Archiv 2011

Ich lebe im Internetghetto von Dresden
geschrieben von: reaper, 17.08.2011

Heute kurz im Kaufland gewesen und auf dem Weg vom Parkplatz kurz in den Telekomverschlag abgebogen um mal nach LTE und VDSL Ausbau zu fragen. Die Antwort darauf (Gedächtnissprotokoll):

Telekom: LTE ist in Dresden nicht geplant. Wir bauen derzeit überall VDSL aus. Wo wohnen sie denn?
Ich: Dresden Cotta
Telekom: Ach in Cotta da passiert in den nächsten 30 Jahren nix. Da ziehen doch nur so Aussteiger Typen hin die leben wollen wie in den 70er Jahren.
Ich: Ich würde dann gern meinen ISDN Anschluß kündigen, den gabs nämlich in den 70ern noch nicht...

Ich mein ist doch wohl ne Frechheit?! Schlimm genug das ich ginge es nach der Telekom hier noch mit 64 Kilobit surfen soll, aber das ich jetzt ein technikverweigernder Aussteiger und quasi selbst Schuld bin an meiner mangelnden Bandbreite schlägt dem Fass den Boden aus.

Immerhin mein Bild von der Telekom wurde mal wieder gefestigt :P

Aufruf zum Aktionstag “Freiheit statt Angst” am 10. September 2011
geschrieben von: , 16.08.2011

Es gibt natürlich auch in diesem Jahr wieder eine Großdemo gegen Überwachung unter dem Motto Freiheit statt Angst. Diesmal am 10. September wieder in Berlin und dezentral an vielen Orten.

Ein breites gesellschaftliches Bündnis ruft zur Demonstration für die Stärkung unserer Bürgerrechte, für einen besseren modernen Datenschutz und für ein freies Internet auf: Am Samstag, den 10. September 2011 wird unter dem Motto "Freiheit statt Angst" in Berlin und in anderen Städten weltweit ein internationaler Aktionstag für eine offene Gesellschaft und gegen den ausufernden Überwachungswahn stattfinden.

Die Überwachung greift um sich.In der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz, an Universitäten, in den Schulen und im Privaten, werden wir zunehmend beobachtet. Staatliche Stellen und Unternehmen registrieren, überwachen und kontrollieren unser Leben immer lückenloser. Egal was wir tun, mit wem wir sprechen oder telefonieren, wo wir uns bewegen, mit wem wir befreundet sind, wofür wir uns interessieren – der “große Bruder” Staat und die “kleinen Brüder und Schwestern” aus der Wirtschaft wissen es genauer als je zuvor.

Die Gläsernen BürgerInnen werden Realität. Immer mehr Informationen vervollständigen das Bild, das sich Staat und Wirtschaft über jede und jeden Einzelnen von uns machen. Neben Telefondaten, Internetdaten, Bewegungsdaten und Gesundheitsdaten werden auch Daten aus sozialen Netzwerken, ArbeitnehmerInnendaten, Volkszählungsdaten, Geodaten sowie politische und biometrische Daten zwangsweise erhoben und meist zentral gespeichert. Das Missbrauchspotential wächst täglich und potenziert sich mit jeder neuen Datensammlung.

Datensammelwut kennt keine Grenzen. Die Europäische Union setzt immer häufiger auf Überwachung und auf einen immer entgrenzteren Datenaustausch der Eingriffsbehörden. Mit einer flächendeckenden Vorratsspeicherung der Telekommunikationsdaten, Internetsperren, elektronischer Flugpassagierakte und dem EU-Sicherheitsprogramm (Stockholmer Programm) p weiter verschärfte Sicherheits- und Überwachungsbefugnisse auf der politischen Agenda.

