reapers blog

Privacy by default
geschrieben von: reaper, 04.10.2011

Es könnte so schön sein, all die schicken Dienste im Netz sind per default erstmal vernagelt, nur das was unbedingt nötig ist wird veröffentlicht und gespeichert. Alles andere ist Einstellungssache. Zumindest läge es dann in der Hand der Nutzer zu bestimmen was sie über sich veröffentlichen. Wenn ich baden gehe dann fahr ich ja auch erstmal mit Hose an den See und entscheide mich dann für FKK- oder Textilstrand, genauso mit einer Sozialen Platform, die will ich mir erst anschauen und ihren Nutzen bewerten bevor ich alle Daten eingeben und schlimmstenfalls drei Menüebenen tiefer erst sperren muss.

Passend dazu gibts vom VZBV jetzt eine Onlinepetion zur rechtlichen Regelung einer solchen "Privacy-by-Default" Strategie. Weiterhin wird in diesem Rahmen die Möglichkeit der Restlosen Löschung von Profilen gesprochen. Wenn ich also meinen Account deaktiviere oder nicht mehr nutze dann gehören die Daten auch gelöscht und dürfen nicht mehr zugreifbar sein.

Alles in allem vermutlich illusorisch, da die Datenschlampen ja eher nach einer "Nackig-by-Default" Lösung streben und statt Whitelisting lieber Blacklisting betreiben.

Ein weiterer Triumph der Verdummung
geschrieben von: reaper, 14.09.2011

Yeah, wir streichen heut mal wieder Stellen. Am besten bei irgendwelchen lahmen Geistestwissenschaftlern. Selbst wenn man über den Sinn eines Philosophie Studiums im Wortsinn trefflich streiten kann braucht man die doch sogar noch mehr als die Ethik-Lehrer welche man am Ende noch leidlich ausbilden kann.

Petition gegen neue Vorratsdatenspeicherung! Jetzt unterzeichnen!
geschrieben von: reaper, 10.09.2011

Es fehlen immer noch Unterschriften unter der Petition gegen die neuerlichen Versuche eine Vorratsdatenspeicherung zu etablieren.

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die verdachtlose Vorratsdatenspeicherung nicht zulässig ist. Darüber hinaus möge er die Bundesregierung auffordern, sich für eine Aufhebung der entsprechenden EU-Richtlinie und für ein europaweites Verbot der Vorratsdatenspeicherung einzusetzen.

Aufruf zum Aktionstag “Freiheit statt Angst” am 10. September 2011
geschrieben von: , 16.08.2011

Es gibt natürlich auch in diesem Jahr wieder eine Großdemo gegen Überwachung unter dem Motto Freiheit statt Angst. Diesmal am 10. September wieder in Berlin und dezentral an vielen Orten.

Ein breites gesellschaftliches Bündnis ruft zur Demonstration für die Stärkung unserer Bürgerrechte, für einen besseren modernen Datenschutz und für ein freies Internet auf: Am Samstag, den 10. September 2011 wird unter dem Motto "Freiheit statt Angst" in Berlin und in anderen Städten weltweit ein internationaler Aktionstag für eine offene Gesellschaft und gegen den ausufernden Überwachungswahn stattfinden.

Die Überwachung greift um sich.In der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz, an Universitäten, in den Schulen und im Privaten, werden wir zunehmend beobachtet. Staatliche Stellen und Unternehmen registrieren, überwachen und kontrollieren unser Leben immer lückenloser. Egal was wir tun, mit wem wir sprechen oder telefonieren, wo wir uns bewegen, mit wem wir befreundet sind, wofür wir uns interessieren – der “große Bruder” Staat und die “kleinen Brüder und Schwestern” aus der Wirtschaft wissen es genauer als je zuvor.

Die Gläsernen BürgerInnen werden Realität. Immer mehr Informationen vervollständigen das Bild, das sich Staat und Wirtschaft über jede und jeden Einzelnen von uns machen. Neben Telefondaten, Internetdaten, Bewegungsdaten und Gesundheitsdaten werden auch Daten aus sozialen Netzwerken, ArbeitnehmerInnendaten, Volkszählungsdaten, Geodaten sowie politische und biometrische Daten zwangsweise erhoben und meist zentral gespeichert. Das Missbrauchspotential wächst täglich und potenziert sich mit jeder neuen Datensammlung.

Datensammelwut kennt keine Grenzen. Die Europäische Union setzt immer häufiger auf Überwachung und auf einen immer entgrenzteren Datenaustausch der Eingriffsbehörden. Mit einer flächendeckenden Vorratsspeicherung der Telekommunikationsdaten, Internetsperren, elektronischer Flugpassagierakte und dem EU-Sicherheitsprogramm (Stockholmer Programm) p weiter verschärfte Sicherheits- und Überwachungsbefugnisse auf der politischen Agenda.

