reapers blog

Telekolleg: Anarchie
geschrieben von: , 29.02.2012

Noch immer denken die meisten Menschen bei "Anarchie" an Chaos und blinde Zerstörungswut.

Dass Anarchie in Wahrheit etwas ganz anderes ist (nämlich die zilivisierteste Form des Zusammenlebens, die eine Gesellschaft erreichen kann... also ein hohes, erstrebenswertes Ideal) kapieren leider nur die wenigsten.

Mit diesem Video möchte ich ein wenig Aufklärungsarbeit leisten und dazu beitragen, dass die Menschen endlich ihre Scheuklappen ablegen und aufhören, alles zu verdammen, was über den Tellerrand ihrer Erziehung und gesellschaftlichen Konditionierung hinausgeht.

Quelle: Youtube (DianDeSaint)

Kauft mein Produkt dann tun wir was Gutes!
geschrieben von: reaper, 02.12.2011

"Wenn ihr uns bei Facebook anklickt, wenn ihr eine unserer E-Cards verschicht, wenn ihr eine Packung Windeln kauft (nur die mit dem Aktionslogo) dann spenden wir einen Thetanus Impfe in ein Entwicklungsland..."

Wenn ich solche Aktionen von Konzernen sehe könnt ich kotzen. Konzerne wie Procter & Gamble (Pampers) mit Gewinnspannen jenseits von Gut und Böse könnten und sollten diese Impfungen auch so, ganz einfach zahlen. Den guten Zweck als Werbung für ein schlechtes Produkt zu gebrauchen widert mich sowas von an.

Und wenn man dann noch im Kleingedruckten liest das eine Impfdosis unglaubliche 0,053€ kostet wird es mir einfach unverständlich. Bei den beschrieenen 100 Millionen Impfungen im Jahr sind das gerade mal 5 Millionen Euro, also vermutlich weniger als das Gehalt eines der Procter & Gamble Top Manager.

Pfui sag ich da nur, ich kauf wenn dann nur noch Pampers ohne Aktionslogo oder noch besser gleich die Noname Windeln aus dem Discounter, die halten teilweise sogar besser als die High-Tech Windeln aus dem Pampers Village und kosten nur die Hälfte.

Und die Moral von der Geschicht
geschrieben von: , 17.09.2011

Gerade lese ich beim Blauen Büffel die folgenden Zeilen und frage mich nach der Möglichen Schlussfolgerung die ich daraus ziehen könne:

Als das mit dem Sozialismus, der historischen Mission der Arbeiterklasse und der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution erdacht wurde, schien das ganze System seinen Anhängern logisch, stimmig, verwirklichungswürdig. Als versucht wurde, die Sache durchzusetzen, verkam die Idee zur Bigotterie, zum hohlen Papiertiger.

Als das mit der Demokratie, der bürgerlichen Freiheit und der Freiheitlich Demokratischen Grundordnung erdacht wurde, schien das ganze System seinen Anhängern logisch, stimmig, verwirklichungswürdig. Als versucht wurde, die Sache durchzusetzen, verkam die Idee zur Bigotterie, zum hohlen Papiertiger.

Und komme dabei zunächst zu dem Schluss das es noch eine ganze Menge weiterer jedoch recht eintöniger Strophen zu diesen Versen gibt und das es am Ende darauf hinaus läuft das jedwedes System zur Herrschaft und Organisation von Individuen zum scheitern verurteilt ist.

Ein weiterer Triumph der Verdummung
geschrieben von: reaper, 14.09.2011

Yeah, wir streichen heut mal wieder Stellen. Am besten bei irgendwelchen lahmen Geistestwissenschaftlern. Selbst wenn man über den Sinn eines Philosophie Studiums im Wortsinn trefflich streiten kann braucht man die doch sogar noch mehr als die Ethik-Lehrer welche man am Ende noch leidlich ausbilden kann.

