Archiv 2008

Virtual Box 2.1 - Jetzt mit 3D
geschrieben von: reaper, 17.12.2008

Pünktlich wie jeden Monat gibt es seit heute wieder eine neue Version der dual-lizenzierten Virtualisierungslösung VirtualBox. Für mich bemerkenswertestes Feature ist dabei die (noch experimentelle) Implementation einer OpenGL Hardware Schnittstelle mit der echte 3D Beschleunigung möglich wird. Ja es ist erstmal nur für Windows Guests und auch nur OpenGL aber das Handbuch verspricht für die Zukunft schon Direct3D. Wenn das denn wirklich laufen würde und auch nicht nur für das alte DirectX 8.1 wäre man dem Windowsfreien Linux Spiele PC wieder einen großen Schritt näher :P
tags: linux tools

Das Ende der Killerspieler - Headshot Helm
geschrieben von: reaper, 17.12.2008

Endlich ist es der Anti-Killerspiele Lobby gelungen einen Durschlagenden Erfolg zu landen. Weder Kosten noch Mühen wurden gescheut sich der brutalen, gewalttätigen, zockend verrohten Jugend entgegen zu stellen. Fast schon subtil wurde der Headshot Helm auf den Markt gebracht, der Killerspielern in Zukunft glaubwürdig erlittene Kopfschüße vermitteln soll wie die Redaktion des Golems berichtet. Eigentlich Makaber wie sich die Lobby der unliebsamen Feinde entledigt, aber wer nicht hören will muss fühlen, in diesem Fall wie die Kugel sich ins Hirn bohrt.

Wie das mit dem Geld wirklich funktioniert...
geschrieben von: reaper, 16.12.2008

... erklärt diese dreiteilige Dokumentation.

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tags: fun

Experiment Mac beendet
geschrieben von: reaper, 12.12.2008

Zu Ostern 2007 begann ich mein Experiment Mac. Als Probant musste ein MacBook Pro der zweiten Genereation herhalten. Zuerst begeistert vom neuen Gerät ließ ich mich nicht einmal vom kaputten Speicherbaustein oder von den Performance Einbrüchen ohne Akku unterkriegen. Ich erforschte das System und war begeistert von der Einfachheit mit der viele Dinge funktionierten. Heute, gut eineinhalb Jahre später hat sich Ernüchterung breitgemacht. Für mich sind inzwischen weder die Usability, noch die Hardware, noch das Softwareangebot so herausragend einen Mac zu bevorzugen.

Viel Software ist dabei tatsächlich gleich an Board und alles was man nicht in der ersten Stunde braucht, kann man aus Free- und Shareware Archiven ziehen. Tatsächlich ist aber ein One-Man Freeware Tool kein OpenSource Projekt und das Gefühl ist einfach anders vor allem was die Funktionalität angeht. Und als bekennenden OpenSource Fan spürt man schnell die Schranken des Proprietären. Linderung schaffen hier Paketsammlungen wie Macports und Fink mit denen sich Tools aus der Linux Welt auf den Mac bringen lassen.

Der große Haken an der nachinstallierten freien Software ist jedoch die fremdkörperartige Integration von X11. Bei 2 GB RAM kann ich ja durchaus noch damit leben das ich extra noch X11 im Hintergrund laufen haben muss aber die Programme fühlen sich an wie Fremdkörper. Für das Starten über das Dock muss man typischerweise ein Skript schreiben oder ein Terminal öffnen (Außnahmen wie Gimp.app gibt es natürlich aber selten). Läuft dann so eine X11 Anwendung wirkt alles ein wenig aufgesetzt, wie Supermarktsitzbezüge im nagelneuen Porsche. Man kann damit Arbeiten aber das Mac Argument mit der tollen Oberfläche zieht nur noch bedingt und eine Integration in einen Linux Desktop würde gelungener wirken. Dazu kommt das in diesen Ports selten top aktuelle Versionen zu finden sind und auch die Fülle ganz Sicher nicht an ein Ubuntu Repository heranreicht. So habe ich bis heute kein kompilierbares Tool für meinen Raw-Workflow auf den Mac bekommen (und nein ich will eben kein Geld für Aperture ausgeben).

