Archiv 2008

Freies Routen Planen
geschrieben von: reaper, 06.12.2008

OpenStreetMap (OSM) ist ja inzwischen in aller Munde. Mit jedem halbwegs passablen GPS Gerät kann man dort seine Heimatliche Straße eintragen und einige Städte in Deutschland sind schon besser erfasst als bei Google Maps. Tatsächlich sehen die Karten von OSM übersichtlicher aus als bei Google und enthalten wesentlich mehr Details wie Fuß-, Rad- und Wanderwege. Was mir bisher noch fehlte war eine Routenplanung, denn bei OSM direkt konnte man noch nicht nach Adressen suchen oder Routen planen. OpenRouteService ist ein Projekt der Uni Bonn und stellt genau diesen Dienst zur Verfügung.

Zwar ist die Suche noch nicht Hausnummerngenau aber dafür kann man Routen neben dem klassischen Auto auch für Fußgänger oder Radfahrer planen und als GPX Datei fürs GPS-Gerät runterladen. Prima Sache wie ich finde und für eine Betaversion schon wirklich nett!

Web-of-trust visualisieren
geschrieben von: reaper, 06.11.2008

Will man die Vertrauensbeziehungen zwischen verschiedenen GPG Schlüsseln anzeigen lassen kann man dies pro Schlüssel recht einfach auf der Kommandozeile tun. Um aber die Beziehung zwischen einer ganzen Reihe von Schlüsseln zu durchschauen bietet sich eine grafische Darstellung an. Sinnvoll ist das zum Beispiel um den Effekt eines Keysignings für das Web-of-Trust der Teilnehmer darzustellen.

Nach einiger Suche und vielen Bildern die keine Aussage trafen wie sie entstanden sind fand ich schließlich sig2dot.pl. Mit dessen Hilfe lassen sich die Beziehungen zwischen Schlüsseln in ein GraphViz Plotfile exportieren und von dort in eine Grafik konvertieren.

Hier als Beispiel die Beziehungen der Teilnehmer des LIT2008 Keysignings am Tag des Einsendeschlusses:

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Keysigning beim Linux-Info-Tag
geschrieben von: reaper, 03.11.2008

Noch bis Donnerstag läuft die Anmeldung für das Keysigning beim Linux-Info-Tag am 8. November. Das Keysigning ist eine gute Chance für jeden die Glaubwürdigkeit seine GnuPG-Schlüssels zu stärken.

Denn ein GnuPG-Schlüssel allein ist für sich allein in der weiten Welt erstmal wenig glaubwürdig. Zwar kann man damit seine Mails signieren um sich als Absender zu authentifizieren aber im Prinzip kann jeder einen GnuPG-Schlüssel erzeugen und publizieren, erst durch das Web-of-Trust kann glaubhaft gemacht werden wer der wirkliche Eigentümer des Schlüssel ist und ein solches Web-of-Trust kann sich nur dann bilden wenn möglichst viele Teilnehmer gegenseitig ihre Schlüssel signieren. Und zwar nicht einfach nur so sondern nach einem persönlichen Kontakt.

Also nutzt die Chance beim Linux-Info-Tag vorbei zu schauen. Neben dem Keysigning gibt es natürlich noch viele andere Dinge zu sehen. Unter anderem gibt es wieder 12 Vorträge, 7 Workshops und verschiedene Projektstände. So kann man unter anderem freier Musik lauschen oder sich eine Assurance bei CACert sichern.

Openoffice 3 auf den Mirrors
geschrieben von: reaper, 10.10.2008

Wie ich gerade sehe dümpelt die finale Version von Openoffice 3 auf verschiedenen Mirrors ein, es ist also in kürze mit der offiziellen Veröffentlichung zu rechnen :) Aber wer jetzt schon will kann sich vor dem großen Ansturm der Microsoft Office Leidenden schon mal selbst beglücken.

