Archiv 2011
CfP: DreRoCo Herbstgold
geschrieben von: reaper, 09.09.2011
Gar nicht mehr so lange hin ist es bis in Dresden wieder eine DreRoCo vom Stapel gelassen wird. Vom 11. - 13. November steigt die Herbstgold mit klassischem Rollenspielprogramm ganz ohne Prunk und Schnörkel. Geladen ist dabei natürlich wieder jeder, egal ob Alt oder Jung, Einsteiger oder Veteran.
Neben Spielrunden und Workshops wird es auch diesmal eine Tombola geben, soweit bekannt gibt es vermutlich keine Autorenlesung was ich persönlich sehr Schade finde. Dafür hat sich der Mytholon Shop aus Leipzig mit einem Stand angekündigt, es wird also auch wieder ein bissel was zu shoppen geben.
Traditionell ruft die Orga auch wieder alle Spielleiter auf ihre Spielrunden möglichst frühzeitig anzumelden. Bei rechtzeitiger Anmeldung winkt wie immer freier Eintritt!
Nur noch 10 Tage bis zu DreRoCo Primavera 2
geschrieben von: reaper, 17.05.2011
Noch 10 Tage dann steigt die DreRoCo Primavera und ich kann schon jetzt versprechen das es sich lohnt. Ich sehe bis jetzt bereits 30 Spielrunden in 23 Systemen im Programm. Dazu kommen nochmal 3 Workshops in ganz verschiedenen Richtungen. Einmal einen zum Thema "Spielleiten auf Cons", einmal zum "Miniaturen bemalen" und einmal zum "Gugel selbstnähen".
Drumherum gibts noch ein WH40k Turnier. zwei Trading-Card Ausscheidungen und am Sonntag wird bei uns "Munchkin Zombies" pre-released. Am Freitag Abend hat die Thorland Orga hat ihr Minicon "Tag der Schwalbe" für Besucher der DreRoCo geöffnet. Wer mag kann sich am Club Traumtänzer einkleiden lassen und dann einen ambientigen Abend beim Siebenkampf zum Tag der Schwalbe erleben.
Für Kultur am Samstag sorgt mit Nicole Schuhmacher die aus ihren Büchern lesen wird. Für Speis und Trank sorgt das Catering des Clubs mit Cocktails und Softdrinks zu Sonderpreisen. Alles in allem klingt das Programm schon jetzt viel versprechend.
Der Eintritt kostet auch an der Abendkasse nur 5 Euro für das ganze Wochenende, also wer noch nichts vorhat möge vorbei kommen, wir beißen nicht und auch Neueinsteiger werden auf ihre Kosten kommen. Zumindest kenne ich kaum einen Spielleiter der nicht alle Regeln bis ins Detail erklärt.
CfP: DreRoCo Primavera vom 27.-29. Mai in Dresden
geschrieben von: reaper, 22.04.2011
Ende Mai, genauer vom 27.-29. Mai ist es wieder soweit. Der Traumtänzer stellt Zelte auf die Wiese vorm Club und lädt zur 7. Dresdner Rollenspielconvention. Bunt und Vielseitig soll es in diesem Jahr werden, weiter im Mittelpunkt steht natürlich das Rollenspiel. Neben der stärker vertretenen Sparte des Liverollenspiels wird es in diesmal aber auch Raum für Tabletop und Trading Cards geben.
Bis zum 1. Mai laufen noch die Voranmeldungen und Spielleiter die das Programm bereichern sind dabei natürlich besonders gern gesehen. Egal ob es die großen Systeme die DSA und D&D oder die kleinen Indie-Systeme wie Wushu sind die DreRoCo heißt alle Spielleiter willkommen und spendiert ihnen freien Eintritt.
Für ein Rahmenprogramm ist bereits gesorgt und die Spielrunden sammeln sich ebenfalls langsam aber stetig an. Es wird also sicher wieder eine spannende Con!
Relaunch: Traumtänzer Web
geschrieben von: reaper, 08.04.2011
Nicht nur optisch war die Repräsentanz des Traumtänzers bisher eher dürftig vor die darunter liegende Typo3 Platform war in ihrer Konfiguration ein ziemlicher Schrecken. So habe ich mich beim Relaunch auf meine eigene Platform unter der auch <bunix/> und die DreRoCo laufen gestützt und mit wenig Aufwand erst einmal den existierenden Funktionsumfang übernommen.
Beim Design hab ich mich ein wenig auf gealtertes Papier und warme Farben konzentriert was dem eher Mittelalterlichen Flair des Clubs ganz gut entspricht, nicht zu dick aufträgt und aber auch nicht angestaubt erscheint.
Grundlage für das Design ist das Grunge Template von templatemo, als Icons hab ich das Grunge Social Media Iconset vom Iconfinder verwendet.
