Archiv 2007
Manitu speichert vorerst nicht
geschrieben von: reaper, 17.12.2007
Heute bekam ich von Manitu meinem langjährigen Hoster eine Mail indem dieser bekundete die Übergangsfrist bis zum endgültigen Inkrafttreten zu nutzen um eine Alternativ-Lösung, also einen Ausweg aus der Speicherpflicht zu finden.
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Das neue Gesetz sieht für Internet-Dienstleister eine Übergangsfrist
bis 2009 vor. Erst ab dann sind wir zur Einhaltung verpflichtet.Wir haben uns entschlossen, diese Frist voll zu nutzen und auch ab
2008 KEINE Vorratsdatenspeicherung vorzunehmen. Wir bemühen uns derzeitum eine Alternativ-Lösung, damit wir Ihnen dies dauerhaft ermöglichen
können. Weitere Details werden wir Ihnen im Laufe des kommenden Jahres
mitteilen, bitten Sie aber bis dahin, von Rückfragen hierzu abzusehen.
Zwar betrifft mich das nur indirekt da die Hoster keine Speicherpflicht für Rootserver haben, trotzdem hoffe ich das es noch mehr Provider und Hoster gibt welche die Übergangsfrist nutzen. Schließlich gibt es ja immer noch die Verfassungsklage!
Datenschutz beim Kampf gegen den Spam
geschrieben von: reaper, 15.12.2007
In der letzten Zeit meinen es die Profi Trackbacker aus der Porno- und Gesundheitsbranche wieder sehr aktiv bei mir. Derzeit bekämpfe ich die nervigen Trackbacks durch ein manuelles Freischalten, was aber auch nervt wenn mal in einem Hoch 50 Spams am Tag reingelaufen sind. Inzwischen reduziere ich die Flut ein wenig indem ich gleiche Trackbacks (Url / Herkunft / Titel) gleich ganz verwerfe. Das hilft, denn so bleibt immer nur der erste Eintrag eines Angriffs hängen.
Trotzdem würde ich das gern auch noch loswerden und hab mir mal Akismet angeschaut. Akismet wird per default mit Wordpress ausgeliefert, liegt aber auch für andere Systeme oder als flexible Bibliothek für eigene Lösungen vor. Und bei einem kurzen review der Klasse musste ich feststellen das Akismet eine ganze Menge von Daten über den kommentierenden Besucher sammelt und an den zentralen Akismet Service schickt:
$this->comment['user_agent'] = $_SERVER['HTTP_USER_AGENT']; $this->comment['referrer'] = $_SERVER['HTTP_REFERER']; $this->comment['user_ip'] = $_SERVER['REMOTE_ADDR']
Also Browser, Referer und IP Adresse, die Frage ist also was macht Akismet mit diesen Daten? Ein Blick in die Datenschutzerklärung klärt auf:
Die Daten werden also zu Zwecken der Produktentwicklung und an die Gesetzeshüter weitergegeben. Weiterhin werden Daten auf Vorrat zwischengespeichert wenn diese fälschlich als Spam erkannt wurden und Statistiken über die Nutzung erstellt werden. Also wieder eine Technik die Verbindungen zwischen Personen offenlegen kann und damit zur Falle für all die paranoiden Blogger werden könnte. Dabei sollte man bedenken das Akismet per default bei Wordpress immer dabei ist! Ich selbst werde Akismet also nicht integrieren und eher einen Bayes Filter für die Trackbacks in Betracht ziehen.
Wie vertragen sich eigentlich Blogs und Datenschutz
geschrieben von: reaper, 12.11.2007
In letzter Zeit wurde viel geschrieben über Vorratsdatenspeicherung und Datenschutz. Aber wie ist es eigentlich bestellt um den Datenschutz von Blogs?! Ich denke da in erster Linie an zentral gehostete Blogs wie bei Blogger.com, aber selbst privat gehostete Blogs klammern sich nicht selben an zentrale Dienste wie Feedburner und Viele Blogs sind vollgeladen mit Verknüpfungen zu Blogrankingseiten wie technorati.
Ganz klar, Blogs sind Web 2.0, woraus eine Verknüpfung mit anderen Seiten resultiert, sei es durch Trackbacks, gegenseitige Kommentate oder direkte Verlinkung über Blogrolls. Das ist Sinn und Zweck der Sache, aber wer blogged, der will auch gelesen werden. Das ist auch ganz legitim, den im Prinzip sind Blogs eine moderne Form der Presse, die nur einer sehr geringen Form der zentralistischen Repression / Zensur unterliegen. Ob dies der Qualität nun zuträglich ist, sei dahingestellt. Ebenso ist die Verknüpfung von Blogs über die genannten Mechanismen sinnvoll und zu unterstützen, das zentralisierte bewerben von Blogs halte ich jedoch für falsch und gefährlich.