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tags: foss tools unix

Die verlorene Community
geschrieben von: reaper, 05.10.2008

Will ein Projekt im Bereich Opensource wirklich erfolgreich sein, dann muss es entweder in großem Stil vermarktet und eingesetzt werden, was eine gewisse Projektreife mit sich bringt die den Marktanteil untermauert oder muss eine verdammt aktive und gute Community haben. Die meiste Software aus dem FOSS Bereich die einem einfällt gehört zu ersterer Gruppe, bei den ganzen kleinen Tools stößt man früher oder später auf Probleme die man nicht selbst lösen kann und dann ist die Community gefragt. Hat man Glück trifft man auf aktive Entwickler die sich gern der Probleme annehmen und eine Lösung finden. Nach meiner Erfahrung nimmt die Chance individuelle Hilfe zu bekommen mit der Größe und Verbreitung der Projekte ab.

Risto H. Kurppa siniert in seinem Blog nun über die Community des Openmoko Projektes und man kann zu seinen Worten nur wenig hinzufügen. Hard- und Software spielen nicht ordentlich zusammen, der Nutzer wird vor einen Berg von verfügbarer unfertiger Software gesetzt und in Dunkeln gelassen was als nächstes kommt. Das derzeitige Ergebnis sind aktive Nutzer die auf die Community hören und eigene Distributionen wie FDOM ins Leben rufen oder eigene Pakete schreiben. Dabei ist es denn eine Schande das viele dieser Projekte versanden und nie ihren Weg in die Mainline Distributionen finden. So sind für die Installation von Tools meist Pakete von nöten die man händisch runterladen muss und die dann wieder Abhängigkeiten mitbringen die wiederum von Hand installiert werden müssen.

Bei all dem Chaos scheint es kein ordentliches Community Management zu geben. Der Freerunner ist ein kleines, nettes Gadget mit großem Potential das sich derzeit durch das scheinbar ziellose Umherirren der Community selbst das Wasser abgräbt. Ristos Forderungen an die Community sind also ganz verständlich: Organisiert das Projekt! Informiert die Community über Ziele und Fortschritte! Geht auf die Community ein!

Und damit hat er voll und ganz recht. FDOM zum Beispiel zeigt prima die Möglichkeiten des Freerunner auf indem gute Software gebundled wird. Om 2008.8 dagegen ist ein Schritt zurück und gegen die Wand. Ich persönlich verstehe den Schritt nicht, denn 2007.2 zeigte prima wie eine Distribution aussehen könnte. Klar GTK ist nicht das schnellste aber es hat funktioniert und man fühlte sich daheim. Mit 2008.8 hat man einen Topf von Technologien die nicht dafür gedacht sind zusammen zu arbeiten, das System leidet darunter und zeigt es in schlechter Performance und inkonsistentem Interface. FSO ist ein echt schickes Framework aber Zhone ist nicht zum telefonieren zu gebrauchen. Allein Qt Extended (ehemals Qtopia 4.4) zeigt derzeit etwas konsistentes, halbwegs stabiles und vorzeigbares. Dumm nur das Qtopia eigentlich gar nicht nur für den Freerunner entwickelt wurde.

Aber bei allem Jammern, Openmoko ist noch ein Junges Projekt und man kann noch hoffen das sich die Anfangsfehler verwachsen, wenn die führeden Köpfe hinter der Community an einem Strang ziehen.

Freerunner Distributionen
geschrieben von: reaper, 15.08.2008

Ich hab zwar meinen Freerunner noch nicht in den Händen bin aber schon jetzt gespannt welche der vielen Distributionen darauf am besten läuft. Orginal drauf dürfte ja 2007.2 sein ein nicht mehr erweitertes Linux mit GTK Oberfläche. Gerade rausgekommen ist der Nachfolger 2008.8 (Codename ASU) welches als Frontendapplikationen mit GTK+, EFL und Qtopia. Für letzteres gibt es auch eine eigenständige Distribution. Daneben existiert noch FSO eine rein GTK basierte Oberfläche.

