reapers blog
Keine Bild in meinem Kasten!
geschrieben von: reaper, 12.04.2012
Der Toilettenpapierverlag Axel Springer feiert ja in diesem Jahr den 60. Jahrestag der Erfindung des faltbaren Großformat Toilettenpapiers und möchte daher insgesamt 41 Millionen Haushalte in Deutschland mit einer gratis Ladung Arschpoliermasse beschenken. Wer die Produkte des Springer Verlages kennt der weiß das sie von minderwertiger Qualität sind, einmal den Hintern damit gewischt und alles ist schwarz da bei der Herstellung der Produkte auf die chemische Entfernung von Druckerschwärze aus dem Altpapier verzichtet wird.
Wer nun also keinen dreckigen Hintern riskieren möchte oder den zusätzlichen Gang zur Tonne scheut sollte der Belieferung ausdrücklich widersprechen. Das kann man im Zweifel durch einen "KEINE BILD" Aufkleber auf dem Kasten tun, der normale "KEINE WERBUNG" Aufdruck reicht nicht aus da es sich laut Verlag nicht um Werbung sondern eine Gratislieferung handelt.
Wem diese Lösung zu unsicher ist, der kann auch schon im Vorfeld der Belieferung widersprechen. Im Falle das dennoch eine Lieferung eingeht steht einem dann der Rechtsweg offen.Notwendig ist es dazu aber dem Verlag seinen genauen Namen und seine Adresse mitzuteilen. Diese Hürde sollte in diesem Zusammenhang erwähnt sein.
Ein paar mehr sachliche Informationen und eine Formular zum versenden eines Widerspruches findet ihr auf den Seiten von Campact.
Werden Facebook-App Entwickler zu Informellen Mitarbeitern?!
geschrieben von: reaper, 20.10.2011
Facebook ist eine Datenschlampe das wissen wir, keine Sau weiß welche Daten Facebook in Wahrheit wie lange aufbewahrt. Mit dem neuen Timeline Konzept versucht Facebook nun das verschwinden von öffentlichen Informationen zu vermindern, alles speichern, für immer und immer zugreifbar machen. Entwickler von Facebook Apps gar ruft Simon Cross von Facebook explizit dazu auf:
Anwendungen zu bauen die zur Identität des Nutzers beitragen.
Quelle: golem.de
Wäre ich jetzt ein schlechter Mensch würde ich das ja glatt als Aufruf zum gezielten bespitzeln von Nutzern durch Nutzer deuten. Die Entwickler von Facebook Apps sollen also zu den Informellen Mitarbeitern von Facebook werden und die Kreativitätslöcher von Facebook internen Entwickerln beim schnüffeln und speichern stopfen.
Mir schwant schon: "Hat in Civiisation Online fünfzig Jahre lang die Regierungsform Kommunismus gewählt".
Und dabei fällt mich ein, ich bin ja ein schlechter Mensch :P
Privacy by default
geschrieben von: reaper, 04.10.2011
Es könnte so schön sein, all die schicken Dienste im Netz sind per default erstmal vernagelt, nur das was unbedingt nötig ist wird veröffentlicht und gespeichert. Alles andere ist Einstellungssache. Zumindest läge es dann in der Hand der Nutzer zu bestimmen was sie über sich veröffentlichen. Wenn ich baden gehe dann fahr ich ja auch erstmal mit Hose an den See und entscheide mich dann für FKK- oder Textilstrand, genauso mit einer Sozialen Platform, die will ich mir erst anschauen und ihren Nutzen bewerten bevor ich alle Daten eingeben und schlimmstenfalls drei Menüebenen tiefer erst sperren muss.
Passend dazu gibts vom VZBV jetzt eine Onlinepetion zur rechtlichen Regelung einer solchen "Privacy-by-Default" Strategie. Weiterhin wird in diesem Rahmen die Möglichkeit der Restlosen Löschung von Profilen gesprochen. Wenn ich also meinen Account deaktiviere oder nicht mehr nutze dann gehören die Daten auch gelöscht und dürfen nicht mehr zugreifbar sein.
Alles in allem vermutlich illusorisch, da die Datenschlampen ja eher nach einer "Nackig-by-Default" Lösung streben und statt Whitelisting lieber Blacklisting betreiben.