Integration ist für mich ein faschistoides Wort
geschrieben von: reaper, 27.06.2011

Integration? Integration ist für mich ein faschistoides Wort. Integrieren, das haben die Nazis gemacht – und alles, was nicht inte­griert war, haben sie ausgelöscht.
Quelle: Bülent Kullukcu im Interview mit der Freitag

Energiewende aber bitte mit Sahne
geschrieben von: reaper, 15.04.2011

Neuerdings ist ja Atomstrom wieder total out. Auf einmal sind sich alle einig: Die böse Atomkraft muss weg. Nur stellt sich nun die Frage wie kommt dann die alles bewegende Kraft in die Steckdose. Wie bekommt man den Kühlschrank Energieeffizienzklasse G-- dazu zu leuchten wie eine gleichwertig eingestufte Glühbirne.

Dabei ist die Technologie doch irgendwie schon verfügbar. Neben den komplett regenerativen Energien wie Wind, Sonne und Wasser oder Geothermie gibt es auch Projekte wie das ZuhauseKraftwerk von Lichtblick das mit Erd- bzw. Biogas läuft. Allen ist gemein das sie sich auf einfachstem Wege dezentralisieren lassen.

Man braucht kein riesiges Solarkraftwerk das 1 Gigawatt pro Stunde ausspuckt, sondern zum Beispiel 1000 kleine Solarflächen die jede für sich 1 Megawatt ausspucken (ok die Zahlen sind Blödsinn). Mir stellt sich also die Frage warum nicht auf jedem Dach das nach Süden zeigt schon lange so ein paar Platten rumhängen.

Und die Antwort ist ganz einfach, es fehlt das Sahnehäubchen. So eine Solaranlage kostet erst einmal eine ganze Menge und dann kämpft man mit technischen Defekten, muss das ganze Warten lassen, schaut zu wie die Zellen an Leistung verlieren und am Ende bekommt man über 20 Jahre gerechnet im besten Falle 20 Euro pro Monat Rendite. Ganz schön mies dafür das man sich auch noch das Dach verschandelt.

Egal ob es jetzt die Energieerzeugerfirmen sind die bar jeden Risikobewusstseins weiter Atom- und Kohlekraftwerke laufen lassen, ob es Firmen sind die weiter Geräte mit Energieeffizienzklassen jenseits von A++ auf den Mark bringen, oder ob es Häuslebauer sind denen ihr Dach für die paar Kröten zu Schade ist es ist immer die gleiche Ursache: Für eine Leistung erwartet man eine greifbare Gegenleistung, eben Geld und am besten viel. Das uns bei einem GAU oder einer fortschreitenden Klimaerwärmung alles Geld der Welt nix nützt weil man verdorrtes und verseuchtes Korn nun mal nicht essen kann, daran denkt wieder keiner.

Vollkorn gibts am Freitag
geschrieben von: reaper, 09.03.2011

Irgendwie ist die Antwort eines Bäckers auf die Frage nach Vollkornbrot: "Vollkornbrot gibts immer am Freitag" lustig und zugleich ein schönes Beispiel für unser Werteorientiertes System. Vollkornbrot hats eben immer zu geben.

tags: society cynics

Umsonstladen? Umsonst oder was?
geschrieben von: reaper, 02.03.2011

Umsonst hat in unserer Gesellschaft einen seltsamen Beiklang. Umsonst das ist, schlimmer noch als kostenlos, wenig wert. In unserem Miteinander sind wir darauf fixiert Geld in Waren oder umgekehrt umzuwandeln. Was ebenso wenig möglich ist wie ein Perpetuum Mobile ist daraus einen Kreislauf zu machen. Kaufe ich ein Auto kann ich es schon einen Tag später nicht mehr zum gleichen Preis verkaufen.

Fast schon unvorstellbar ist es in unserem Denken ohne Geld zu existieren. Ich bin davon nicht frei, denn es fällt mir zumindest schwer mir vorzustellen das Geld komplett abgeschafft wird. Dabei wäre das Konzept vermutlich gar nicht so schwer und in kleinen Biotopen wird es auch heute umgesetzt. In Umsonstläden beispielsweise findet ein permanenter Austausch von Waren statt ohne das Geld fließt.

Man geht in den Laden, nimmt mit was man braucht und lässt da was man nicht braucht. Klar die Waren nutzen sich von Mal zu Mal ab um Nachschub in Form von Produktion kommt man also nicht herum. Auch Verbrauchsgüter sind denkbar ungeeignet, aber das Konzept, oder besser die Philosophie dahinter gefällt mir.