Datenberge gefährden unsere Sicherheit. Die zunehmende elektronische Erfassung und Überwachung der gesamten Bevölkerung schafft keinen nachweisbar verbesserten Schutz vor Kriminalität, kostet aber ´zig Millionen von Euro, stellt alle Bürgerinnen und Bürger unter Generalverdacht und gefährdet ihre Privatsphäre. Die Unschuldsvermutung wird zunehmend zu einem Lippenbekenntnis aus vergangener Zeit. Gezielte und sinnvolle präventive Maßnahmen, sowohl technischer als auch sozialer Art, zur Stärkung unserer Sicherheit bleiben dabei auf der Strecke. Überwachungsinfrastrukturen und Datenpools sind missbrauchsanfällig und bilden selbst ein Sicherheitsrisiko.

Massenüberwachung gefährdet die offene Gesellschaft. Wer sich ständig überwacht und beobachtet fühlt, kann sich nicht mehr unbefangen bewegen und freizügig seine Rechte ausleben. Massenüberwachung schadet nicht nur Minderheiten sowie jeder und jedem Einzelnen von uns, sondern behindert auch massiv die Arbeit und das Engagement von Privatpersonen und Organisationen der Zivilgesellschaft. Überwachung, Misstrauen und Angst erzeugen schrittweise in eine Gesellschaft unkritischer BürgerInnen, die "nichts zu verbergen" haben, und dem Staat gegenüber – zur vermeintlichen Gewährleistung einer totalen Sicherheit – gehorsam ihre Freiheitsrechte aufgeben. Eine solche Gesellschaft wollen wir nicht!

Deswegen gehen wir auf die Straße! Wir wollen eine freie, demokratische und offene Gesellschaft, die ohne bedingungslos private Räume und Kommunikation nicht existieren kann. Wir streiten für ein freies Internet mit gleichem Zugang für alle, ohne Diskriminierung einzelner Inhalte und für den Schutz der Meinungs- und Pressefreiheit im Internet weltweit. Der Respekt vor unserer Privatsphäre ist unabdingbarer Bestandteil unserer menschlichen Würde – und zwar in allen Lebensbereichen. Um eine 180-Grad-Wende des gegenwärtigen Überwachungswahns zu fordern, werden wir am Samstag, den 10. September 2011 unter dem Motto "Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn!" durch Berlin ziehen. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, an der Demo teilzunehmen! Die PolitikerInnen und KonzernlenkerInnen sollen sehen, dass wir bereit sind, für unsere Freiheit auf die Straße zu gehen.

Hardcore Ausstieg
geschrieben von: reaper, 13.08.2011

Find ich geil, Exit hat in Gera auf nem Nazirockkonzert T-Shirts verteilt deren Aufdruck sich nach dem Waschen auflöst :P

tags: antifa

Dateisyncronisation jenseits von Rsync und Dropbox
geschrieben von: reaper, 04.08.2011

Um Dateien auch verschiedenen Rechnern syncron zu halten braucht man in der Regel nicht viel. In Softwareprojekten wird eh eine Versionsverwaltung eingesetzt und für den Hausgebrauch tut es im Zweifel auch mal Rsync. So richtig komfortabel ist das aber auch nicht, das haben Dienste wie Dropbox oder Wuala schon vor geraumer Zeit erkannt.

So komfortabel sie auch sein mögen, so zwiespältig sind die Systeme. Alle werben damit das die Daten verschlüsselt in der Cloud liegen. Aber gerade das ist ja der Haken, die Cloud das sind am Ende Server irgendwo auf der Welt, weit weg von jeder persönlichen Kontrolle. Dazu kommt das keines der Systeme, die ich kenne, quelloffen sind.

Was mir also fehlt ist ein Dienst, ein Tool, idealerweise quelloffen das es mir ermöglicht meine Daten zwischen meinen Rechnern zu syncronisieren und für Projekte mit nicht computerafinen Leuten freizugeben. Wichtig dabei ist mir vor allem das ich selbst entscheiden können will wo ich meine Daten hoste.