Petition gegen neue Vorratsdatenspeicherung! Jetzt unterzeichnen!
geschrieben von: reaper, 10.09.2011
Es fehlen immer noch Unterschriften unter der Petition gegen die neuerlichen Versuche eine Vorratsdatenspeicherung zu etablieren.
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die verdachtlose Vorratsdatenspeicherung nicht zulässig ist. Darüber hinaus möge er die Bundesregierung auffordern, sich für eine Aufhebung der entsprechenden EU-Richtlinie und für ein europaweites Verbot der Vorratsdatenspeicherung einzusetzen.
5000 wollen Freiheit statt Angst
geschrieben von: reaper, 10.09.2011
So nun ist sie wieder vorbei die große Demo gegen Überwachung und Einschränkung der Bürgerrechte in Berlin. Ich selbst habe mich dieses Jahr den familiären Dingen gewidmet sonst wäre ich sicher hingefahren und sei es um über die bürgerliche Demonstrationskultur zu schmunzeln.
Immerhin es waren wieder 5000 Menschen so hat man verkündet die sich da in Berlin auf der Straße tummelten das sind weniger als noch vor ein paar Jahren als die Bewegung fast daran erstickte das unglaubliche Zahlen von 100.000 Demonstranten veröffentlich wurden und sich Einzelpersonen damit zu profilieren versuchten.
Was mich bei den Berichten wundert das die Demo als 5te ihrer Art gezählt wird, ich erinnere mich aber schon 2006 gegen Massenhafte Überwachung durch Berlins Straßen gezogen zu sein und seit dem war es eigentlich schon eine schöne Tradition geworden jedes Jahr im September nach Berlin zu fahren. Wobei mir das Event schon eine Weile zu nett geworden ist.
Analytics-Dankeschön-Aktion
geschrieben von: reaper, 30.08.2011
Ich gebe ja offen zu das ich einen Google Account besitze und das ich vor langer dummer Zeit als die Alternativen rar waren auch Analytics verwendet habe. Heute nun Jahre später macht es sich bezahlt, denn Google schenkt mit einen 100€ Adwords Gutschein :P
Ein Schelm der dabei böses denkt. Bedenkt man den tatsächlichen Wert der Daten die Google nebenher erheben kann sind doch 100€ ein ziemlicher Witze. Wobei mir natürlich klar ist das es sich hier um eine reine Werbeaktion handelt.
Wobei mir ganz so nebenbei schon wieder die Like-Button Debatte einfällt und das ja Analytics in gefühlt noch viel mehr Webseiten verwendet wird. Gabs dazu eigentlich auch schonmal ne Aussage oder ist Google ja gar nicht evil?!
Der Like-Button ist also böse
geschrieben von: reaper, 20.08.2011
Hab ichs doch geahnt. Dieser kleine Knopf mit der Egozahl hinten drin ist in Wahrheit eine Ausgeburt der Hölle, geschaffen damit die amerikanische Geheimdienste uns Europäer beim Surfen zugucken können und genau wissen welche Pornos ich besonders mag. Ok aber im Ernst, die Studie des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig Holstein (ULD) ist nichts wirklich Neues.
Interessant an der Arbeit des ULD ist allerdings die detaillierte Aufschlüsselung der erhobenen Daten. Mir persönlich ist es eigentlich egal was genau Facebook oder auch Twitter, Flattr &Co. an Daten kollektieren, klar ist das sie über Cookies und JavaScript quasi jede relevante Information erhalten können die sie wollen und klar ist auch das Daten immer nur dann gefährlich sind wenn sie erhoben und gespeichert werden. Ferner sollte jedem gesund denkenden Wesen klar sein, das Daten einen hohen, ziemlich greifbaren Wert besitzen und jede Firma dämlich zu nennen wäre die diese Daten nicht auch in Geld verwandelt.
Selbst ohne das Papier des ULD sollte also klar sein, wer externe Skripte, Bilder, Videos in seine Seite einbindet oder auf seinem Blog postet der offeriert dem externen Server Daten und Informationen über seinen Besucher. In etwa so als würde man in seiner Wohnung einen halbdurchlässigen Spiegel montieren durch den der Nachbar in den eigenen Flur schauen kann. Ich persönlich finde es immer wieder pervers wie manche Blogs von Privatsphäre faseln und dann eine ganze Latte von externen Skripten und Buttons einbinden.