Glaubt man den Berichten im Netzt ist 2008.8 derzeit ein Schuß in den Ofen. Das System wurde veröffentlicht trotz der Bedenken der Qualitätstester und ist somit voller Bugs. Qtopia soll wohl neben FSO mit am besten ausgereift sein und 2007.2 zumindest funktionieren. Immerhin es ist möglich ein Image im Flash zu haben und auf der SD-Karte ein paralleles System laufen zu lassen. Das ermöglicht es recht gefahrlos andere Distributionen aus zu probieren.

Und der Clou kam heute über die Mailingliste, es gibt jetzt einen offiziellen Debian Port für den Freerunner der unter anderem FSO Applikationen und damit auch die GSM-Telefonie unterstützen dürfte. Auf dem alten Neo1973 lief ja auch NetBSD (Warum auch nicht Toaster oder Handy wo ist da der Unterschied :P). Wenn man kein reines Telefon haben will sondern eine mobile Linux Maschine dann dürfte wohl so ein Debian erste Wahl sein, nicht zuletzt wegen der großen Auswahl an Paketen.

Bald schon ist Freerunnerzeit
geschrieben von: reaper, 14.08.2008

Mich kribbelt es schon in den Fingern aber bald schon sollte ich meinen Freerunner in den Händen halten. Morgen soll die Lieferung in Leipzig sein und kommt dann hoffentlich schon nächste Woche bei mir an. Sicher der Freerunner dürfte für den täglichen Einsatz als Handy noch nicht perfekt sein aber wer weiß das schon. Bei so manchem Gerät und so mancher Software dringen ja primär die Problemfälle nach außen.

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MacFusion 2
geschrieben von: reaper, 22.07.2008

MacFusion ein Frontend zu MacFuse, zum Einbinden von Userland Dateisystemen wie SSHFS oder FTPFS geht in die zweite Runde. Auf den ersten Blick fällt das etwas aufgeräumtere Interface auf und die option das Menuleistenicon auszublenden. Letzteres ist für mich allerdings unwichtig, denn gerade diese Option mag ich da ich MacFusion eigentlich primär zum schnellen Mounten von entfernten Dateisystemen wie dem Webserver oder dem Rechner auf Arbeit verwende und eigentlich eher keine permanente Verbindung haben will.
tags: mac tools foss

Kaninchen meets Rambo - Big Buck Bunny
geschrieben von: reaper, 02.06.2008

Nach dem träumenden Elefanten jetzt Amoklaufende Kaninchen unter CC Lizens ;) Garantiert Gewaltfrei und Open-Source.

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tags: foss

Dem Firefox den Kompatibilitätscheck austreiben
geschrieben von: reaper, 27.04.2008

Eigentlich wollte ich ja den neuen Firefox wirklich erst einsetzen wenn er fertig ist aber das neue Ubunutu bringt (LTS sei Dank) den Firefox 3-b5 als Standard mit. Grund dafür ist der LTS der sich mit dem auslaufenden Support für den Firefox 2 überschneidet. Über Sinn und Unsinn diesbezüglich kann man sicher streiten. Als Nutzer hat man nun die Wahl, entweder die Beta nutzen oder den 2er separat installieren. Letzteres hat bei mir zumindest nicht so richtig geklappt also muss ich wohl oder übel mit dem neuen leben.

Problem dabei ist nun nur das die meisten Plugins noch nicht getestet sind und daher noch nicht als kompatibel markiert sind. Tatsäschlich sind das bei meinen derzeit 15 Extensions 8 die nicht funktionieren. Darunter die del.icio.us Extension und Firebug ohne die ich nun eigentlich nicht auskommen will. Nun kann man hier tricksen und die XPI Installationspakete bearbeiten und die Plugins so kompatibel machen oder eben einfach den Check abschalten. Das ist nicht die feine Englische und für Stabilität dannach kann vermutlich niemand garantieren aber was solls bei mir scheint es auf den ersten Blick zu funktionieren.

Um den Kompatibilitätscheck zu deaktivieren rufe man die Konfigurationsseite über about:config auf und füge über einen Rechtsklick -> New -> Boolean ein Attribute extensions.checkCompatibility hinzu und gebe diesem den Wert false. Dannach ist noch ein Neustart des Browser nötig und alle Plugins sollten wieder laufen.

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