Nach eingänglicher Recherche blieben 3 Tools übrig: Syncany, Sparkleshare und TeamDrive. Syncany und Sparkleshare klingen verlockend von ihren Konzepten sind quelloffen aber leider noch in recht früher Entwicklung begriffen. Syncany hat für August September ein Preview Release angekündigt und Sparkleshare tauscht Statusinformationen über einen ominösen IRC Server aus. Team Drive ist leider Closed Source erlaubt es aber auch Nutzern des kostenlosen Clients Daten auf einem eigenen Server zu hosten. Aber im Detail:

Sparkleshare nutzt derzeit Git als Backend. Alternative Backends sind aber vorgesehen. Per default ist es möglich die eigenen Daten bei Github, Gitorious, dem Gnome Projekt oder auf einem eigenen Git Server abzulegen. Clients gibt es bisher nur für Linux und Mac. Über die Qualität des letzteren kann ich wenig sagen, der Linux Client zumindes funktionierte und integriert sich nahtlos in Gnomes Dateibrowser Nautilus. Haken an der Sache ist wie bereits erwähnt das Statusinformationen per IRC ausgetauscht werden was ich persönlich für ein No-Go halte. In Zukunft will man aber hier auf XMPP setzen und ich werde das Tool mit Sicherheit im Auge behalten. Auch um Verschlüsselung muss sich der Nutzer selbst kümmern.

Syncany ist noch einen Schritt vor Sparkleshare, Die Entwickler haben für August ein Preview Release angekündigt. Von den Features klingt es vielversprechend allerdings wird es zuerst nur einen Linux Client geben was den Datenaustausch erschwert. Als Backend sind verschiedene Systeme vorgesehen, darunter SFTP, Webdav oder Cloud Dienste wie Amazon S3. Um die Verschlüsselung kümmert sich Syncany bereits Clientseitig. Alles in allem sehr vielversprechend nur leider noch nicht fertig.

TeamDrive syncronisiert seine Daten per Webdav. Per default mit einem Server von Teamdrive, optional und mit kleinen Einschränkungen aber auch mit einem normalen Webdav Apachen. Teamdrive ist ein kommerzielles Produkt, in der freien Version sind sowohl der angebotene Serverspeicher als auch die Datenmenge die der Client verwalten kann auf 2 GB beschränkt. Diese Menge lässt sich durch Aquise von Nutzern oder eine jährliche Gebühr erhöhen. Wie alle anderen Tools syncronisiert Teamdrive auf Wunsch beliebige Ordner mit dem Server und anderen Rechnern. Weitere Nutzer können eingeladen werden um auf die Daten zuzugreifen. Im Gegensatz zu Dropbox werden die Daten bereits auf Clientseite verschlüßelt. Teamdrive kommt also nicht an die Daten heran, schon gar nicht wenn sie auf dem eigenen Server liegen.

Bis Sparkleshare oder Syncany reif geworden sind werde ich mich wohl mit Teamdrive begnügen. Es tut seinen Dienst bis jetzt klaglos und für die wenigen Daten die ich zwischen Notebook und Arbeitsrechner syncron halten will sind die 2 GB ausreichend. Das wichtigste Kriterium ist erfüllt, meine Daten liegen auf meinem Server und nicht irgendwo auf ominösen Storage Kisten in den Staaten.

tags: tools web foss

Integration ist für mich ein faschistoides Wort
geschrieben von: reaper, 27.06.2011

Integration? Integration ist für mich ein faschistoides Wort. Integrieren, das haben die Nazis gemacht – und alles, was nicht inte­griert war, haben sie ausgelöscht.
Quelle: Bülent Kullukcu im Interview mit der Freitag

Nicht vergessen: Towel Day
geschrieben von: reaper, 25.05.2011

Jetzt hätte ich es selbst fast vergessen, heute ist zu Ehren von Doug Adams Towel Day. Denn:

Ein Handtuch, heißt es da, ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug erscheint.
Aus: Hitchhikers Guide to the Galaxy


tags: fun nerdstuff

Nur noch 10 Tage bis zu DreRoCo Primavera 2
geschrieben von: reaper, 17.05.2011

Noch 10 Tage dann steigt die DreRoCo Primavera und ich kann schon jetzt versprechen das es sich lohnt. Ich sehe bis jetzt bereits 30 Spielrunden in 23 Systemen im Programm. Dazu kommen nochmal 3 Workshops in ganz verschiedenen Richtungen. Einmal einen zum Thema "Spielleiten auf Cons", einmal zum "Miniaturen bemalen" und einmal zum "Gugel selbstnähen".

