mal ne gute Nachricht ist. Der RAW-Konverter meiner Wahl, Rawtherapee, wird endlich unter GPL gestellt. Bisher gab es diesen nur als kostenloses Binary zum Download, ein schon lange überfälliger Schritt.

Damit sollte sich hoffentlich bald der Weg in die Repositories von Ubuntu öffnen. Irgendwie finde ich es eben doch immer schön wenn die Software mit Updates versehen einfach so auf den Rechner purzelt, ohne das man ständig hinterher laufen muss.

Neben der Lizenzänderung stehen GUI Verbesserungen auf dem Programm, sowie Verbesserungen bei der Rauschunterdrückung und Bildverbesserung. Bisher wurde erst eine erste Alpha veröffentlicht, die durchaus auch beim ersten Umherklicken mal abschmiert, aber soweit ich sehen kann ist es ein Schritt nach vorn. Wobei ich mir nicht sicher bin ob ich die Trennung von Dateibrowser und Detailansicht so toll finde.

Schnell den Proxy wechseln mit Foxyproxy
geschrieben von: reaper, 24.12.2009

Wenn man mal gelegentlich zwischen Proxy-Konfigurationen wechseln muss ist es ziemlich umständlich jedes Mal den Optionsdialog zu bemühen. Foxyproxy schafft hier abhilfe. Mit Foxyproxy stellt man sich individuelle Konfigurationen zusammen und kann diese manuell mit einem Klick aktivieren oder auch über Regeln aktivieren. So kann man bestimmte Seiten ohne Proxy, bestimmte über TOR und bestimmte über einen anderen Proxy aufrufen.

tags: firefox tools

PDF Geschnitzel mit PDFSam
geschrieben von: reaper, 04.11.2009

Manchmal da muss man PDFs zusammenstückeln, Seiten einfügen oder entfernen, drehen oder anders anordnen. Unter Windows gibt es da unendlich viele Tools, unter Linux primär das Kommandozeilentool pdftk. Das kann quasi alles, zwar recht intuitiv aber leider geht beim arbeiten mit visuellen Daten schnell die Übersicht flöten.

PDFSam bietet eine einfache GUI, ist in Java geschrieben und stellt über eine Reihe von Plugins verschiedenste PDF Manipulatoren zur Verfgung. Mit dazu gehört unter anderem ein grafischer Editor in dem man Seiten aus mehreren PDFs mixen und sortieren kann.

tags: tools linux foss

Know your tools
geschrieben von: reaper, 27.10.2009

Damals vor den Flamewars gab es mal so eine goldene Regel: One tool, one job. Und auch wenn heute viele Tools weit mehr als eine Aufgabe erfüllen gilt dieser Grundsatz noch immer. Für bestimmte Aufgaben braucht man bestimmte Werkzeuge.

Für Vektorgrafiken wie Logos nimmt man zum Beispiel Inkscape, oder auch den Illustrator von Adobe. Für den Satz einer Broschüre gibt es Tools wie Scribus oder InDesign aus der Adobewelt. Und Photos also Pixelgrafiken bearbeitet man mit Gimp oder Photoshop. Soweit so klar oder?

Eigentlich keine komplexe Aufgabenstellung für jemanden der eine Ausbildung in dieser Richtung absolviert. Und trotz aller Schmerzen die ich beim Gedanken daran empfinde gibt es Menschen die eine Vektorgrafik in Photoshop importieren und dort eine Linie verlängern. Menschen die in Indesign Texte zusammen schieben und ein Inhaltsverzeichnis oder Seitenzahlen von Hand reinschreiben.

Meine persönliche Meinung zur Adobe-Suite ist ja nebenbei das diese einfach mal totaler Overkill sind für meine privaten Aufgaben. Dazu kommt das ich den Funktionsumfang niemals erfassen, geschweige denn ausnutzen könnte und der Preis für die Software ganz klar an Wucher grenzt. Also bleib ich bei den freien Tools, die sehen nicht immer so schick aus und haben nicht alle Funktionen der Adobe Suite, funktionieren aber auch.

Was ich nicht verstehe sind Menschen die weder theoretisch noch praktisch wissen was sie da tun (und sei es nur aus mangelnder Erfahrung) die aber großspurig unbedingt die teuren proprietären Tools verwenden. Ohne sie bezahlt zu haben versteht sich.

Irgendwie ist das wie der Kauf eines Kampfpanzers wenn man gerade seinen Moped-Führerschein macht.

tags: cynics tools
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