reapers blog
Gnome 3
geschrieben von: reaper, 28.04.2012
Ich hab mich ja einst ohne große eigene Prüfung dem Mainstream angeschlossen und fand Gnome 3 total doof. Das die auch alles verändern müssen. Dann kam Ubuntu mit seinem Unity an und ich machte den Test und fand es suboptimal und wechselte zu Linux Mint Debian Edition welches weiter auf Gnome 2 setzte, was sich ja aber jetzt auch geändert hat.
Beim Update kam erstmal per default der Gnome 3 mit und ich legte meine Vorurteile bei Seite und ließ mich mal drauf ein und siehe da, es gefällt mir. Sicherlich ist es ein etwas anderes Bedienkonzept als man von früher kennt, aber irgendwie verändern sich grafische Oberflächen nunmal mit der Zeit.
Jetzt wo ich Gnome 3 schon ein paar Tage aktiv im Einsatz habe muss ich sogar sagen das ich ihn wirklich gern mag. Die Anpassbarkeit der Oberfläche lässt ein wenig zu wünschen übrig aber im Gegensatz zu Unity hält sich Gnome 3 angenehm im Hintergrund.
Vieles was einem am Ende an kleinen Funktionen fehlt kann man mit wenigen Mausklicks per Extension nachrüsten. Sei es ein immer sichtbares Dock oder das Ausblenden von Icon in der Statusleiste. Wobei ich mir ehrlich gesagt letzteres wirklich als Konfigurationsoption von Gnome 3 selbst wünschen würde.
Die Verwaltung von mehreren Workspaces untereinander ist im ersten Augenblick noch seltsam aber man gewöhnt sich schnell daran, zumal man keine feste Zahl von Workspaces mehr hat, sondern immer einen mehr als man gerade in Verwendung hat. Die Navigation ist intuitiv und das verschieben von Programmen zwischen Workspaces ist einfach und schlicht gelöst.
Ich für meinen Teil meckere nicht mehr über dem Gnome, sondern bin im Gegenteil für den Augenblick bei einer Lösung angekommen die mir genau das liefert was ich mir vorher mit extenen Tool nachgerüstet hab. Ich bleib erstmal dabei ;)
LMDE - Update Pack 4
geschrieben von: reaper, 15.04.2012
Das ich Ubuntu den Rücken gekehrt habe liegt jetzt schon fast ein halbes Jahr zurück. Hauptgrund dafür war und ist auch weiterhin die Willkür mit der Softwarepakete bei Ubuntu als Standard festgelegt werden und auch mit diesem ganze Unity Gedöns konnte ich mich nicht so Recht anfreunden, so dass ich erst mal eine halbe Ewigkeit auf 10.04LTS weiter gearbeitet habe.
Ersatz fand ich dann bei Linux Mint Debian Edition (LMDE), weil wenn schon weg von Ubuntu dann richtig. LMDE brachte zu dem Zeitpunkt noch Gnome 2.3 mit sich und fühlte sich wie ein verwendbares und aktuelles Debian. Kein Wunder kommen die Pakete doch im wesentlichen aus Debian Testing.
Letzte Woche nun wurde das 4. Update Paket freigegeben. Seit Nummer 3 im September war ja auch schon eine Weile vergangen und ich fragte mich schon ob ich mir wieder etwas Neues suchen müsse. Und nach den Schilderungen eines Kollegen machte ich mich auch gar nicht mit gutem Gefühl an das Update, zumal schon klar war, der gute alte Gnome 2.3 hat auch in LMDE ausgedient. Er wird durch die viel gescholtene Version 3 der Desktopoberfläche ersetzt. Als Alternativen werden die Gnome-Shell Erweiterung "Cinnamon" und der Gnome Fork Mate mitgeliefert. Das KDE oder XFCE verfügbar wären muss wohl nicht erst gesagt werden.
In den ersten Tagen des Updates gab es ein paar Probleme die primär damit zusammenhingen das die Macher von Mint die Beliebtheit ihrer Distribution massiv unterschätzt hatten und die Updateserver einfach mal zusammenbrachen. Im Lauf der Woche beruhigte sich das aber und ich wagte mich an das Update auf meinem Arbeitsplatzrechner. So in der Phase kurz vor einem neuen Projekt schien mir ein guter Zeitpunkt dafür.
Hatte mir mein Kollege sein Update noch in schwärzesten Farben geschildert ging es bei mir ohne Probleme über die Bühne. Inzwischen sogar zweimal, auf der Arbeit und auf dem Notebook daheim und auch im Alltag hab ich bisher keine Probleme gefunden und mich fürs erste dafür Entschieden dem neuen Gnome eine Chance zu geben, denn so schlecht fühlt es sich gar nicht an.
Mal sehen ob sich das gute Gefühl noch eine Weile hält ;)