Datenberge gefährden unsere Sicherheit. Die zunehmende elektronische Erfassung und Überwachung der gesamten Bevölkerung schafft keinen nachweisbar verbesserten Schutz vor Kriminalität, kostet aber ´zig Millionen von Euro, stellt alle Bürgerinnen und Bürger unter Generalverdacht und gefährdet ihre Privatsphäre. Die Unschuldsvermutung wird zunehmend zu einem Lippenbekenntnis aus vergangener Zeit. Gezielte und sinnvolle präventive Maßnahmen, sowohl technischer als auch sozialer Art, zur Stärkung unserer Sicherheit bleiben dabei auf der Strecke. Überwachungsinfrastrukturen und Datenpools sind missbrauchsanfällig und bilden selbst ein Sicherheitsrisiko.

Massenüberwachung gefährdet die offene Gesellschaft. Wer sich ständig überwacht und beobachtet fühlt, kann sich nicht mehr unbefangen bewegen und freizügig seine Rechte ausleben. Massenüberwachung schadet nicht nur Minderheiten sowie jeder und jedem Einzelnen von uns, sondern behindert auch massiv die Arbeit und das Engagement von Privatpersonen und Organisationen der Zivilgesellschaft. Überwachung, Misstrauen und Angst erzeugen schrittweise in eine Gesellschaft unkritischer BürgerInnen, die "nichts zu verbergen" haben, und dem Staat gegenüber – zur vermeintlichen Gewährleistung einer totalen Sicherheit – gehorsam ihre Freiheitsrechte aufgeben. Eine solche Gesellschaft wollen wir nicht!

Deswegen gehen wir auf die Straße! Wir wollen eine freie, demokratische und offene Gesellschaft, die ohne bedingungslos private Räume und Kommunikation nicht existieren kann. Wir streiten für ein freies Internet mit gleichem Zugang für alle, ohne Diskriminierung einzelner Inhalte und für den Schutz der Meinungs- und Pressefreiheit im Internet weltweit. Der Respekt vor unserer Privatsphäre ist unabdingbarer Bestandteil unserer menschlichen Würde – und zwar in allen Lebensbereichen. Um eine 180-Grad-Wende des gegenwärtigen Überwachungswahns zu fordern, werden wir am Samstag, den 10. September 2011 unter dem Motto "Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn!" durch Berlin ziehen. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, an der Demo teilzunehmen! Die PolitikerInnen und KonzernlenkerInnen sollen sehen, dass wir bereit sind, für unsere Freiheit auf die Straße zu gehen.

Appell an die Bundesregierung gegen neuerliche Bestrebungen zur Vorratsdatenspeicherung
geschrieben von: reaper, 07.05.2011

Es ist mal wieder so weit, die Vorratsdatenspeicherung steht wieder auf dem Plan der dringen notwendigen Maßnahmen gegen den Terror. Also heißt es wieder Gesicht zeigen und Meinung sagen, oder hat jemand ernsthaft geglaubt nach dem Urteil der Bundesverfassungsgerichtes wäre es vorbei?

Daten auf Vorrat? Sagen Sie Nein!

Für sechs Monate möchten CDU/CSU speichern, wer mit wem, wo und wann per Telefon oder Handy Kontakt hatte, Emails verschickt oder das Internet genutzt hat. Diese Verbindungs- und Standortdaten sollen nach ihren Vorstellungen helfen, wirksamer gegen Terrorismus vorzugehen. Doch es gibt keinerlei Belege, dass das funktioniert.

Dafür hätten Polizei, Staatsanwaltschaft und ausländische Staaten Zugriff auf die Daten und könnten von nahezu allen Menschen Bewegungsprofile erstellen, geschäftliche Kontakte rekonstruieren und Bekanntschaften identifizieren.

Ein massiver Eingriff in unsere Persönlichkeitsrechte!

Petition gegen die registergestützt Volkszählung - Zensus 2011
geschrieben von: reaper, 04.11.2010

Es gibt da so eine wenig beachtete Petion an den Bundestag zum Thema Zensus 2011. Zensus 2011, das ist die geplante semiautomatische Volkszählung unter Zusammenführung aller verfügbaren Daten in einem zentralen Register unter Verwendung einer eindeutigen Kennziffer für jeden Teilnehmer.

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen die geplante Ausführung der registergestüzten Volkszählung 2011 zu unterbinden.

Begründung

Die Volkszählung 2011 und die damit verbundene Ansammlung personenbezogener Daten aller Bundesbürger kann den Anforderungen eines freiheitlich demokratischen Rechtstaates und insbesondere dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland nicht oder nur unzureichend gerecht werden. Das Erstellen von Personenprofilen, die eine registergestützte Volkszählung in Verbindung mit den gespeicherten Daten aller Bundesbürger zwangsläufig mit sich bringt, birgt große Gefahren des Missbrauchs bzw. der Zweckentfremdung der Angaben mit sich. Da hierbei auch mehrere Quellen zur Datengewinnung herangezogen werden und müssen ist die Anonymität des einzelnen nicht mehr gewährleistet.

Wir verhandeln nicht mit Verbrechern und Terroristen
geschrieben von: reaper, 26.10.2010

So heißt es wenn ein Staatsbürger im In- oder Ausland entführt wird und Lösegeld gerfordert wird oder politische Forderungen im Raum stehen. Geht ja auch nicht an das sich ein Staat auf der Nase herumtanzen lässt.

