reapers blog

Telekolleg: Anarchie
geschrieben von: , 29.02.2012

Noch immer denken die meisten Menschen bei "Anarchie" an Chaos und blinde Zerstörungswut.

Dass Anarchie in Wahrheit etwas ganz anderes ist (nämlich die zilivisierteste Form des Zusammenlebens, die eine Gesellschaft erreichen kann... also ein hohes, erstrebenswertes Ideal) kapieren leider nur die wenigsten.

Mit diesem Video möchte ich ein wenig Aufklärungsarbeit leisten und dazu beitragen, dass die Menschen endlich ihre Scheuklappen ablegen und aufhören, alles zu verdammen, was über den Tellerrand ihrer Erziehung und gesellschaftlichen Konditionierung hinausgeht.

Quelle: Youtube (DianDeSaint)

Und die Moral von der Geschicht
geschrieben von: , 17.09.2011

Gerade lese ich beim Blauen Büffel die folgenden Zeilen und frage mich nach der Möglichen Schlussfolgerung die ich daraus ziehen könne:

Als das mit dem Sozialismus, der historischen Mission der Arbeiterklasse und der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution erdacht wurde, schien das ganze System seinen Anhängern logisch, stimmig, verwirklichungswürdig. Als versucht wurde, die Sache durchzusetzen, verkam die Idee zur Bigotterie, zum hohlen Papiertiger.

Als das mit der Demokratie, der bürgerlichen Freiheit und der Freiheitlich Demokratischen Grundordnung erdacht wurde, schien das ganze System seinen Anhängern logisch, stimmig, verwirklichungswürdig. Als versucht wurde, die Sache durchzusetzen, verkam die Idee zur Bigotterie, zum hohlen Papiertiger.

Und komme dabei zunächst zu dem Schluss das es noch eine ganze Menge weiterer jedoch recht eintöniger Strophen zu diesen Versen gibt und das es am Ende darauf hinaus läuft das jedwedes System zur Herrschaft und Organisation von Individuen zum scheitern verurteilt ist.

Umsonstladen? Umsonst oder was?
geschrieben von: reaper, 02.03.2011

Umsonst hat in unserer Gesellschaft einen seltsamen Beiklang. Umsonst das ist, schlimmer noch als kostenlos, wenig wert. In unserem Miteinander sind wir darauf fixiert Geld in Waren oder umgekehrt umzuwandeln. Was ebenso wenig möglich ist wie ein Perpetuum Mobile ist daraus einen Kreislauf zu machen. Kaufe ich ein Auto kann ich es schon einen Tag später nicht mehr zum gleichen Preis verkaufen.

Fast schon unvorstellbar ist es in unserem Denken ohne Geld zu existieren. Ich bin davon nicht frei, denn es fällt mir zumindest schwer mir vorzustellen das Geld komplett abgeschafft wird. Dabei wäre das Konzept vermutlich gar nicht so schwer und in kleinen Biotopen wird es auch heute umgesetzt. In Umsonstläden beispielsweise findet ein permanenter Austausch von Waren statt ohne das Geld fließt.

Man geht in den Laden, nimmt mit was man braucht und lässt da was man nicht braucht. Klar die Waren nutzen sich von Mal zu Mal ab um Nachschub in Form von Produktion kommt man also nicht herum. Auch Verbrauchsgüter sind denkbar ungeeignet, aber das Konzept, oder besser die Philosophie dahinter gefällt mir.

In Dresden gibt es laut Internet zwei solcher Läden. Zum einen das abfallGUT auf der Heidestraße und den UmLaden auf der Alaunstraße. Ersterer ist inzwischen kein Umsonstladen mehr nach der obigen Definition, denn die Abgabe von Waren wurde auf Inhaber eines Dresden Passes bzw. Harz IV Empfänger eingeschränkt.