In Dresden gibt es laut Internet zwei solcher Läden. Zum einen das abfallGUT auf der Heidestraße und den UmLaden auf der Alaunstraße. Ersterer ist inzwischen kein Umsonstladen mehr nach der obigen Definition, denn die Abgabe von Waren wurde auf Inhaber eines Dresden Passes bzw. Harz IV Empfänger eingeschränkt.

Eigentlich sehr Schade, rühmt man sich doch auf der Seite, der älteste Umsonstladen Deutschlands zu sein. Was mich daran stört? Das Konzept eines Umsonstladens sieht einen Gleichberechtigten Austausch von Waren vor. Die Einschränkung der Nehmer jedoch suggeriert zwei Dinge:

  1. Es gibt Leute die es nötiger haben als andere. Daraus leitet man eine Bevorzugung dieser Gruppe ab was der Gleichberechtigung widerspricht.
  2. Es gibt Leute die sich durch einen Umsonstladen bereichern und daher abgegrenzt werden. Was ebenfalls der Gleichberechtigung widerspricht.

Das Ergebnis in meiner Wahrnehmung schließlich ist das ich als Teil der Erwerbsgesellschaft zum Spender degradiert werde dessen Müll man gern als Almosen weiter verteilt. Ist sicher von einem sozial-pragmatischen Standpunkt richtig und verständlich, geht für mich aber am Konzept eines Umsonstladens vorbei.

Die Waffen des Klugscheißer
geschrieben von: reaper, 24.08.2010

Das Los des Klugscheißers ist schon kein einfaches, allgemein ist er verrufen, keiner mag ihn hören oder seine geistigen Ergüsse lesen. Dabei hat er doch so viel zu sagen und muss hilflos mit ansehen wie alle anderen in ihr Verderben rennen. Dabei verschließt er vor Schreck so fest die Augen das er gar nicht mehr sieht das die anderen auch überleben, das sie gar nicht alles falsch machen und das seine Sorge völlig überflüssig gewesen ist.

Doch in unserer modernen Gesellschaft hat er seine Waffen gefunden, einen Grund sich Gehör zu verschaffen, ein Argument das keiner verneinen kann. Und das allerbeste es ist sogar in unserer Verfassung verankert: Die Meinungsfreiheit. Ja ein jeder darf seine Meinung sagen, vielerorts wird sogar geklagt das zu wenige ihre Meinung sagen. Eine fatale Waffe in den falschen Händen, ist doch die Meinung eines jeden gleich viel wert, gilt es doch als unschicklich sie nicht zu achten.

Doch liebe Klugscheißer da draußen, seine Meinung sagen zu dürfen, bedeutet nicht sie sagen zu müssen. Seine Meinung nicht zu sagen bedeutet nicht das sie falsch ist, oder das man sie geheim halten muss, aber es gibt Situationen da ist sie einfach fehl am Platze. Manchmal da ist es ratsam zu überlegen ob die eigene Meinung den anderen interessiert und ob die eigene Meinung dem anderen weiterhilft. Ob die eigene Meinung eine Situation verkompliziert, das Gegenüber in innere Konflikte bringt, oder gar verletzt.

Jede Meinung sollte respektiert werden, aber zu diesem Respekt gehört es auch zu entscheiden ob die eigene Meinung wirklich etwas zur Verbesserung der Situation beitragen kann. So als Beispiel: Wenn jemand gerade einen Kuchen bäckt von dem man nie essen wird, dann interessiert es einfach nicht ob man die Sorte Kuchen mag oder nicht.

Versammlungs- und Meinungsfreiheit in Dresden
geschrieben von: reaper, 15.05.2010

Wirklich witziges Video das ich da am Dresdner Rand gefunden habe. Da kommen so Gedanken an Nazis und Gegendemonstranten und die Diskussion über Versammlungsrecht und Meinungsfreiheit hoch. Vom widersinnigen Versuch einen Fluss ein zu mauern mal ganz zu schweigen demonstriert das Video mal wieder schön wie unsere Stadtmutter es so mit Demonstranten und Anders-denkenden hält.

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