Drumherum gibts noch ein WH40k Turnier. zwei Trading-Card Ausscheidungen und am Sonntag wird bei uns "Munchkin Zombies" pre-released. Am Freitag Abend hat die Thorland Orga hat ihr Minicon "Tag der Schwalbe" für Besucher der DreRoCo geöffnet. Wer mag kann sich am Club Traumtänzer einkleiden lassen und dann einen ambientigen Abend beim Siebenkampf zum Tag der Schwalbe erleben.

Für Kultur am Samstag sorgt mit Nicole Schuhmacher die aus ihren Büchern lesen wird. Für Speis und Trank sorgt das Catering des Clubs mit Cocktails und Softdrinks zu Sonderpreisen. Alles in allem klingt das Programm schon jetzt viel versprechend.

Der Eintritt kostet auch an der Abendkasse nur 5 Euro für das ganze Wochenende, also wer noch nichts vorhat möge vorbei kommen, wir beißen nicht und auch Neueinsteiger werden auf ihre Kosten kommen. Zumindest kenne ich kaum einen Spielleiter der nicht alle Regeln bis ins Detail erklärt.

Grün Tentakel?
geschrieben von: reaper, 17.05.2011

Schon letztes Jahr gabs bei den Jungs von 3D-Supply eine Blogaktion bei der es T-Shirts zu gewinnen gab und seit diesem Tage trage ich mit Stolz den Beweis meiens Sieges über den Schwertmeister. Jetzt gibt es wieder eine solche Aktion, ein T-Shirt bis 20 Euro darf man sich aus dem umfangreichen und teilweise wirklich witzigen Sortiment der Druckerei wünschen.

Schön das es dabei immer noch Hommagen an echte Klassiker aus Film- und Spielwelt gibt. Mein persönlicher Favorit und Wunsch an das Team von 3D-Supply wäre ein Shirt mit dem Konterfei von Grün Tentakel aus Maniac Manson.

Update: Vielen Dank, dein Vorschlag wurde angenommen.

tags: werbung fun

Burger-Zombies - Hambuster
geschrieben von: reaper, 16.05.2011

Appell an die Bundesregierung gegen neuerliche Bestrebungen zur Vorratsdatenspeicherung
geschrieben von: reaper, 07.05.2011

Es ist mal wieder so weit, die Vorratsdatenspeicherung steht wieder auf dem Plan der dringen notwendigen Maßnahmen gegen den Terror. Also heißt es wieder Gesicht zeigen und Meinung sagen, oder hat jemand ernsthaft geglaubt nach dem Urteil der Bundesverfassungsgerichtes wäre es vorbei?

Daten auf Vorrat? Sagen Sie Nein!

Für sechs Monate möchten CDU/CSU speichern, wer mit wem, wo und wann per Telefon oder Handy Kontakt hatte, Emails verschickt oder das Internet genutzt hat. Diese Verbindungs- und Standortdaten sollen nach ihren Vorstellungen helfen, wirksamer gegen Terrorismus vorzugehen. Doch es gibt keinerlei Belege, dass das funktioniert.

Dafür hätten Polizei, Staatsanwaltschaft und ausländische Staaten Zugriff auf die Daten und könnten von nahezu allen Menschen Bewegungsprofile erstellen, geschäftliche Kontakte rekonstruieren und Bekanntschaften identifizieren.

Ein massiver Eingriff in unsere Persönlichkeitsrechte!
Meine Stimme gegen Nazis! Nazis raus aus dem Internet Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken und handeln! rsp-blogs.de
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