Eigentlich sehr Schade, rühmt man sich doch auf der Seite, der älteste Umsonstladen Deutschlands zu sein. Was mich daran stört? Das Konzept eines Umsonstladens sieht einen Gleichberechtigten Austausch von Waren vor. Die Einschränkung der Nehmer jedoch suggeriert zwei Dinge:

  1. Es gibt Leute die es nötiger haben als andere. Daraus leitet man eine Bevorzugung dieser Gruppe ab was der Gleichberechtigung widerspricht.
  2. Es gibt Leute die sich durch einen Umsonstladen bereichern und daher abgegrenzt werden. Was ebenfalls der Gleichberechtigung widerspricht.

Das Ergebnis in meiner Wahrnehmung schließlich ist das ich als Teil der Erwerbsgesellschaft zum Spender degradiert werde dessen Müll man gern als Almosen weiter verteilt. Ist sicher von einem sozial-pragmatischen Standpunkt richtig und verständlich, geht für mich aber am Konzept eines Umsonstladens vorbei.

BWL Student und langjähriger CDU Wähler
geschrieben von: reaper, 14.08.2010

Nein ich hab keine Vorurteile über BWLer, CDU Wähler sind auch nur Menschen und Anarchie ist der Untergang der Welt :P

Liquid Democracy ist nichts weiter als pure Anarchie, die Auflösung jeder gesellschaftlichen Ordnung und politischen Athorität.

Politik sollte man besser den echten studierten Profis mit langer Parteierfahrung überlassen

Schließlich müssen Entscheidungen im Interesse des Volkes getroffen werden, das einfache Volk mit siener oftmals schlechten Bildung weis aber nicht welche Entscheidungen die besten sind.

Quelle der Zitate: Kommentar bei der Piratenpartei

Ist NRW der Untergang der parlamentarischen Demokratie?!
geschrieben von: reaper, 11.05.2010

Ich fürchte ja nicht aber dieses ganze Gelaber in den Medien zeigt hervorragend wie unsinnig diese ungefilterte Stimmdelegation in Wahrheit ist. So als Beispiel:

Reformen sind nicht mehr Möglich weil die Bundesratsmehrheit von CDU & FDP nicht mehr gegeben ist. Wo ist da das Problem? Das Fehlen einer Mehrheit ist nur dann ein Problem wenn man unpopuläre also nicht der Mehrheitsmeinung entsprechende Regelungen durchsetzen will. Darin ein Problem zu sehen bedeutet ja sogar das eine Opposition nur als Störer gesehen wird.

Ist nun die SPD oder die CDU Sieger der Wahl, schließlich hat die CDU 6000 Stimmen mehr. Ist doch Wurst, keine der Parteien hat einen eindeutigen Regierungsauftrag. Viel eher hat das Volk entschieden das es nicht von einer bestimmten Partei regiert werden will sondern Vielfalt und Entwicklung will, und sei es eben eine Koalition mit mehr Einflüssen als Schwarz-Gelb.

Ich nehme ja sogar ganz naiv an das dies das Ziel von Demokratie überhaupt ist, nämlich eine möglichst breite Vertretung der vorhandenen Meinungen zu bilden. Das lässt sich allerdings, das muss ich zugeben, nicht in das heutige mehrheitsorientierte und widerspruchsfreie Bild der Parlamente pressen. Denn in diesem Bild ist nur Platz für eine starke Regierung und eine meckernde Opposition.

Wieso heißt denn Regierung immer Mehrheit? Warum müssen Ziele für vier oder fünf Jahre festgelegt werden? Warum muss man immer Kompromisse finden und dann Jahre an diesen festhalten? Warum gibt es immer noch Regierung und Opposition statt Kommunikation?

Ganz offensichtlich ist selbst der wählende Teil der Bevölkerung nicht mehr gewillt dieses Schema von Macht und Mehrheit zu unterstützen. Sollte man da nicht umdenken und das bestehende System in Frage stellen anstatt zu jammern, dass das altbekannte nicht mehr funktioniert. Ganz offensichtlich ist es einfach mal an der Zeit über die Abschaffung oder zumindest über die Flexibilisierung der bestehenden Regierungsmodelle nachzudenken.

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