Dabei geht es doch auch anders. Man kann die meisten Dienste auch selbst implementieren, leider geht dabei immer ein Stück weit Usability flöten aber das sollte einem die Privatsphäre der Besucher doch wert sein.
Beispiel Flattr: Flattr bietet wie auch Facebook eine Javascript Bibliothek an um Flattr Buttons einzubinden, Flattr bietet aber auch eine REST API an über die man Things (Einträge bei Flattr) anlegen und die getätigten Klicks abrufen kann. Es ist also ohne Probleme möglich den Flattr Button nachzubauen und dem Nutzer die Möglichkeit zu bieten eigene Inhalte zu belohnen. Nachteil einer solchen Lösung, es gibt dann kein One-Click Flattr mehr, sondern der Nutzer wird auf die Flattr Seite mit dem Thing verwiesen und muss dort nochmal klicken. Aber ehrlich die Entscheidung ob er sich ein Cookie von Flattr holt liegt allein in seiner Hand.
Beispiel Twitter: Auch bei Twitter ist es State of the Art die Tweet Buttons per Javascript oder I-Frame in den eigenen Code zu injizieren, aber auch Twitter bietet eine REST Api dafür an. Ok die Count API gibts offiziell nicht aber sie ist da und wird wohl auch immer da sein, denn die Javascript Bibliothek benutzt sie fleißig, also bitte, was da ist nutze ich auch, machen die Dienste doch mit meinen Daten auch. Selbst wenn nicht, kann man den Count über die Search API nachbilden
Ergo - ich habe nichts gegen soziale Netzwerke und Dienste, ich finde sie sogar teilweise sinnvoll, interessant und bereichernd. Und alle, selbst Facebook bieten eine API an mit der man die wichtigsten Funktionen implementieren kann ohne den eigenen Besucher nackig zu machen. Ich frage mich jetzt nur warum der Bericht des ULD jetzt so große Wellen schlägt und ich frage mich warum keiner Plugins für Wordpress und Co. schreibt die den Nutzer nicht ungefragt den Datenkraken ausliefert.
Aufruf zum Aktionstag “Freiheit statt Angst” am 10. September 2011
geschrieben von: , 16.08.2011
Es gibt natürlich auch in diesem Jahr wieder eine Großdemo gegen Überwachung unter dem Motto Freiheit statt Angst. Diesmal am 10. September wieder in Berlin und dezentral an vielen Orten.
Ein breites gesellschaftliches Bündnis ruft zur Demonstration für die Stärkung unserer Bürgerrechte, für einen besseren modernen Datenschutz und für ein freies Internet auf: Am Samstag, den 10. September 2011 wird unter dem Motto "Freiheit statt Angst" in Berlin und in anderen Städten weltweit ein internationaler Aktionstag für eine offene Gesellschaft und gegen den ausufernden Überwachungswahn stattfinden.
Die Überwachung greift um sich.In der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz, an Universitäten, in den Schulen und im Privaten, werden wir zunehmend beobachtet. Staatliche Stellen und Unternehmen registrieren, überwachen und kontrollieren unser Leben immer lückenloser. Egal was wir tun, mit wem wir sprechen oder telefonieren, wo wir uns bewegen, mit wem wir befreundet sind, wofür wir uns interessieren – der “große Bruder” Staat und die “kleinen Brüder und Schwestern” aus der Wirtschaft wissen es genauer als je zuvor.
Die Gläsernen BürgerInnen werden Realität. Immer mehr Informationen vervollständigen das Bild, das sich Staat und Wirtschaft über jede und jeden Einzelnen von uns machen. Neben Telefondaten, Internetdaten, Bewegungsdaten und Gesundheitsdaten werden auch Daten aus sozialen Netzwerken, ArbeitnehmerInnendaten, Volkszählungsdaten, Geodaten sowie politische und biometrische Daten zwangsweise erhoben und meist zentral gespeichert. Das Missbrauchspotential wächst täglich und potenziert sich mit jeder neuen Datensammlung.
Datensammelwut kennt keine Grenzen. Die Europäische Union setzt immer häufiger auf Überwachung und auf einen immer entgrenzteren Datenaustausch der Eingriffsbehörden. Mit einer flächendeckenden Vorratsspeicherung der Telekommunikationsdaten, Internetsperren, elektronischer Flugpassagierakte und dem EU-Sicherheitsprogramm (Stockholmer Programm) p weiter verschärfte Sicherheits- und Überwachungsbefugnisse auf der politischen Agenda.