Was passiert wenn man dies tut ist in der näheren Deutschen Geschichte gut zu sehen. Nachdem die Regierung dieses kleinen Landes ankündigte die Laufzeiten für alte Atommeiler nicht weiter zu verlängern gaben sich die Betreiber schmollend und drohten mit der sofortigen Abschaltung der Kraftwerke. Ohne Zweifel würde eine solche Handlung hohe Schäden verursachen, sonst wäre es ja auch keine Drohung.

Ich bin ja nun kein Jurist aber das klingt mir doch nach einer Wahlfreiheit für die Bundesregierung zwischen wirtschaftlichem Schaden oder dem klein beigeben. Also eigentlich nach dem Straftatbestand der Erpressung. Wie die Bundesregierung reagiert hat wissen wir inzwischen und warten derweil auf göttliche Eingebung darüber wohin mit dem ganzen Müll und was wir am besten tun wenn die Sirenen den GAU verkünden.

Und während bei den bösen Terroristen und Verbrechern immer gepredigt wird das man nicht verhandelt weil ja dann alle kommen würden, stehen jetzt die Industriegiganten da und drohen bei einer Erhöhung der Ökosteuer mit Massenentlassungen. Ein gutes Argument, sowohl wirtschaftlich und ökologisch wäre es fatal wenn Krupp und Co. in Zukunft in China die Luft verpesten und die Arbeitslosenzahl einen Hüpfer um eine knappe Million nach oben macht.

Wieder wäre also eine hohe finanzielle Schädigung abzusehen also wieder eine Erpressung? Mit Nichten, diesmal gabs ja eine Alternative, statt Ökosteuer bei der Industrie - Tabaksteuer bei den Bürgern. Lieber dem Drittel Raucher in die Tasche greifen als ein paar wenigen Industrieunternehmen. Keine Ahnung ob das dann noch Erpressung ist wenn man weder auf das eine noch das andere eingeht.

Wenn man sich aber hinstellen würde und die Abschaffung der Regierung fordert dann droht man im besten Fall mit Knast, im philosophischen Fall mit Weltuntergang und Chaos. Ach ja und verhandelt wird da nicht mit, da könnte ja jeder kommen.

Widerstand ist Zwecklos
geschrieben von: reaper, 01.10.2010

Da geht sie hin die Verfassungsbeschwerde gegen das Zensusgesetz. Und fast kann ich die Richter verstehen das sie die Schnauze voll haben jedes Gesetz auseinander zu nehmen das da in Berlin verbrochen wird.

Abgestumpft und Aufgewühlt?!
geschrieben von: reaper, 01.10.2010

Irgendwie fühl ich mich abgestumpft. Die Nachrichten über Stuttgart 21 sausen an meinen Augen vorbei und ich kann nur mit den Schulter zucken und mich fragen warum darum so ein Getöse gemacht wird.

Egal welches größere Kalkül dahinter steht, ob nun Steinewerfer angelockt oder Bürger verschreckt werden sollen, es handelt sich um eine ganz normale Reaktion. Wir haben uns in eine Herrschaftsform ergebn in der es Normal ist das die Regierung, nicht das Parlament, Gesetze verabschiedet. Unsere Souveränität endet alle paar Jahre beim Urnengang, alles weitergehende Engagement hat sich aufs freiwillige Arschabwischen im Altenheim und das Schmücken des Dorffestes zu konzentrieren.

Während sich die Masse von Hitparaden und Castingshows einlullen lässt produziert man für den zweifelnden Rest Feindbilder aus der Vergangenheit und gibt sich bewusst schockiert über blutende Kinder und erblindete Senioren. Und da frage ich noch gar nicht wie viele von alle dem gar nichts mitbekommen. Brennpunkt? Tageschau-Extra? Lauftext zu aktuellen Lage? Nein für unsre GEZ bekommen wir das Das Quiz der Deutschen. Frage 1: Welche Staatsform hat die Bundesrepublik Deutschland?

Irgendwie wühlt mich das auf, und irgendwie zieht es an mir vorbei wie Schatten im Nebel, als würde ich träumen und ich frage mich ob etwas dran ist an der Theorie vom neuen Deutschen Herbst.

BWL Student und langjähriger CDU Wähler
geschrieben von: reaper, 14.08.2010

Nein ich hab keine Vorurteile über BWLer, CDU Wähler sind auch nur Menschen und Anarchie ist der Untergang der Welt :P

Liquid Democracy ist nichts weiter als pure Anarchie, die Auflösung jeder gesellschaftlichen Ordnung und politischen Athorität.

Politik sollte man besser den echten studierten Profis mit langer Parteierfahrung überlassen

Schließlich müssen Entscheidungen im Interesse des Volkes getroffen werden, das einfache Volk mit siener oftmals schlechten Bildung weis aber nicht welche Entscheidungen die besten sind.

Quelle der Zitate: Kommentar bei der Piratenpartei

Meine Stimme gegen Nazis! Nazis raus aus dem Internet Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken und handeln! rsp-blogs.de
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