In Schulen darfs auch mal kuschelig sein
geschrieben von: reaper, 15.03.2011
Und wenn da nur 15 Kinder sitzen, sich die Lehrkraft auf alle konzentrieren kann da kann das ja quasi nicht gehen. Da fällt es doch sofort auf wenn der Kalle der Susi in der Nase bohrt. So oder so ähnlich kommen die Äußerungen von Dresdens Schulbürgermeister Lehmann bei mir an.
Quelle: SZ-Online
Ich glaub ja wirklich langsam CDU ist eine ansteckende Krankheit, eine unheilbare noch dazu. Ich kenn da ja auch Lehrer die mit 25+ Kindern in einen Raum gesperrt werden und wo aus Personalmangel Unterrichtsgänge mit 25 Kindern und einer Betreuungsperson fällig werden.
Schon jetzt verklagen Eltern Grundschullehrer wegen schlechter Noten oder einer nicht der Phantasie entsprechenden Bildungsempfehlung, wie soll denn das weitergehen wenn die Klassenstärken weiter steigen und die Qualität der Lehre immer weiter sinkt und Schulen zu Aufbewahrungseinrichtungen verkommen von denen man erwartet das perfekte Intelligenzbestien heraus purzeln.
Die Politik jammert über Fachkräftemangel und die NPD heult das Tschechen die Wohnungen putzen kommen aber wenn es mal 10 - 15 Jahre eng wird in den Schulen, das schadet doch bestimmt nix müssen sich die ausgebrannten Lehrer eben mal zusammen reißen und ein paar Überstunden schieben, geht doch in der freien Wirtschaft auch.
Umsonstladen? Umsonst oder was?
geschrieben von: reaper, 02.03.2011
Umsonst hat in unserer Gesellschaft einen seltsamen Beiklang. Umsonst das ist, schlimmer noch als kostenlos, wenig wert. In unserem Miteinander sind wir darauf fixiert Geld in Waren oder umgekehrt umzuwandeln. Was ebenso wenig möglich ist wie ein Perpetuum Mobile ist daraus einen Kreislauf zu machen. Kaufe ich ein Auto kann ich es schon einen Tag später nicht mehr zum gleichen Preis verkaufen.
Fast schon unvorstellbar ist es in unserem Denken ohne Geld zu existieren. Ich bin davon nicht frei, denn es fällt mir zumindest schwer mir vorzustellen das Geld komplett abgeschafft wird. Dabei wäre das Konzept vermutlich gar nicht so schwer und in kleinen Biotopen wird es auch heute umgesetzt. In Umsonstläden beispielsweise findet ein permanenter Austausch von Waren statt ohne das Geld fließt.
Man geht in den Laden, nimmt mit was man braucht und lässt da was man nicht braucht. Klar die Waren nutzen sich von Mal zu Mal ab um Nachschub in Form von Produktion kommt man also nicht herum. Auch Verbrauchsgüter sind denkbar ungeeignet, aber das Konzept, oder besser die Philosophie dahinter gefällt mir.
In Dresden gibt es laut Internet zwei solcher Läden. Zum einen das abfallGUT auf der Heidestraße und den UmLaden auf der Alaunstraße. Ersterer ist inzwischen kein Umsonstladen mehr nach der obigen Definition, denn die Abgabe von Waren wurde auf Inhaber eines Dresden Passes bzw. Harz IV Empfänger eingeschränkt.
Eigentlich sehr Schade, rühmt man sich doch auf der Seite, der älteste Umsonstladen Deutschlands zu sein. Was mich daran stört? Das Konzept eines Umsonstladens sieht einen Gleichberechtigten Austausch von Waren vor. Die Einschränkung der Nehmer jedoch suggeriert zwei Dinge:
- Es gibt Leute die es nötiger haben als andere. Daraus leitet man eine Bevorzugung dieser Gruppe ab was der Gleichberechtigung widerspricht.
- Es gibt Leute die sich durch einen Umsonstladen bereichern und daher abgegrenzt werden. Was ebenfalls der Gleichberechtigung widerspricht.
Das Ergebnis in meiner Wahrnehmung schließlich ist das ich als Teil der Erwerbsgesellschaft zum Spender degradiert werde dessen Müll man gern als Almosen weiter verteilt. Ist sicher von einem sozial-pragmatischen Standpunkt richtig und verständlich, geht für mich aber am Konzept eines Umsonstladens vorbei.
SOKO 19. Februar - Die neue Serie aus Dresden
geschrieben von: reaper, 20.02.2011
Der absolut sachliche und objektive Bericht der Dresdner Polizei zum Einsatz am 19. Februar liest sich wie das Drehbuch zu einer neuen ZDF Abendserie. Nach den schweren Ausschreitungen am 19. Februar bleibt Polizeipräsident Dieter Hanitsch nichts weiter übrig als eine Sonderkommision einzuberufen um die brutalen Schlägertrupps von Dresden ausfindig zu machen.