Datenberge gefährden unsere Sicherheit. Die zunehmende elektronische Erfassung und Überwachung der gesamten Bevölkerung schafft keinen nachweisbar verbesserten Schutz vor Kriminalität, kostet aber ´zig Millionen von Euro, stellt alle Bürgerinnen und Bürger unter Generalverdacht und gefährdet ihre Privatsphäre. Die Unschuldsvermutung wird zunehmend zu einem Lippenbekenntnis aus vergangener Zeit. Gezielte und sinnvolle präventive Maßnahmen, sowohl technischer als auch sozialer Art, zur Stärkung unserer Sicherheit bleiben dabei auf der Strecke. Überwachungsinfrastrukturen und Datenpools sind missbrauchsanfällig und bilden selbst ein Sicherheitsrisiko.
Massenüberwachung gefährdet die offene Gesellschaft. Wer sich ständig überwacht und beobachtet fühlt, kann sich nicht mehr unbefangen bewegen und freizügig seine Rechte ausleben. Massenüberwachung schadet nicht nur Minderheiten sowie jeder und jedem Einzelnen von uns, sondern behindert auch massiv die Arbeit und das Engagement von Privatpersonen und Organisationen der Zivilgesellschaft. Überwachung, Misstrauen und Angst erzeugen schrittweise in eine Gesellschaft unkritischer BürgerInnen, die "nichts zu verbergen" haben, und dem Staat gegenüber – zur vermeintlichen Gewährleistung einer totalen Sicherheit – gehorsam ihre Freiheitsrechte aufgeben. Eine solche Gesellschaft wollen wir nicht!
Deswegen gehen wir auf die Straße! Wir wollen eine freie, demokratische und offene Gesellschaft, die ohne bedingungslos private Räume und Kommunikation nicht existieren kann. Wir streiten für ein freies Internet mit gleichem Zugang für alle, ohne Diskriminierung einzelner Inhalte und für den Schutz der Meinungs- und Pressefreiheit im Internet weltweit. Der Respekt vor unserer Privatsphäre ist unabdingbarer Bestandteil unserer menschlichen Würde – und zwar in allen Lebensbereichen. Um eine 180-Grad-Wende des gegenwärtigen Überwachungswahns zu fordern, werden wir am Samstag, den 10. September 2011 unter dem Motto "Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn!" durch Berlin ziehen. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, an der Demo teilzunehmen! Die PolitikerInnen und KonzernlenkerInnen sollen sehen, dass wir bereit sind, für unsere Freiheit auf die Straße zu gehen.
Appell an die Bundesregierung gegen neuerliche Bestrebungen zur Vorratsdatenspeicherung
geschrieben von: reaper, 07.05.2011
Es ist mal wieder so weit, die Vorratsdatenspeicherung steht wieder auf dem Plan der dringen notwendigen Maßnahmen gegen den Terror. Also heißt es wieder Gesicht zeigen und Meinung sagen, oder hat jemand ernsthaft geglaubt nach dem Urteil der Bundesverfassungsgerichtes wäre es vorbei?
Für sechs Monate möchten CDU/CSU speichern, wer mit wem, wo und wann per Telefon oder Handy Kontakt hatte, Emails verschickt oder das Internet genutzt hat. Diese Verbindungs- und Standortdaten sollen nach ihren Vorstellungen helfen, wirksamer gegen Terrorismus vorzugehen. Doch es gibt keinerlei Belege, dass das funktioniert.
Dafür hätten Polizei, Staatsanwaltschaft und ausländische Staaten Zugriff auf die Daten und könnten von nahezu allen Menschen Bewegungsprofile erstellen, geschäftliche Kontakte rekonstruieren und Bekanntschaften identifizieren.
Ein massiver Eingriff in unsere Persönlichkeitsrechte!
Petition gegen die registergestützt Volkszählung - Zensus 2011
geschrieben von: reaper, 04.11.2010
Es gibt da so eine wenig beachtete Petion an den Bundestag zum Thema Zensus 2011. Zensus 2011, das ist die geplante semiautomatische Volkszählung unter Zusammenführung aller verfügbaren Daten in einem zentralen Register unter Verwendung einer eindeutigen Kennziffer für jeden Teilnehmer.
Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen die geplante Ausführung der registergestüzten Volkszählung 2011 zu unterbinden.