Etwas später gelangte ich dann an den Punkt wo ich meine Fühler nach dem berüchtigten Unix Unterbau ausstreckte. Zugang bekommt man dazu über das Terminal und Unix Tools die nicht im Basisumfang vorhanden sind bringen wieder Fink oder Macports. Soweit so gut, leider brauche ich auf der Kommandozeile immer mal so Tasten wie die Bildlauftasten. Selbst mit Gefrickel hat das aber nicht immer so funktioniert wie es sollte. Für mich ist das allgemein unverständlich das Apple nicht die sonst üblichen ganz stink normalen QWERTY Layouts verwendet. So hämmer ich im Affekt immer noch Apfel-Rechts + Q um einen Klammeraffen zu erzeugen und beobachte dann statt dessen wie sich das Fenster schließt. Vor allem beim steten wechsel ist das recht nervig.

Auch sonst ist die Hardware in meinen Augen nicht herausragend. Sicher die Verarbeitung ist solide, aber in Punkto Qualität gleichwertige Produkte gibt es auch schon für weniger Geld. Zumal auch in Punkto Hardware zwei kleine Dämpfer auf meiner Liste sind. Da stehen zum Beispiel die Wäremeentwicklung und der Lärmpegel unter Last. Das ein Rechner kühlen muss wenn er heiß wird ist in Ordnung aber das Geräusch meines Macs gleicht einer Turbine, schön das es beim Surfen meist gar keinen Muks macht aber wenn man mal spielt setzt man besser Kopfhörer auf. Was aber in meinen Augen auch gar nicht geht ist der begrenzte Kippwinkel des Displays, der hat mich so manches mal am entspannten Sitzen gehindert.

Auch wenn sich bei mir in den letzten Wochen genug Unmut aufgestaut hat mir trotz passabler Hardware Leistung ein neues Notebook zu bestellen war der Mac eine interessante Erfahrung für mich. Allerdings ziehe ich dem Mac ein ordentlich konfiguriertes Linux vor, da fühle ich mich heimischer, zumal zum Zocken hab ich auch auf dem Mac ein Windows parat gehabt.

tags: mac linux

LOL du hast ROFL gesagt
geschrieben von: reaper, 10.12.2008

Ja es gibt sie wirklich die Menschen die dem Internet die Schuld an der wachsenden Distanz in unserer Gesellschaft geben. Diese gaben sie schon dem Fernsehen, dem Radio und vermutlich auch dem Buch. Und in einem haben sie natürlich Recht das Internet verändert unsere Gesellschaft. Der Film "LOL du hast ROFL gesagt" stellt genau diese Frage.

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tags: fun reallife web

Nicht Lustig 4 Trailer
geschrieben von: reaper, 06.12.2008

Irgendwie ist's mal wieder an mir vorbei gegangen, der Trailer zum vierten Nicht Lustig Band.

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tags: fun

Freies Routen Planen
geschrieben von: reaper, 06.12.2008

OpenStreetMap (OSM) ist ja inzwischen in aller Munde. Mit jedem halbwegs passablen GPS Gerät kann man dort seine Heimatliche Straße eintragen und einige Städte in Deutschland sind schon besser erfasst als bei Google Maps. Tatsächlich sehen die Karten von OSM übersichtlicher aus als bei Google und enthalten wesentlich mehr Details wie Fuß-, Rad- und Wanderwege. Was mir bisher noch fehlte war eine Routenplanung, denn bei OSM direkt konnte man noch nicht nach Adressen suchen oder Routen planen. OpenRouteService ist ein Projekt der Uni Bonn und stellt genau diesen Dienst zur Verfügung.

Zwar ist die Suche noch nicht Hausnummerngenau aber dafür kann man Routen neben dem klassischen Auto auch für Fußgänger oder Radfahrer planen und als GPX Datei fürs GPS-Gerät runterladen. Prima Sache wie ich finde und für eine Betaversion schon wirklich nett!

Review: DreRoCo - 3. Dresdner Rollenspiel Convention
geschrieben von: reaper, 18.11.2008

Wieder ein ganzes Wochenende lang stand Dresden im Zeichen der Dresdner Rollenspiel Convention (DreRoCo). Waren die ersten beiden Cons noch von extremen Temperaturen gebeutelt gab es diesmal ein angenehm warmes Ambiente im AWO Jugendtreff Checkout in Dresden Niedersedlitz. Die Anzahl der Spieler hat sich dabei von 40 Teilnehmern auf gefühlte 100 vergrößert. In Wahrheit waren es nur 65 Gäste die uns im Checkout besuchten aber die Stimmung war großartig.