So wird der nervlich völlig zerstörte Mann zitiert:
Quelle: Polizei Sachsen
Nun wer hier mit Füßen tritt wird die SOKO mit Sicherheit herausfinden. Waren es die Linken die einfach nicht demonstrieren sollten? Waren es die Nazis die sich mustergültig die Füße in den Bauch gestanden haben? Standen die vielleicht auf einer Ausgabe des Versammlungsgesetztes? Vielleicht waren es auch die Beamten die der klaren Anweisung folgten Demokratie für Faschisten durchzusetzen? Am Ende war es gar die Stadt Dresden die den Aufmarsch an einer denkbar ungünstigen Stelle erlaubte? Oder liegt der Fehler gar bei den Gerichten? Sollte da jemand unter den Sparzwängen statt eines Urteils von 2011 eine Kopie aus dem Jahre 1935 verlesen haben?
Klar ist zu Beginn des Drehbuches nur eins. Irgendjemand muss Schuld sein. Sehen sie nun "SOKO 19. Februar - Folge 1: Das Versammlungsrecht und die Füße"
Dresden 19. Februar 2011 - Nach(t)gedanken
geschrieben von: reaper, 20.02.2011
Sie sind weg, sie sind nicht mehr da. Alle sind sie wieder abgefahren, ohne zu marschieren, ohne auch nur eine sinnvolle Kundgebung zu Stande zu bringen. Es bleiben ein großer Sieg für das Bündnis Dresden-Nazifrei, eine fatale Niederlage für die Nazis, ein janusköpfiges Bild der Polizei und eine absehbare Presse am gestrigen 19. Februar.
Ich selbst musste den gestrigen Tag aus gesundheitlichen Gründen vom Rechner aus erleben und halte mich daher mit Erfahrungsberichten zurück. Wer sucht der findet sicher genug Berichte von der einen oder anderen Seite.
Was aber kann man am Ende als Fazit ziehen? Ich denke wir haben hier in Dresden einmal mehr gezeigt das man Nazis aufhalten kann wenn man nur will. Das es dabei zu Krawallen gekommen ist, das Barrikaden brannten und Menschen verletzt wurden ist traurig, vielleicht aber nötig. Über das brutale Vorgehen der Polizei zu jammern taugt in meinen Augen genauso wenig wie bösen Autonomen die Schuld zu geben. Es ist ein Faktum mit dem zu rechnen war und dessen Eintreten das Ergebnis rechtfertigt.
Was sich gestern in den Straßen der Dresdner Südvorstadt abgespielt hat ist nichts weiter als die konsequente Umsetzung der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Wenn der Staat nicht in der Lage ist sich selbst vor Kräften zu schützen die an seiner Zerstörung arbeiten ist es die Pflicht der Bürger eben dies zu tun. Dabei mag man von unserem Staat halten was man will, er ist besser als das was uns die Nazis als Alternative anbieten.
Als Fazit aber sollte Dresden ein Zeichen für die Zukunft sein! Dresden ist nur ein Ort den Faschisten für ihre Zwecke missbrauchen und dabei spielt es keine Rolle ob es Zehn, Hundert oder Tausend Nazis sind. Ihre Ideologie die es sich zum Zweck macht anders aussehende, sprechende oder denkende zu diskriminieren verdient nur eins, mit eben dieser Intoleranz bekämpft zu werden die ihr selbst innewohnt, immer und überall. Egal ob in Dresden, Kleinkleckersdorf oder am Mittagstisch.
Faschismus, Fremdenhass und Intoleranz sind keine Meinung, sondern Verbrechen! Auch wenn die Mehrheit lieber darüber schweigt wie über die Potenzschwäche von letzter Woche.
Der Standard: Polizei schlägt Proteste gegen Naziaufmarsch nieder
geschrieben von: reaper, 19.02.2011
Der österreichische Standard schießt mit seiner Überschrift den Vogel ab. Da heißt es wörtlich:
Quelle: derStandard.at
Polizei im Dresden am Ende ihrer Kräfte
geschrieben von: reaper, 19.02.2011
Die Blockaden um den Hauptbahnhof haben gefruchtet, die Nazis konnten dort nicht marschieren, dafür verteilen sie sich auf das Stadtgebiet. Konzentriert sammeln sich die Nazis auf dem F.C. Weiskopf Platz in Dresden Plauen. Die Polizei ist offensichtlich überfordert so zitiert die TAZ den Einsatzleiter mit den Worten:
Nach Einschätzung der TAZ hätte die Polizei im Zweifel nicht genug Kräfte um die Nazis aufzuhalten.
Eine kleinere Gruppe von ca. 500 Nazis wurde in den IC nach Leipzig gesetzt und will dort eine Ersatzveranstaltung abhalten.