Während das zentrale Hosting für viele technisch weniger versierte Nutzer die einzige Möglichkeit ist ein Blog zu schalten sind die Rankingdienste für die Existenz eines Blogs nicht notwendig. Beide haben Datenschutztechnisch jedoch ein großes Problem, beide gelangen durch den Nutzer an persönliche Informationen. Nehmen wir zum Beispiel Blogger.com (inzwischen zu Google gehörig), hier werden mehrere tausend Blogs gehostet, es können Kommentare hinterlassen werden und persönliche Meinungen veröffentlicht werden. Alles auf einer zentralen Platform, welche Kontrolle hat aber der Blogbetreiber auf das was gelogged wird? Keinen, zumindest keinen wirklichen, tatsächlich ist man auf den guten Glauben an die Datenschutzerklärung gebunden. Praktisch verhindert aber niemand eine zentrale statistische, wirtschaftliche oder politische Analyse der Benutzer und Besucherdaten.
Wer nun sein Blog daheim, bzw. auf einem eigenen Rootserver hostet, dem geht es erstmal besser. Man hat die Kontrolle über die Logs und die Datenbank mit den sensiblen Daten, ist also selbst verantwortlich. Bindet man aber extere Dienste wie Statistiken, Ranking oder Feedprovider ein verliert man diese Kontrolle wieder, schlimmer noch man hat vielleicht sogar mehr als nur einen unkontrollierten Datenstrom zu kommerziellen Anbietern die nur durch ihre hohe Moral daran gehindert werden ihre Datenschutzbestimmungen zu durchbrechen. Dabei bieten nahezu alle Bloglösungen
Ein fast schon zynisches Gegenbeispiel ist die Aktion Uberwach, welche auch ich vor zwei Tagen eingebunden habe. Über eine Grafik bindet man eine IP Analyse von Uberwach ein. Diese prüft ob man von einer öffentlichen Einrichtung aus auf die Webseite zugreift, ist dem so wird eine aktive rot blinkende Kamera angezeigt, sonst nur eine grüne ausgeschaltete. Ein netter Spaß und dem Kollegen der es bereitstellt kann man vertrauen. Die Verwendung von kommerziellen Dienstleistungen zur Analyse von Zugriffen oder dem Ranking auf dessen Basis sollte man misstrauen.
Tatsächlich ist auch die Onlinedemo des AK-Vorrat so ein zweischneidiges Schwert, will man immer die aktuellen Eselsohren haben, so holt man diese vom AK Server und gibt diesem damit die Möglichkeit zu protokollieren :(
Am Ende läuft es einmal mehr auf die Frage hinaus sie sich bei vielen großen Problemen stellt, in wie weit ist man bereit Einschränkungen hinzunehmen um das Problem zu lösen. Sind wir nun betroffen vom KZ-Gedenkstätten Besuch oder tun wir was gegen die Nazis von heute. Setzen wir uns für Datenschutz ein oder ist uns der Erfolg unserer Webseite wichtiger. Über diesen letzten Gedanken bin ich in den letzten Tagen mehrfach gestolpert und werde ihn sicher auch in Kürze hier noch erörtern.
19 Regeln wie man seine Webseite versaut
geschrieben von: reaper, 03.07.2007
19 Regeln wie man seine Webseiten versauen kann finden sich auf Josiah Coles Webseite, mein persönlicher Favorit dabei ist ganz klar Nummer 19:
Wimax mit aller Gewalt :P
geschrieben von: reaper, 25.06.2007
Es ist nun schon geraume Zeit her das meine High-Speed Blase zu platzen schien und ich mich schon auf ewig ans Bürgernetz gefesselt sah ;) Nun die miese Performance der Wimax Anbindung hatte mich letztendlich dazu gebracht den Vertrag zu kündigen. Etwa eine Woche nach dem ich meine Kündigung zu MAXXonair gefaxt hatte rief mich einmal mehr ein Mitarbeiter des Kundendienstes (sonst nur unter 0900-EXTRATEUER) zu erreichen an und bat mich doch meine Antenne noch einmal einzuschalten, er wolle noch ein paar Messungen (vermutlich Pings von der Basisstation aus) vornehmen.
Nun ich bin kein Unmensch und gab seinem Wunsch statt. Er teilte mir jedoch nur mit das alles in Ordnung seie, er aber noch mal ein Firmware Update gemacht habe und ich doch die Leistung noch einmal beobachten solle. Und oh Wunder seit dem geht es eigentlich recht passabel. Die Pings liegen in den Stoßzeiten zwar immernoch über 100 aber in der Nacht wo keiner Netz braucht liegen sie dann mit 90 weit unter 100 Millisekunden.