Zum Spielen bin ich in diesem Jahr weniger gekommen, sehe ich die Con doch diesmal aus der Sicht der Orga was die Möglichkeiten sich aktiv in die Runden ein wenig reduziert. Das Gefühl den Besuchern dafür ein schönes Wochenende zu verschaffen gleicht das aber mehr als nur aus. Meine magere Spielzeit nutzte ich in diesem Jahr um mal in die Rolle eines blutsaugenden Vampirs zu schlüpfen und die Straßen des antiken Roms unsicher zu machen. Auch wenn das in diesem Fall die Gothen recht effizient allein schafften. Das interessante an der Runde war das hier über drei Blöcke mit teilweise wechselnden Spielern ein ganzer jahrelanger Plot erzählt wurde. Etwas schwierig da im letzten Kapitel noch einzusteigen, aber dennoch interessant.

In den Abendrunden schickte ich selbst eine Hand voller Spieler nach Aventurien. Zum einen nach Udhenberg in der Rolle von Zwergischen Kundschaftern und Saboteuren des Söldnerheeres der Udhenberger Äxte und zum anderen auf die Burg Tannenfels wo die Spieler das Wiki-Abenteuer "Mord auf der Burg Tannenfels" erleben durften. Beides waren sehr angenehme Runden mit DSA Erfahrenen und Einsteigern in einer recht gesunden Mischung.

Gesund war in meinen Augen auch die Mischung aus Spielern im allgemeinen. Anwesend waren selbstverständlich die üblichen Verdächtigen aus Dresden, eine ganze Reihe Spieler aus dem Raum Leipzig aber auch für mich neue Gesichter tauchten auf, was dafür spricht das sich die Con langsam etabliert. Den Entfernungsrekord dürften aber unsere Besucher aus Hamburg halten, die dann bei der Tombola auch prompt einen der Hauptpreise (ein orginal DreRoCo Orga-Shirt) gewannen.

Die Versorgung der Gäste lief diesmal auch in geordneten Bahnen ab. Schon weil das Checkout mit einer Küche + Bar die besseren Möglichkeiten bot. Dazu kamen natürlich auch die Erfahrungen aus dem letzten Jahr und die neu eingeführten Tavernenkarten die das ständige Geldwechseln und damit viel Stress auf beiden Seiten ersparten. Das Angebot der Speisen reichte dabei von belegten Brötchen über warme Würstchen bis hin zur selbsgemachten Kartoffelsuppe. Letztere war ebenfalls ein Novum das reißenden Absatz fand und viel Lob erntete.

Alles in allem gibt es nichts was wirklich schief ging. Natürlich werden sich noch Details finden die sich beim nächsten Mal noch besser machen lassen aber insgesamt habe ich ein gutes Gefühl bei der Con und das liegt zu einem guten Teil an den Teilnehmern und zum anderen an der engagierten Orga die dieses Event mit gerade mal sechs Leuten auf die Beine gestellt hat. Mir hats gefallen und im nächsten Jahr wirds noch besser!

Web-of-trust visualisieren
geschrieben von: reaper, 06.11.2008

Will man die Vertrauensbeziehungen zwischen verschiedenen GPG Schlüsseln anzeigen lassen kann man dies pro Schlüssel recht einfach auf der Kommandozeile tun. Um aber die Beziehung zwischen einer ganzen Reihe von Schlüsseln zu durchschauen bietet sich eine grafische Darstellung an. Sinnvoll ist das zum Beispiel um den Effekt eines Keysignings für das Web-of-Trust der Teilnehmer darzustellen.

Nach einiger Suche und vielen Bildern die keine Aussage trafen wie sie entstanden sind fand ich schließlich sig2dot.pl. Mit dessen Hilfe lassen sich die Beziehungen zwischen Schlüsseln in ein GraphViz Plotfile exportieren und von dort in eine Grafik konvertieren.

Hier als Beispiel die Beziehungen der Teilnehmer des LIT2008 Keysignings am Tag des Einsendeschlusses:

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