Bei den Downloadraten habe ich jedoch noch eine Anmerkung. Ich kann jetzt locker mit 230 kByte je Sekunde ziehen unter der Bedingung da ich dies mit wenigstens 3 gleichzeitigen Streams (z.B. DownThemAll!) mache, sonst klebt die Nadel bei 90 Sachen fest. Scheinbar wird hier noch eine Limitierung von 90 kByte pro Stream vorgenommen was aber beim normalen Surfen nicht auffällt. Nur wenn man von einem nicht Resume-fähigen Server runterlädt wirds eben langsam. Das ganze skaliert nach meiner Beobachtung auch mit der Uhrzeit, zu Stoßzeiten wie etwa Abends um 18:00 scheinen die Streams auf 30 kByte begrenzt zu sein. Naja egal, machmer halt mehr Streams auf :P
Automatisierte Tests für Webseiten mit TestGen4Web
geschrieben von: reaper, 29.05.2007
Automatische Tests sind eine feine Sache nur leider im Falle von Webfrontends recht umständlich zu erstellen. TestGen4Web ist hier ein einfaches Tool welches ich sehr zu schätzen gelernt habe. Im Grunde handelt es sich bei dem Firefox Plugin um eine Art Makrorekorder die alle Clicks die man auf einer Webseite macht aufzeichnet. Die Aufzeichnung lässt sich als XML-Dokument abspeichern und nachträglich bearbeiten.
Das ganze macht das Testen von langen Workflows in der Regel schon um einiges einfacher, aber es geht noch besser. Nutzt man den zugehörigen Translator kann man auch Vollautomatische Tests für generieren, so ist es unter anderem Möglich HttpUnit-Tests zu generieren.
Jetzt guckt er auch bei mir...
geschrieben von: reaper, 19.05.2007
MacFusion - Mounten von SSH und FTP Shares
geschrieben von: reaper, 14.05.2007
FUSE ist ja unter Linux inzwischen ein alter Bekannter auch unter FreeBSD habe ich es schon mehrmals getestet und leider immer für instabil befunden. Für den Mac ist FUSE in Form von MacFuse auch schon eine ganze Weile portiert. Neu ist aber die GUI MacFusion, mit dieser ist es spielend einfach Remotelaufwerke einzubinden. Die Installation ist denkbar einfach, zuerst muss man MacFuse installieren und dann die MacFusion Applikation. Diese nistet sich in der Menuleiste ein, hier kann man dann seine Verbindungen verwalten und schnelle Verbindungen aufbauen.
Das ganze fühlt sich angenehm und flüssig an. Einmal gemountet kann man auf die Remotelaufwerke zugreifen wie auf jedes andere Medium. Es gibt auch verschiedene Optionen um Laufwerke automatisch beim Start einzuhängen oder nach dem Schlafen wieder herzustellen.
Bunny Filmchen
geschrieben von: reaper, 12.05.2007
Das Kino wird immer teurer, die Filme immer schlechter und länger so das auch noch der Überlängenaufschlag inzwischen obligatorisch wird. Aber es geht auch anders, Angry Alien Productions rafft die Meisterwerke der letzten Zeit auf 30 Sekunden und stellt die Schlüsselszenen mit professionellen Häschen nach. Einfach zum brüllen und zwischendurch abschalten ;)
Wimax Ade
geschrieben von: reaper, 27.04.2007
Nun ist es soweit, vor zwei Tagen habe ich meine Kündigung zu MAXXonair gefaxt. Die Qualität des Netzes war, wie bereits berichtet nicht so das was ich erwartet hatte. Mit weniger als 2 MBit hätte ich ja noch leben können und auch ein 100er Ping ist zu ertragen. Aber leider war die Verbindung nicht nur schlecht sondern auch instabil. Verbindungsabbrüche waren an der Tagesordnung und Zeitweise war nichteinmal mehr normales surfen Möglich. Das Netz leidet wie wohl alles Shared Medium Netze unter einer hohen Nutzerzahl das merkt man vor allem daran das in den Hauptzeiten kaum etwas geht. Montags bis Samstags liegen die Raten wenn nix dazwischen kommt am Tage bei etwa 50-60 KB/Sekunde. Am Sonntag rauschen sie dafür mit 200 KB/Sekunde runter, was an und für sich echt in Ordnung gehen würde wenn es immer so wäre ;)
Nunja so kann ich auch beim Bürgernetz bleiben und mich mit dem überladenen Proxy und Verbindungsabbrüchen quälen, zumindest bezahl ich dafür keine 20 Euro im Monat und geh lieber ein Eis essen *gg*




